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BERICHT: Lewis holt Überraschungs-Pole in Sepang

BERICHT: Lewis holt Überraschungs-Pole in Sepang

Lewis Hamilton sicherte sich am Samstag um einen Hauch die Pole beim letzten Malaysia Grand Prix der Formel 1 vor Kimi Räikkönen.

Die Silberpfeile waren vor dem Qualifying im Hintertreffen: Obwohl sie im Freien Training zu kämpfen hatten, war die erste Runde von Lewis im Q3 gut genug für die Pole. Damit schlug er Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen um gerade einmal 0,045 Sekunden.

Es ist die 70. Pole für Lewis, seine fünfte auf dem Sepang International Circuit und die neunte in dieser Saison.

"Wir erlebten gestern einen sehr schwierigen Tag. Deshalb war es schwierig, zu wissen, wo wir standen", sagte Lewis. "Ich habe heute Nacht nicht besonders gut geschlafen, genauso wenig wie alle meine Ingenieure. Denn wir wussten nicht, ob wir die Probleme würden lösen können."

"Aber heute kamen wir an die Strecke und das Auto war viel besser. Die Runden im Q3, besonders die erste, kamen sehr gut zusammen. Ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wo sie herkamen. Deswegen ist es eine kleine Überraschung, auf der Pole zu stehen. Aber ich bin sehr dankbar dafür."

"Es ist immer etwas Besonderes, wenn man ein wenig mehr aus dem Auto herausholen kann. Das hat mir stets Spaß gemacht, seit mir mein Dad gesagt hat, dass mein erstes Go-Kart aus fünfter Hand stammte."

"Ich weiß gar nicht genau, was bei Sebastian passiert ist. Es ist sehr schade für ihn, aber natürlich müssen wir versuchen, aus jeder Gelegenheit, die sich uns bietet, das Beste herauszuholen. Es liegt noch immer ein sehr hartes Rennen vor uns, also krempeln wir die Ärmel hoch."

"Jedes Mal, wenn ich heute aus der Box gefahren oder zurückgekommen bin, konnte ich die Zuschauer und all die Flaggen auf der Tribüne gegenüber sehen – dafür bin ich wahnsinnig dankbar. Das gibt mir viel Energie."

Valtteri erzielte sein bestes Qualifying-Ergebnis in Sepang und startet von Platz fünf in den PETRONAS Malaysia Grand Prix.

Während Lewis zur Pole stürmte, war Valtteri von P5 hinter den beiden Red Bull enttäuscht. Der Finne setzte im 3. Training sowie im Qualifying das neueste Upgrade-Paket ein. Allerdings konnte er nicht mit Lewis mithalten, der die vorherige Version einsetzte.

"Es war bislang ein schwieriges Wochenende für uns und wir lagen zeitweise weit zurück", sagte Valtteri. "Im Vergleich zu gestern haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Heute war es viel besser, aber für mich immer noch nicht gut genug."

"Lewis und ich hatten im Qualifying zwei komplett verschiedene Aero-Pakete an den Autos. Bei ihm schien es zu funktionieren, bei mir hingegen weniger."

"Bis zur zweiten Session lief das Qualifying nicht allzu schlecht. Aber im Q3 konnte jeder noch etwas nachlegen, nur ich nicht. Das müssen wir jetzt analysieren. Es ist noch zu früh, um zu sagen, warum ich mich vom Q2 zum Q3 nicht steigern konnte."

"Ich bin nach dem Qualifying sehr enttäuscht, aber morgen ist ein neuer Tag. Es wird eine Herausforderung für uns. Denn bislang war unsere Long Run-Performance an diesem Wochenende nicht besonders gut. Aber wir werden unser Bestes geben."

Silberpfeil-Teamchef Toto Wolff lobte die Leistung von Lewis, besonders nach dem harten Freitag. Dabei warnte er aber auch vor Ferrari, obwohl Sebastian Vettel wegen eines Motorproblems am Sonntag vom Ende des Feldes starten muss.

"An diesem Wochenende haben wir bislang ein ziemlich verwirrendes Leistungs-Bild gesehen. Verschiedene Autos waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten schnell und es gab sogar große Abstände zwischen den Teamkollegen", sagte Toto.

"Wir kämpften damit, die Reifen ins richtige Arbeitsfenster zu bekommen. Als die Streckentemperaturen heute Nachmittag sanken, bekamen wir es auf die Reihe."

"Nach einem harten Freitag hat das Team hier an der Strecke sowie in der Fabrik ruhig und gut gearbeitet, um die Situation zu analysieren und einige Verbesserungen vorzunehmen. Als es dann darauf ankam, zauberte Lewis eine fantastische Pole-Runde hervor - damit hatten wir vor dem Qualifying absolut nicht gerechnet. Das war großartige Arbeit von ihm."

"Valtteri hatte es heute schwieriger, aber es ist klar, dass winzige Unterschiede beim Setup oder in der Reifentemperatur einen großen Rundenzeit-Unterschied ausmachen. Für ihn lief es im Q3 nicht ganz zusammen."

"Das Qualifying war ohne Frage ein harter Moment für Ferrari, da Sebastian nicht teilnehmen konnte. Aber am Samstag werden noch keine Punkte vergeben. Sie haben an diesem Wochenende die stärkste Rennpace und werden im Rennen eine ernsthafte Gefahr sein."

"Wir können nicht vorgeben, im Moment alle Antworten zu besitzen, aber wir können mit dem heutigen Ergebnis zufrieden sein und sind bereit, im Rennen hart zu kämpfen."

Andrew Shovlin, seines Zeichens Trackside Engineering Director, erwartet im Rennen keinen Spaziergang, da sowohl Red Bull als auch Ferrari am Freitag eine starke Rennpace gezeigt haben.

"Wir konzentrierten uns heute im 3. Training darauf, mehr Daten über unsere neusten Upgrades zu sammeln", sagte Andrew. "Zu diesem Zweck fuhren beide Autos mit unterschiedlichen Konfigurationen. Wir sammelten viele Daten und werden das im morgigen Rennen fortsetzen."

"Über Nacht haben wir viel Arbeit an der Strecke sowie in der Fabrik erledigt, um die Schwierigkeiten zu verstehen, die wir am Freitag hatten, und Veränderungen vorzuschlagen, die wir im 3. Training ausprobierten."

"Beide Fahrer hatten das Gefühl, dass wir das Auto in die richtige Richtung entwickelt haben. Sie hatten mehr Vertrauen in das Fahrverhalten. Dennoch erwarteten wir nicht, heute auf der Pole zu stehen. Die Tatsache, dass dem so ist, ist das Ergebnis einer großartigen Runde von Lewis. Gleichzeitig sollten wir bedenken, dass es vielleicht anders ausgesehen hätte, wenn Sebastian am Qualifying teilgenommen hätte."

"Valtteri erlebte einen schwierigeren Nachmittag. Zu Beginn des Qualifyings war seine Pace gut, aber für ihn verbesserte sich die Strecke nicht so sehr wie für Lewis. Das ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass wir Schwierigkeiten haben, das Auto ins richtige Fenster zu bringen."

"Wir erwarten kein einfaches Rennen, weil sowohl Red Bull als auch Ferrari sehr gute Long Runs hatten, während der Umgang mit unserem Auto mit viel Benzin an Bord schwierig war. Uns erwartet eine große Herausforderung, aber wir werden versuchen, unser Potential voll auszuschöpfen und alle Möglichkeiten auszunutzen, die sich uns bieten."

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