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BERICHT: Seb besiegt Valtteri, Lewis stürmt auf P4

BERICHT: Seb besiegt Valtteri, Lewis stürmt auf P4

Valtteri Bottas und Lewis Hamilton beendeten den Brasilien Grand Prix auf den Plätzen zwei und vier. Das Rennen gehörte Ferrari und Sebastian Vettel.

'Ich denke, dass wir das Rennen in der ersten Kurve verloren haben'

Vettel überholte Pole-Mann Valtteri auf der ersten Runde innen in Kurve eins und verteidigte sich danach gegen den Finnen. So fuhr der Deutsche seinen ersten Sieg seit dem Ungarn GP im Juli ein.

"Ich denke, dass wir das Rennen in der ersten Kurve verloren haben", gab Valtteri zu. "Als ich die Kupplung am Start losließ, hatte ich zunächst weniger Grip als erwartet. Dadurch verlor ich an Traktion und hatte leicht durchdrehende Räder."

"Seb kam besser weg und ging auf die Innenbahn. Das war Pech, denn die Rennpace zwischen uns und Ferrari lag heute sehr eng zusammen. Zudem hatten wir eine ähnliche Strategie. Als wir auf die weichen Reifen wechselten, versuchten wir einen Undercut. Wir wollten auf den neuen Reifen angreifen, aber es gab keine Chance, um vorbeizugehen."

"Ganz am Ende wollten wir noch einmal attackieren, aber als ich die Pace wieder anzog, steckte nichts mehr in den Reifen."

"Nach dem guten Ergebnis gestern hatte ich mir für heute viel ausgerechnet. Aber wenn wir uns das Positive ansehen, dann war es für mich ein viel besseres Wochenende als zuletzt. Und es war kein schlechtes Mannschaftsergebnis, wenn man bedenkt, von wo Lewis heute losgefahren ist. So gesehen ist es gut."

'Ich hatte heute viel Spaß, das Rennen war richtig toll'

Lewis Hamilton zeigte eine starke Aufholjagd vom Ende des Feldes. Er startete aus der Boxengasse und belegte im Ziel Platz vier - nur knapp hinter dem letzten Podestplatz von Kimi Räikkönen.

Lewis verbesserte sich stetig auf den weichen Reifen und übernahm die Führung, als die Fahrer, die mit superweichen Reifen gestartet waren, an die Box gingen. Er pushte bis Runde 43, dann ging auch er an die Box und kam als Fünfter hinter Max Verstappen wieder heraus.

Lewis war der schnellste Fahrer auf der Strecke und machte mit dem Red Bull kurzen Prozess. Danach machte er sich auf die Jagd nach Räikkönen. Noch waren zwölf Runden zu fahren. Aber als er den Ferrari einholte, gingen ihm die Runden aus, um sich den Podestplatz zu holen.

"Ich hatte heute viel Spaß, das Rennen war richtig toll", sagte Lewis. "Ich hatte so eine gute Pace, damit wäre es an diesem Wochenende ein einfacher Sieg geworden."

"Somit bin ich einerseits enttäuscht, dass ich mich selbst in diese schlechte Ausgangslage für heute gebracht habe. Aber gestern haben wir abgehakt und der heutige Tag war sehr positiv. Ich hatte viel Spaß, mich durch das Feld zu arbeiten. Es fühlte sich wie zu meinen Go-Kart-Tagen an. Damals bin ich in meinen ersten ein oder zwei Jahren immer von hinten losgefahren."

"Mein Ziel war es heute, alles zu geben und meinen gestrigen Fehler wettzumachen. Ich wollte das Team stolz machen und einige Punkte zurückholen."

"Ich versuchte, mir den dritten Platz zu holen, aber am Ende gingen mir die Reifen aus. Aber ich habe den Kampf heute genossen und das zeigt hoffentlich allen, dass die Flamme in meinem Herzen noch lodert und es auch für sehr viele weitere Rennen noch so sein wird."

'Er hat alles gegeben und es war eine weltmeisterliche Vorstellung'

Während das Team vielleicht den Sieg verpasste, lobte Silberpfeil-Teamboss Toto Wolff die Leistung seines Teams an einem Wochenende, das einer emotionalen Achterbahnfahrt glich.

"Meine ersten Worte richten sich heute an unsere Teammitglieder", sagte Toto. "Dieses Wochenende steckte für uns voller extremer und gegensätzlicher Emotionen. Und dann kamen die Jungs heute Morgen wieder hierher, um das Auto von Lewis von Grund auf neu aufzubauen."

"Es war motivierend, an diesem Wochenende ihren Teamgeist, ihre Belastbarkeit und ihre Entschlossenheit zu sehen. Und so war es auch bei unseren beiden Fahrern: Valtteri pushte während des Rennens auf jeder einzelnen Runde. Er blieb an Sebastian dran, kam aber auf einer Strecke, auf der das Überholen für Autos mit einer ähnlichen Performance schwierig ist, nicht nah genug heran, um die Führung zu übernehmen. Lewis lieferte unterdessen den besten vierten Platz ab, den ich jemals gesehen habe."

"Für Valtteri wurde das Rennen am Start entschieden: Er hatte durchdrehende Räder, was Sebastian die Tür in Kurve eins öffnete. Lewis startete derweil aus der Boxengasse und kam nur fünf Sekunden hinter der Spitze ins Ziel. Das war eine seiner besten Leistungen in diesem Jahr und sie zeigte, dass wir hier das mit Abstand schnellste Auto hatten."

"Er hat heute alles gegeben und es war eine weltmeisterliche Vorstellung. Jetzt geht es nach Abu Dhabi, wo wir unsere Saison mit einem Erfolgserlebnis abschließen möchten."

'Er griff das gesamte Rennen über an'

Andrew Shovlin, Trackside Engineering Director des Teams, war von der Leistung beider Fahrer beeindruckt. Ganz besonders beeindruckte ihn aber die Stärke des W08 in der Hitze von Interlagos.

"Das war ein enttäuschendes Ergebnis für unsere beiden Fahrer und das Team. Nichtsdestotrotz können wir von diesem Tag auch etwas Positives mitnehmen", sagte Andrew. "Für Valtteri wurde der Sieg durch minimale Details entschieden. Er hatte am Start etwas zu viel Wheelspin und verlor dadurch die Führung. Der Undercut-Versuch funktionierte beinahe, aber schlussendlich fehlten uns ein paar Zehntel, um es zu schaffen."

"Nach einer fantastischen Pole-Runde ist es immer enttäuschend, wenn man nicht mit einem Sieg im Gepäck abreist. Aber er hatte ein sehr ordentliches Wochenende und leistete gute Arbeit beim Umgang mit den Reifen bei bis zu 60°C Streckentemperatur. Seine Pace sah im Rennen genauso schnell aus wie die von Vettel."

"Für Lewis war es eine großartige Leistung, aus der Box zu starten und nur fünf Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel zu kommen. Gleichzeitig war es aber auch etwas frustrierend, dass wir den Sprung aufs Podium nicht ganz geschafft haben. Er griff das gesamte Rennen über an, aber so ging er auf beiden Reifensätzen bis ans Limit. Wir blieben auf den weichen Reifen so lange wie möglich draußen, aber sobald die Hinterreifen abbauten, mussten wir auf die superweichen Reifen wechseln. Wir konnten es uns aber nicht leisten, auf diese zu achten. Deshalb gab er von Beginn an alles und versuchte, die Führenden einzuholen."

'Unser Verlangen nach Siegen hat sich nicht verringert'

"Wir gingen diese letzten beiden Rennen mit der Einstellung an, die Freitage für Entwicklungen für die Saison 2018 zu nutzen. Dadurch hat sich aber unser Verlangen nach Siegen nicht verringert und es ist schade, dass wir hier ohne den Sieg abreisen müssen."

"Wir können uns aber etwas damit trösten, dass unser Auto heute auf der heißesten Strecke des Jahres das schnellste war. Das zeigt, welche Fortschritte wir mit dem W08 gemacht haben."

"Es war ein hartes Wochenende für das Team, aber wir sind gut darin, aus schwierigen Wochenenden unsere Lehren zu ziehen. Jetzt freuen wir uns auf Abu Dhabi. Es ist eine großartige Strecke, die unserem Auto liegen sollte, und wir reisen dorthin, um eine lange Saison positiv abzuschließen."

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