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BERICHT: Silberpfeile jagen Ferrari bis ins Ziel

BERICHT: Silberpfeile jagen Ferrari bis ins Ziel

Die Silberpfeile jagten Ferrari beim Ungarn GP am Sonntag bis ins Ziel. Aber Sebastian Vettel war der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Silberpfeile beenden das letzte Rennen vor der Sommerpause auf P3 & P4

Vettel führte das Rennen im ersten Stint komfortabel an. Danach bremste ihn ein Problem mit der Lenkung ein, sodass sein Teamkollege Kimi Räikkönen zwischen ihm und den folgenden Mercedes-Autos lag.

Valtteri Bottas unternahm den ersten Angriff auf Räikkönen, bevor das Team entschloss, Lewis Hamilton in den letzten 20 Runden des Rennens eine Chance zu geben. Dieser war zu dieser Phase des Rennens schneller unterwegs.

Das Duo tauschte die Positionen und Lewis probierte es. Aber obwohl er in DRS-Reichweite kam, konnte er den Ferrari nicht überholen.

Danach ließ Lewis Valtteri auf der letzten Runde wieder vorbei. Damit belegten die beiden Silberpfeile die Plätze drei und vier vor dem aufholenden Max Verstappen.

Valtteri: 'Lewis und ich stecken immer noch im Titelkampf'

"Das war ein kniffliger Tag", sagte Valtteri. "Die Pace war nicht so sehr das Problem. Aber sobald man innerhalb von 1,5 Sekunden am Vordermann dran ist, wird es schwierig, die Lücke zu schließen."

"Die Startpositionen waren heute ein großer Vorteil für Ferrari. Obwohl Sebastian Schwierigkeiten hatte, konnte ihn niemand überholen."

"Wir versuchten es, indem wir innerhalb des Teams die Plätze tauschten. Aber auch Lewis kam an ihnen nicht vorbei. Wir haben dadurch keine Punkte gewonnen, aber ich bin froh, dass wir es wenigstens probiert haben."

Valtteri: 'Unsere Situation ist nicht allzu schlecht'

"Mir wurde versprochen, dass Lewis mir den Platz zurückgeben würde, sollte es nicht aufgehen. Ich hatte mit den Überrundungen zu kämpfen und so wurde der Abstand zu Lewis größer als ich es wollte. Aber Lewis und das Team hielten ihr Versprechen und wir tauschten auf der letzten Runde die Positionen wieder."

"Ich denke nicht, dass jeder Teamkollege das im Titelkampf machen würde. Das war also sehr nett von ihm und es zeigt, dass er ein echter Teamplayer ist."

"Mit Blick auf die Punkte und den WM-Stand ist unsere Situation nicht allzu schlecht. Lewis und ich stecken immer noch im Titelkampf."

Lewis: 'Ich habe heute alles gegeben'

Für Lewis war es ein harter Nachmittag. Er verbrachte den ersten Stint eingeklemmt hinter Verstappen und hatte für einen Großteil des Rennens keine Funkverbindung zum Team. Aber der Brite belegte nach seinem Platztausch mit Valtteri in der letzten Runde immer noch Platz vier.

"Ich habe heute alles gegeben", sagte Lewis. "Es ist hart, wenn man so stark pusht, sehr hart arbeitet und am Ende auf der Position ins Ziel kommt, von der man gestartet ist."

"Als der Funk nicht funktionierte, dachte ich darüber nach, dass das Team darüber besorgt war, ob die Reifen über die gesamte Distanz halten würden. Vielleicht waren sie langsamer, um dann später schneller zu werden."

Lewis: 'Ich weiß, dass wir es schaffen können'

"Ich griff an und hatte die Pace, aber ich hing hinter Valtteri fest und konnte es dem Team nicht mitteilen, da der Funk nicht funktionierte."

"In den letzten Runden hielt ich dann mein Wort. Ich sagte, dass ich Valtteri vorbei lassen würde, wenn ich Kimi nicht überholen könnte. Ich habe in diesem Jahr immer betont, dass ich den Titel auf dem richtigen Weg gewinnen möchte. Vielleicht werde ich dies am Ende der Saison anders sehen, sollte ich knapp geschlagen werden. Aber ich glaube daran, das Richtige zu tun und wenn man Gutes tut, widerfährt einem auch wieder Gutes."

"Ich lag schon einmal 20 Punkte zurück und habe den Abstand bis auf einen Zähler verkürzt. Nun sind es wieder 14 Punkte. Wir haben in der ersten Saisonhälfte einige Punkte verloren. Aber ich weiß, dass wir es schaffen können, wenn wir nach der Sommerpause noch besser zurückschlagen."

Toto: 'Heute war ein harter Tag für das Team'

Während Ferrari anstelle von Mercedes sich mit einem Doppelsieg in die Sommerpause verabschiedete, sagte Toto Wolff, dass die Silberpfeile trotzdem mächtig stolz sein dürfen - auf einen Tag, an dem das Team zu seinen Werten stand.

"Heute war ein harter Tag für das Team. Aber wir haben die Werte gezeigt, die uns wichtig sind", sagte Toto.

"Natürlich können wir mit den Plätzen drei und vier nicht zufrieden sein. Wir haben jedoch den Schaden im Vergleich zu Ferrari begrenzt und hatten das Glück, dass die Red Bull es auf der ersten Runde unter sich ausgemacht haben."

"Es ist positiv, dass wir auf einer Strecke, auf der Ferrari die Oberhand hatte, nicht zu viele Punkte verloren haben. Es war gleichzeitig aber auch ein großartiger Tag für das Team. Denn unsere Einstellung ging heute voll auf und jeder konnte den riesigen Respekt zwischen Lewis und Valtteri sehen."

"Zunächst, als Valtteri seinen Teamkollegen vorbei ließ, um die Ferrari unter Druck zu setzen und Kimi anzugreifen. Und dann, als Lewis den Platz in der letzten Kurve sportlich zurückgab, ohne dabei eine Position an Verstappen zu verlieren."

Toto: 'Diese Werte haben uns dabei geholfen, sechs Weltmeistertitel zu gewinnen'

"Diese Werte haben uns dabei geholfen, sechs Weltmeistertitel zu gewinnen und mit dieser Einstellung werden wir langfristig noch viele mehr gewinnen - obwohl es eine harte Entscheidung war und es hinterher kein gutes Gefühl ist. Aber wir halten an unseren Prinzipien fest und stehen zu unserem Wort."

"Das Rennen wurde durch Probleme in der Box erschwert, durch die wir zeitweise während des Rennens die Funkverbindung zu den Autos verloren haben. Das hatte auch Einfluss auf die Daten, die uns in der Box zur Verfügung standen."

"Davon war besonders unsere Kommunikation mit Lewis betroffen, was möglicherweise einen Einfluss auf das Ergebnis hatte. Denn wir hätten unsere Strategie anders spielen können, wenn die Kommunikation korrekt funktioniert hätte."

"Jetzt haben wir die Zeit, um die Akkus aufzuladen und mit frischer Energie in die zweite Saisonhälfte zu gehen. Es ist noch alles drin und beide Weltmeisterschaften sind vollkommen offen.

James: 'Das verlangte viel Vertrauen'

Das Team mag den Sieg verpasst haben, aber der Technische Direktor der Silberpfeile, James Allison, glaubt, dass das Vertrauen und der Respekt zwischen Valtteri und Lewis Qualitäten zeigen, die mehr als einen Sieg wert sind.

"Natürlich wären wir lieber mit einem Ergebnis wie dem von Silverstone in die Sommerpause gegangen. Andererseits zeigte dieses Rennen viele Dinge, die so großartig an diesem Team sind", sagte James.

"Die Fahrer behandeln sich gegenseitig mit sehr viel Respekt. Sie hätten beide Ferrari angreifen können, aber tauschten die Positionen unter großem Druck. Das war eine extreme Herausforderung und verlangte viel Vertrauen."

James: 'Es war großartig, dies auf so professionelle Art und Weise durchzuführen'

"Es war großartig, dies auf so professionelle Art und Weise durchzuführen, während hinter Valtteri die Gefahr in Person von Verstappen lauerte."

"Nach einer verdienten Sommerpause freuen wir uns darauf, den intensiven und spannenden Titelkampf fortzusetzen. Unsere Konzentration liegt natürlich darauf, sicherzustellen, dass die Mercedes-Flaggen am Ende der Saison wieder am höchsten im Wind wehen."

Lewis liegt in der Fahrer-WM 14 Punkte hinter Vettel. Valtteri hat als Dritter weitere 19 Punkte Rückstand.

In der Konstrukteurs-Wertung führen die Silberpfeile mit 39 Punkten Vorsprung auf Ferrari.

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