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BERICHT: Und ihr dachtet, Melbourne wäre eng gewesen…

BERICHT: Und ihr dachtet, Melbourne wäre eng gewesen…

'Heute war nicht mehr drin.' Das klingt doch wie ein Cliché. Aber ernsthaft... heute war es das nicht! 0,187 Sekunden trennten die Top-3 nach einem spannenden Kampf auf dem Shanghai International Circuit. Dabei lag zwischen Sebastian Vettel auf P2 und Valtteri auf P3 nur eine Tausendstel. Man konnte das Durchatmen in der Box im gesamten Paddock hären, als der Ferrari die Ziellinie überquerte. Unsere schlauen Köpfe an der Boxenmauer sagen, dass der Abstand genau 5,91 cm auf dieser Strecke entspricht. Einfach verrückt...

An der Spitze dieses Dreigestirns setzte sich Lewis durch und ergatterte so seine 63. Pole Position in der Formel 1. Es war seine sechste auf dem Shanghai International Circuit, seine zweite in dieser Saison und die sechste in Folge. Dabei war es sprichwörtlich der Schnellste - mit einer Zeit von 1:31.678 Minuten zerschmetterte er die Pole-Zeit von 2016 um 3,72 Sekunden. Gleichzeitig war er 0,56 Sekunden schneller als der absolute Rundenrekord von Michael Schumacher aus dem Jahr 2004. Das ist schnell. Verdammt schnell.

'Mir gelang es, Session für Session etwas näher heranzukommen. Meine letzte Runde war dann meine schnellste - das ist immer das Ziel, funktioniert aber leider nicht jedes Mal', sagte der Brite. 'Die Runde begann nicht ganz so gut wie meine vorherigen Versuche. Aber danach wurde ich immer besser. Eingangs der letzten Kurve fühlte ich mich sehr stark und wusste, dass ich ein paar Zehntel Vorsprung hatte.'

'Ferrari war im Training und danach im Qualifying sehr schnell. Wir wussten, dass es eng werden würde und dass wir alles geben mussten, um sie zu schlagen. Nachdem ich die Linie überfahren hatte, war es richtig aufregend, darauf zu warten, wie sich die anderen schlagen würden!'

'Ich bin mit dem heutigen Tag und dem super Einsatz der Mannschaft sehr zufrieden. Sie haben uns im Kampf gehalten. Momentan ist es spannender denn je. Wir kämpfen gegen diese Jungs und genau darum geht es im Rennsport. Es treibt dich jedes Mal aufs Neue an, wenn du rausfährst. Das gefällt mir.'

Valtteri trennte nur ein Bruchteil einer Sekunde von seinem ersten Startplatz in der ersten Startreihe für die Silberpfeile. Entsprechend war er natürlich etwas enttäuscht. Aber ganz typisch für ihn lässt sich der Finne davon nicht aus der Ruhe bringen.

'Es ist sehr schade, dass sich Sebastian zwischen uns quetschen konnte. Ich glaube, letztes Mal war es um ein paar Hundertstel und diesmal ist es nun ein Tausendstel', sagte Valtteri. 'Auf einer Runde kann man hier an einigen Stellen eine Tausendstelsekunde verlieren. Jetzt werde ich mir wie immer ansehen, wo ich mich verbessern kann.'

'Aber das Rennen ist erst morgen und wir stehen auf den Plätzen eins und drei. Das ist eine gute Ausgangsposition. Außerdem ist mit Blick auf das Wetter alles möglich. Lewis war heute stark und Ferrari war ebenfalls sehr schnell. Wir hatten von Anfang an einen engen Kampf erwartet und ich denke, dass es morgen nicht anders sein wird. Vielen Dank an das gesamte Team, das großartige Arbeit abgeliefert hat, um das Auto in der kurzen Trainingszeit, die wir heute nur hatten, richtig abzustimmen. Es ließ sich richtig gut fahren. Warten wir jetzt ab, was uns der morgige Tag bringt.

Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff faltete seine Hände wegen der verpassten ersten Reihe. Zwar ersparte er der Boxenausstattung einen ähnlichen Schlag wie in Melbourne, doch steht ganz klar fest, dass uns auch morgen ein harter Kampf erwartet.

'Das Qualifying ist in diesem Jahr eine ganz neue Erfahrung!', stellte Toto fest. 'Ich finde es unglaublich, dass man ein komplett neues Regelwerk entwerfen kann, das für alle gleich ist – und dann arbeiten die Teams alle so hart daran und am Ende geht es im Kampf um die erste Reihe um Tausendstelsekunden.'

'Das Finale von Q3 war richtig spannend und alles lief auf den letzten Run hinaus. Beide Fahrer verbesserten sich bei ihrem letzten Versuch: Lewis fuhr eine fantastische Runde und verteidigte seine provisorische Pole; Valtteri fand seinerseits 0,4 Sekunden. Er hatte einen großartigen letzten Sektor, verlor aber ein Tausendstel auf Vettel – oder umgerechnet weniger als sechs Zentimeter.'

'Es ist ein großartiges Duell mit Ferrari und wir geben bei jeder Ausfahrt absolut alles. Morgen ist ein bisschen wie eine Reise ins Ungewisse: Die Vorhersage sieht kühlere Bedingungen voraus, vielleicht wird es sogar nass – und wir haben keine Daten vom Freitag, mit denen wir arbeiten könnten. Jetzt müssen wir abwarten, ob wir alles richtig vorhergesagt haben.'

Der Technische Direktor James Allison stellte fest, dass die Erwartungshaltung mit einem enormen Stolz auf seine Teamkollegen verbunden ist. Denn das heutige Ergebnis war die 75. Pole für die Silberpfeile in der Formel 1 - und die 17. Pole für die Marke hintereinander.

'Das war die 75. Silberpfeil-Pole in der Formel 1 – was für eine großartige Leistung des Teams! Wir haben in Melbourne gesehen, wie eng es zugeht, und falls es noch irgendwelche Zweifel gegeben haben sollte, dann hat der heutige Tag unterstrichen, dass es in der F1-Saison 2017 auf sehr geringe Abstände ankommt. Es ist großartig, auf der Pole Position zu stehen. Aber es ist schade, dass wir die komplette erste Reihe um eine Tausendstelsekunde verpasst haben. Das ist eine wertvolle Erinnerung daran, dass es auf jedes Sekundenbruchteil ankommt. Jetzt freuen wir uns auf das Duell mit Ferrari morgen. Wir erwarten einen kühleren Renntag, an dem es vormittags nass ist und dann am Nachmittag abtrocknet.'

Ja, genau. Jetzt kommen wieder die Clichés ins Spiel... Aber ganz ehrlich, dieses wollt ihr nicht vermissen. Wir sehen uns, Leute...

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