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Boxencrew Fitness: Wer hat gesagt, dass es im Winter in der Formel 1 ruhig zugeht?

Boxencrew Fitness: Wer hat gesagt, dass es im Winter in der Formel 1 ruhig zugeht?

In jedem Winter halt die Formel 1 für ein paar Monate Winterschlaf. So scheint es zumindest von außerhalb. Obwohl während der Wintermonate nicht die üblichen Aktivitäten an der Strecke stattfinden, sind sie für Jeden in der Teamfabrik die geschäftigsten. Die größten Bemühungen des Teams liegen bei der harten Arbeit am neuen Auto.

Ausnahmslos hören wir jeden Winter, wie sich die Fahrer in Form halten, entfernt von der höchst anspruchsvollen Umgebung ihres Cockpits. Es ist in der Tat wahr, dass Nico, Michael und der Rest des Grids die meiste Zeit im Fitnessstudio verbringen, Fahrrad fahren (wenn es das Wetter zulässt) oder irgendetwas anderes machen, dass ihnen hilft, ihre Muskelmasse, Stärke und Kondition nach Ablauf der Saison aufrecht und auf einem guten Level zu erhalten.

Aber wie sieht es mit den "unbesungenen Helden" des Teams aus, der Boxencrew? Obwohl die Anforderungen für ihre Körper nicht so hoch sind wie bei Michael und Nico (mit Herzschlagfrequenzen, die auf 190 bpm steigen und Kräften von bis zu 5G in manchen Kurven), müssen sich unsere Mechaniker während des Winters gut in Form halten, um vom ersten Training an optimale Leistung sicherzustellen.

Unser Chef-Mechaniker, Matt, bestätigt, dass die Boxenmannschaft "pro Woche 45 Minuten Streckentraining abhält", das aus Reaktionstests im Fitnessstudio besteht. Die Jungs arbeiten auch an ihrem Oberkörper, laufen und fahren Rad.

Die Mechaniker, die an den Autos arbeiten, gehen zudem zweimal pro Woche zum Stretching und benutzen das in der Teamfabrik in Brackley zur Verfügung stehende Fitnessstudio mindestens einmal wöchentlich. "Das Stretching ist vor allem gut, wenn wir an den ersten Wintertestfahrten des Jahres teilnehmen", erklärt Matt. "Natürlich ist es da draußen ziemlich kalt und plötzlich arbeitet man 18 Stunden am Tag. Man verbringt viel Zeit damit, sich über Autos zu beugen und wenn man nicht aufpasst, kann man sich schnell verletzen... außerdem muss ich sagen, dass wir nicht jünger werden!", lacht er.

Die Schlüsselrolle eines Mechaniker-Trainings nimmt natürlich das Boxenstopp-Training zweimal wöchentlich ein. In den vergangenen Jahren nahmen die Boxenstopp-Zeiten radikal ab (im Schnitt 2,9 Sekunden pro Stopp 2011), unser Team gehörte konstant zu den Schnellsten (unseren Mechanikern gelang in der vergangenen Saison siebenmal der schnellste individuelle Boxenstopp sowie durchschnittlich die schnellsten im Jahr). Es gibt - fast - keinen Raum für Fehler und 2012 wird da keine Ausnahme bilden.

Der Schlüssel für 2012: Konstanz

Fühlen die Jungs nach solch einem erfolgreichen Jahr ein wenig Druck, die gute Form in diesem Jahr aufrecht zu erhalten? "Wenn du bei etwas gut bist, dann willst du es auch bleiben. Der Druck, weiterhin gute Resultate zu erzielen, kommt weit mehr von uns selbst als von außerhalb."

Der Schlüsselfaktor in diesem Jahr: "Konstanz. Wir sind bald an dem Punkt angelangt, an dem wir nicht noch schneller bei den Boxenstopps sein können. Also wird der Schlüssel sein, konstant am schnellsten zu sein und dieses Level zu halten" Matt spricht auch den Fakt an, "dass Fehler passieren können. Wenn man am Limit arbeitet und immer Vollgas gibt, kann man Fehler nicht aus der Gleichung heraus nehmen. Das Wichtigste daran ist aber, wie die Jungs mit Fehlern umgehen und reagieren, um sie schnell zu beheben..."

Konstant gute Ergebnisse resultieren aus kontinuierlicher Übung. In der Teamfabrik wird alles dafür getan, dass sich beim ersten Rennen in Australien jeder zu 100 Prozent gut fühlt. "Jeder im Team ist total wettbewerbsfähig - wenn man der schnellste Mann mit dem Schlagschrauber im Team ist, dass will man das auch bleiben. Wenn nicht, dann gibt man Gas, um es zu werden. Es geht fast darum, die anderen Teams auszublenden - wenn du individuell der Schnellste bist, dann sind wir das schnellste Team. Wenn jeder noch eine Zehntelsekunde bei sich findet, ist man schnell mal eine halbe Sekunde schneller..."

Natürlich werden all diese Übungen abgehalten, während die Jungs gleichzeitig das neue Auto aufbauen. Wer hat gesagt, dass es im Winter in der Formel 1 ruhig zugeht?

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