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Brawn: Ein Rennen mit zwei unterschiedlichen Hälften

Brawn: Ein Rennen mit zwei unterschiedlichen Hälften

Ross Brawn Blickte nach dem Großen Preis von Deutschland mit gemischten Gefühlen auf Lewis' fünften Platz auf dem Nürburgring. Nico fuhr nach seinem Start von Position elf im Rennen auf den neunten Rang nach vorne. Beide MERCEDES AMG PETRONAS Piloten setzten beim Heimspiel in der Eifel auf eine Drei-Stopp-Strategie. Das Team sammelte am Sonntag insgesamt 12 Punkte und verteidigte damit Platz zwei der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.

"Zuallererst gelten unsere Gedanken dem Kameramann, der von einem losen Rad in der Boxengasse getroffen wurde. Zum Glück scheint er keine ernsthaften Verletzungen davongetragen zu haben. Dennoch erinnert dieser Vorfall an die Gefahren unseres Sports und dass wir die Sicherheitsvorkehrungen stets wachsam im Auge behalten müssen", erklärte Brawn im Anschluss an den Grand Prix. Mit Blick auf die Leistung des Teams gerichtet sagte er: "Wir erlebten heute ein Rennen mit zwei unterschiedlichen Hälften."

Im ersten Teil des Rennens habe man die Reifen zu sehr beansprucht. "Besonders auf dem Prime-Reifen. Deshalb fiel unsere Performance ab", so Brawn. "Als die Temperaturen aber etwas sanken, hatten beide Fahrer eine ordentliche Pace und konnten sich zurück durch das Feld kämpfen. Lewis und Nico kämpften bis zur letzten Runde und wurden für ihren Einsatz und ihre Entschlossenheit belohnt", freute sich der MERCEDES AMG PETRONAS Teamchef. "Zu einem gewissen Zeitpunkt des Rennens sah es so aus, als ob wir heute nicht viel holen würden können, also können wir mit zwölf Punkten einigermaßen zufrieden sein."

"Wir haben stets betont, dass noch ein Fragezeichen über unserer Performance bei heißen Bedingungen schwebt und das heutige Rennen hat gezeigt, dass noch Arbeit vor uns liegt", meinte Brawn. "Uns sind seit Bahrain und Barcelona, wo wir mit den heißeren Temperaturen besonders stark zu kämpfen hatten, große Fortschritte gelungen und unsere Performance war im Vergleich zu diesen Rennen viel besser. Wir können unsere Samstags-Pace aber noch nicht bei allen Bedingungen in einen siegfähigen Speed am Sonntag umsetzen."

Die dreiwöchige Pause bis Ungarn verschaffe einem nun die Gelegenheit, darüber nachzudenken, wie man weitere Fortschritte beim Umgang mit den Reifen als auch bei der Weiterentwicklung der Pace des Autos erzielen könne. Der Motorsportverantwortliche von Mercedes-Benz, Toto Wolff, teilte nach Platz fünf für Lewis die Meinung Brawns. "Den heutigen Nachmittag auf dem Nürburgring müssen wir unter dem Schlagwort 'charakterbildend' einstufen. Keiner unserer Fahrer fand in der ersten Rennhälfte auf den Prime-Reifen Grip - ein Spiegelbild früherer Erfahrungen in dieser Saison."

"In der zweiten Rennhälfte konnten wir uns jedoch zurückkämpfen und wenn man bedenkt, wie es nach den ersten 30 Runden aussah, ist unser Ergebnis recht ordentlich", sagte Wolff. Beide Fahrer hätten am Sonntag das Maximum aus dem Auto herausgeholt. "Aber nach einem so erfolgreichen Wochenende wie in Silverstone erscheint uns der Unterschied wie Tag und Nacht", meinte der Österreicher. "Jetzt müssen wir in der Fabrik die Ärmel hochkrempeln, unsere Performance ausgiebig analysieren und weiter hart arbeiten", so der 41-Jährige, der anfügte: "Uns ist klar, dass wir in Ungarn ähnliche Temperaturen erleben werden wie hier."

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