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Circuit de Spa-Francorchamps: Inside Line

Circuit de Spa-Francorchamps: Inside Line

Paddys Blickwinkel

Spa gehört zu den wahren Traditionsstrecken der Formel 1. Der Kurs besitzt eine lange Geschichte und hat schon viele fantastische Rennen erlebt. Natürlich ist die Eau Rouge das Highlight der Strecke. Es war schon immer eine knifflige Aufgabe, diese Kurve zu meistern. Sie ist wohl die bekannteste Kurve der Welt. Spa ist eine sehr schnelle Strecke, auf der mit wenig Abtrieb gefahren wird. Die Autos werden dort ganz anders abgestimmt als auf den bisherigen Strecken in dieser Saison. Eine Runde ist auch sehr lang. Das kann zusammen mit den wechselhaften Wetterbedingungen, die in Belgien nahezu unvermeidlich erscheinen, zu einem schwierigen Rennen führen. Wenn es zum falschen Moment anfängt zu regnen, gibt es viel Spielraum für Fehler, bis der Fahrer für einen Wechsel auf Regenreifen an die Box kommen kann. Die Herausforderungen sind auf dieser Strecke anders als auf den bisherigen Kursen. Entsprechend sind wir gespannt, wie sich der F1 W05 Hybrid dort schlagen wird. Wir hoffen natürlich auf eine starke Performance. Wenn wir das Setup richtig hinbekommen und das Wetter korrekt lesen, haben wir allen Grund, optimistisch zu sein. Nichtsdestotrotz geben wir uns keinen Illusionen hin: Auch eine Vielzahl anderer Autos wird dort vorne mitfahren. Als Team liegt unsere Priorität darauf, ein problemfreies Wochenende zu erleben. Das haben wir leider seit einigen Rennen nicht geschafft. Gut die Hälfte der Saison liegt nun hinter uns und wir hatten alle die Gelegenheit, unsere Akkus während der Sommerpause wieder aufzuladen. Wir reisen also erholt und voll konzentriert nach Spa, um das Beste aus den verbleibenden acht Rennen herauszuholen.

Spa: Am Kommandostand

Streckenverlauf

Die Strecke in Spa besitzt einen ganz anderen Charakter als alle anderen Kurse im Rennkalender. Auf dieser Strecke kommt es vor allem auf die Power an. Die High-Speed-Charakteristik des Kurses kommt den Stärken der 2014er Power Unit sehr entgegen. Es gibt einige lange Geraden sowie eine gute Mischung verschiedener Kurventypen. Jeder Sektor stellt unterschiedliche Anforderungen. Das ist ähnlich wie in Barcelona, wenn auch noch ausgeprägter. Der erste Sektor besteht aus vielen Vollgaspassagen. Im zweiten Abschnitt finden sich viele anspruchsvolle, mittelschnelle Kurven. Der letzte Sektor ist eine Mischung aus schnellen Kurven und einer starken Bremszone am Ende der Runde. In jeder Saison wird über den besten Kompromiss diskutiert. Ist es besser, mit weniger Luftwiderstand zu fahren, um damit die Überholchancen auf den Geraden zu erhöhen? Oder sollte man mit einem etwas höherem Abtriebslevel fahren, um eine bessere Kurvenperformance zu haben? Das Qualifying wirft weitere Fragen auf. Denn durch die Nutzung von DRS verliert ein Setup mit weniger Luftwiderstand an Wirkung. Andererseits können dadurch höhere Geschwindigkeiten erreicht werden, bevor das DRS aktiviert wird.

Setup

Wie beim nächsten Rennen in Monza kommen in Spa speziell für dieses Wochenende entwickelte Aerodynamikpakete zum Einsatz. Die Strecke ist mit Blick auf die Optimierung des Autos so einzigartig, dass die Teams extra für dieses Rennwochenende ein spezielles Paket entwerfen. Während dies die größeren Teams nicht unbedingt beeinträchtigt, kann es für die kleineren Rennställe unterschiedliche Auswirkungen haben. Einige entschieden sich vielleicht dazu, keine Ressourcen in ein einziges Rennen zu stecken. Andere wollen möglicherweise genau daraus Kapital schlagen und die spezielle Streckencharakteristik zu ihrem Vorteil nutzen. Dies kann zu interessanten Kämpfen im Mittelfeld führen, die zum Saisonende entscheidend sein könnten. Je nachdem ob ein Team sich richtig entschieden hat.

ERS

Mit Blick auf die Nutzung von ERS stellt Spa eine spannende und nahezu einzigartige Situation dar. Die Regeln schreiben vor, dass ein Fahrer maximal 4MJ pro Runde an die MGU-K abgeben darf. Allerdings sind einige Strecken sieben Kilometer lang, andere nur rund vier Kilometer. Es besteht also ein deutlicher Unterschied in der verfügbaren Leistung pro Kilometer. Der Kurs in Spa ist rund 30% länger als der Durchschnitt. Demnach haben Einschränkungen beim ERS-Einsatz hier einen größeren Einfluss als auf den meisten anderen Strecken, da die Power Unit nicht mit ihrem höchsten Effizienz-Level eingesetzt werden kann.

Reifen

Wie schon bei einigen anderen Strecken in dieser Saison fällt die Reifenwahl für Spa weicher als im Vorjahr aus. Pirelli hat die weiche und die mittlere Reifenmischung ausgewählt. Bei normalen Streckentemperaturen sollten diese Reifen gut funktionieren. Bei kühleren Streckentemperaturen könnte es jedoch anders aussehen. Das Zusammenspiel der weicheren 2014er Mischungen mit der zusätzlichen Leistung der Power Units könnte dazu führen, dass die Rundenzeiten näher an jene von 2013 herankommen als auf anderen Strecken in dieser Saison. Möglicherweise sogar näher als in Bahrain, wo der Unterschied bisher am geringsten war.

Wetter

Einer der Schlüsselfaktoren in Spa ist das Wetter. Deutliche Wetterumschwünge sind hier von Jahr zu Jahr typisch. Im Verlauf eines Wochenendes bleiben die Bedingungen jedoch meistens stabil. Die Wetterfronten ziehen normalerweise über einen längeren Zeitraum vorbei und decken dabei mindestens die drei Renntage ab. Im Verlauf der Jahre gab es beim Großen Preis von Belgien schon die niedrigsten Temperaturen des Jahres als auch Werte im hohen 20er Bereich. Die Unterschiede sind also recht groß. Regen ist ein häufiger Begleiter in Spa. Die Regenwolken bilden sich rund um einen der Berge in der Region und sorgen aus strategischer Sicht für sehr interessante Rennen.

Safety Cars / Überholen

Die Safety Car-Wahrscheinlichkeit hat sich im Verlauf der Jahre deutlich verringert. Verantwortlich dafür ist die Einführung von weitläufigen Auslaufzonen an Schlüsselstellen der Strecke, allem voran in der ersten Kurve. Überholmanöver sind ebenfalls möglich. Es gibt etliche Stellen, an denen verlorene Positionen gutgemacht werden können. Die meisten Manöver gibt es auf der Geraden in Richtung Kurve fünf.

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