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Das Geheimnis von Regenrennen

Das Geheimnis von Regenrennen

Es ist kalt und nass, so richtig ungemütlich. Trotzdem lieben die Fans Regenrennen. Wenn die Rennautos mehr schwimmen als fahren, ist Action garantiert. Es geht drunter und drüber und jederzeit kann etwas Unerwartetes geschehen. Aber nicht nur die Fans genießen die Wasserschlachten. "Im Regen bieten sich immer Möglichkeiten", sagt Michael Schumacher. "Dann ist es einfacher, zu überholen, wenn man in Position kommt."

Das gilt sowohl in der Formel 1 als auch in der DTM, der populärsten Tourenwagenserie Europas. Dort sind mit den Mercedes-Benz Piloten Ralf Schumacher und David Coulthard zwei Fahrer unterwegs, die sowohl in der Formel 1 als auch in der DTM schon so manche Regenschlacht geschlagen haben.

"Mit einem DTM-Auto ist es sehr schwierig, im Regen zu fahren", sagt Ralf. Dafür verantwortlich ist unter anderem das Masseverhältnis, immerhin wiegt die Laureus AMG Mercedes C-Klasse von Ralf 1.050 kg. Das Formel 1-Reglement schreibt für den Silberpfeil vom Typ MGP W01 ein Mindestgewicht von 620 kg vor.

Aber auch der Grip der Reifen und die Fahrlinie sind in der DTM im Regen ganz anders als in der Formel 1. "Das Schlimmste im Regen ist, wenn man als Fahrer nicht das nötige Feedback vom Auto erhält", erklärt Ralf. "Wenn das Auto wahnsinnig schwer zu fahren ist, wenn es wenig Grip und damit wenig Sicherheit vermittelt und wenn man permanent am Rutschen ist." Denn das kostet immens viel Zeit.

DTM-Neuling David Coulthard war nach seinem ersten Regen-Qualifying in der DTM in Hockenheim von etwas Anderem überrascht: "Meine Füße waren nass. Ich dachte, dass man in diesen Autos trocken bleibt!"

Ralfs Bruder Michael hat viele seiner 91 Grand Prix Siege bei denkwürdigen Regenrennen gefeiert. "Ich habe in der Vergangenheit gute Resultate im Regen erzielt, gemocht habe ich diese Rennen aber nicht immer", betont Michael. Die Begründung dafür liegt auf der Hand: Bei Regenrennen liegt die Fehlerquote viel höher, es kann viel mehr passieren. Umso mehr gibt es zu gewinnen, wenn man auf nasser Fahrbahn gut fährt.

Michael fuhr schon in jungen Jahren im Kartsport am liebsten im Regen - allerdings aus praktischen Gründen: Zum einen, weil er so meistens die Bahn für sich alleine hatte, zum anderen, weil dann sein eigentlich unterlegenes Material nicht so entscheidend war.

Das Gefühl für das nasse Element hat Michael auch in seiner dreijährigen Auszeit nicht verlernt. Beim ersten Regen-Qualifying der Saison 2010 in Malaysia kam es schnell zurück. "Als alle im Q2 auf gleichen Reifen fuhren, war ich sofort Schnellster", erinnert er sich. Das bestätigte er beim Großen Preis von Korea, wo Michael gleich zwei Konkurrenten überholte. Der Regen störte ihn dabei nicht, egal wie ungemütlich das Wetter war.

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