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Der Staub hat sich gelegt: Türkei

Der Staub hat sich gelegt: Türkei

Zweiundachtzig Boxenstopps, unzählige Überholmanöver und jede Menge Rad-an-Rad-Duelle: Wer sagt da, dass die Formel 1 langweilig ist?

MERCEDES GP PETRONAS bestätigte in Istanbul die Fortschritte aus China, bemerkte gleichzeitig aber auch, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, wenn wir an der Spitze mitkämpfen möchten. Ferrari erzielte an diesem Wochenende Fortschritte und das Entwicklungsrennen hat für alle begonnen, wenn wir der Rückstand auf Red Bull verringern möchten.

Obwohl beide Fahrer im Vergleich zu ihrer Startposition Plätze verloren, holte Nico das Maximum aus dem Auto heraus. Michaels Leistung wurde von einer Kollision in der zweiten Runde beeinträchtigt, dennoch hat auch er allen Grund zum Optimismus.

Im ersten Teil unserer Serie "Der Staub hat sich gelegt" nehmen wir die Performance unseres Teams vom Sonntag noch einmal genau unter die Lupe.

NICO

Nico fuhr eine Vierstopp-Strategie und nutzte somit fünf Reifensätze - insgesamt standen ihm sechs zur Verfügung. Mit drei Sätzen Option-Reifen (inklusive eines neuen Satzes) und drei Sätzen Prime-Reifen war es am schnellsten, drei Stints auf den Option-Reifen und zwei auf den Prime-Reifen zu fahren.

Die Hinterreifen von Nicos erstem Option-Reifensatz hatten einen hohen Reifenverschleiß. Dennoch wollte das Team den strategischen Vorteil ausnutzen, die neuen Option-Reifen später im Rennen einzusetzen. Deshalb entschied man, den zweiten und dritten Stint auf den weniger bevorzugten Prime-Reifen zu fahren.

Allerdings konnte das Auto mit viel Sprit an Bord den Performance-Level der Autos um Nico herum nicht mitgehen. Zusätzlich wuchs der Rückstand an, weil viele der Autos auf Option-Reifen fuhren, als Nico mit den Primes unterwegs war.

So hatte Nico aber in den letzten beiden Stints einen Trumpf im Ärmel: Er fuhr mit Options, während die meisten anderen Autos auf Primes unterwegs waren. So ging er nach seinem letzten Stopp in Runde 44 als Neunter zurück auf die Strecke, konnte sich danach aber bis auf Platz fünf verbessern, weil er Autos mit älteren Reifen überholte.

Insgesamt war e seine starke Leistung am Limit des Autos. Schon Ross sagte nach dem Rennen, dass das Hauptaugenmerk nun darauf liegt, den Unterschied zwischen unserer relativen Performance im Qualifying und im Rennen zu verkleinern.

MICHAEL

Sobald Michaels Frontflügel in Kurve 12 das rechte Hinterrad von Petrovs Auto in Runde zwei berührt hatte, stand ihm ein harter Kampf bevor.

Michael fuhr eigentlich ein Dreistopprennen, zu dem der unplanmäßige, frühe Boxenstopp hinzukam. Er nutzte nur vier seiner Reifensätze im Rennen: Die Options auf denen er ins Rennen startete und mit denen er die ersten beiden Runden fuhr, wurden auf seinem letzten 13-Runden-Stint erneut aufgezogen.

Michaels erster Boxenstopp zum Wechseln des Frontflügels dauerte 30,182 Sekunden. Am Rennende fehlten ihm 25 Sekunden auf Jenson Button, der mit einer Dreistoppstrategie durchfuhr.

Michael mag im Verlauf des Rennens in einige Zweikämpfe verwickelt gewesen sein, aber als er freie Fahrt hatte, war seine Pace sehr gut - obwohl er durch seinen anderen Rennrhythmus nach dem unplanmäßigen Boxenstopp noch mehr Verkehr als in einem normalen Renn hatte: Als er mit alten Reifen fuhr, hatten die Autos um ihn herum neue und umgekehrt. Aber ohne den ungeplanten Stopp hätte Michael mindestens gegen Button und Heidfeld um Platz sechs gekämpft.

THE TEAM

Das Rennen am Sonntag erlebte insgesamt 82 Boxenstopps - ein klarer Rekord für ein Trockenrennen. Von diesen Stopps wurden mehr als 20% - 17 um genau zu sein - mit einer Boxenverweildauer unter 21 Sekunden absolviert.

Von diesen 17 Stopps stammten sechs von MERCEDES GP PETRONAS - dabei wurde Nicos erster Stopp dadurch beeinträchtigt, dass Heidfeld gerade in die Box direkt vor jener von MERCEDES GP PETRONAS fuhr. Michaels erster Stopp dauerte logischerweise wegen des Flügelwechsels ungewohnt lang.

Die anderen Teams, die Stopps unter 21 Sekunden absolvierten, waren: Red Bull (ebenfalls sechs), Force India (drei), McLaren (einer) und Renault (einer). Von den vier schnellsten Stopps des Tages stammten zwei von MERCEDES GP PETRONAS - die anderen beiden, darunter der Schnellstes des Tages, gelangen Red Bull.

Bei so vielen Boxenstopps ist die Rolle der Mechaniker wichtiger denn je. Die Ergebnisse in dieser Saison zeigen bislang, dass die Entschlossenheit und die Performance der MGP-Truppe unschlagbar ist.

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