Back
Back

Der Staub legt sich (endgültig) – Interlagos

Der Staub legt sich (endgültig) – Interlagos

Interlagos... So viele Weltmeisterschaften wurden hier entschieden, manche wurden gewonnen und andere in der letzten Kurve verloren... Selbst mit dem Aufkommen brandneuer Hightech-Strecken samt erstaunlicher Fahrerlager-Gebäude, ist das einzigartige Interlagos DER Ort, um die Saison mit einem Höhepunkt abzuschließen. Obwohl die Saison 2011 nicht bis zum letzten Rennen damit wartete, seine Champions zu küren, reiste jeder mit dem Vorhaben nach Brasilien, dass es eine Menge zählt.

Aus Sicht des Teams ging es vor allem darum, das Jahr 2011 mit dem positiven Trend abzuschließen, den wir in den letzten paar Rennen der Saison mit guten Top-6-Resultaten gezeigt hatten. Die beiden Trainings am Freitag liefen gut für das Team. Nico und Michael spulten gemeinsam 137 Runden ab, nur fünf Runden weniger als zwei komplette Renndistanzen.

Die Rundenzeiten waren gut und nicht weit von den Pace-Settern entfernt, obwohl Michael und Nico von kniffligen und rutschigen Bedingungen berichteten. Man kann durchaus sagen, dass das Team das letzte Qualifying des Jahres mit ordentlichem Selbstvertrauen anging...

Nico

Nach einem produktiven Freitag samt Arbeit an der Balance des Autos, hatte Nico eine gute Qualifying-Session am Samstag. Nach einem geradlinigen Q1, fuhr Nico lediglich drei Runden in Q2. Das genügte, um in 1.12:569 Minuten die zweitbeste Rundenzeit der Session zu erzielen, nur 0,123 Sekunden entfernt von Vettels schnellster Runde in Q2. Aus diesem Grund war jeder recht optimistisch, als die Ampel zum Start des dritten Qualifying-Segments auf Grün sprang. Nico fuhr eine Runde auf gebrauchten Reifen, absolvierte dann zwei Runden, um die Reifen auf Temperatur zu bringen, dann folgte ein Lauf auf neuen Reifen.

Unglücklicherweise gelang es Nico nicht, seine Reifen genügend aufzuwärmen, und so fuhr er die siebtschnellste Zeit (Es gelang ihm, sich im ersten Sektor zu verbessern, im zweiten allerdings nicht...). Obwohl er das Gefühl hatte, dass mehr möglich gewesen wäre, befand Nico, "die Mission erfüllt zu haben", denn er ließ einen der Ferraris hinter sich und schaffte es sogar, einen Satz der Option-Reifen für das Rennen aufzusparen.

Ein großes Fragezeichen stand am Sonntagmorgen hinter dem Regen, denn rund um die Strecke gab es Schauern, die näher kamen und auf dem Radar größer wurden, bevor sie sich dazu entschlossen, zu verschwinden. Hightech-Ausrüstung oder nicht, "Irgendwann wird es regnen...", war die beste Einschätzung, die alle Vorhersagen kurz vor der Einführungsrunde geben konnten!

Leider lief es für Nico im Rennen nicht so gut wie bei seinen Qualifying-Sessions, denn er verlor schnell einen Platz an Felipe Massa. Zwischen dem brasilianischen Piloten und Adrian Sutils Force India versuchte Nico, nah an den Führenden dran zu bleiben. Leider überhitzten seine Reifen bereits im ersten Teil des Rennens, denn die Temperaturen waren höher als angenommen.

Nico hatte zudem mit Übersteuern und der Balance seines Autos zu kämpfen. "Versuche, sorgfältig mit deinen Reifen umzugehen", ist ein Satz, den die Fahrer hassen, wenn sie ihn aus dem Teamfunk hören, während sie versuchen, so schnell wie möglich zu fahren. Doch das war genau das, was Nico während des Nachmittags häufig tun musste...

Nico steuerte in der 16. Runde die Box für einen Satz neuer Option-Reifen an, doch dem Team war bewusst, dass Adrian Sutil auf Force India mit seinen drei Stopps ziemlich schnell war. Um seinen Landsmann zu besiegen, wurde Nico auf eine Zwei-Stopp-Strategie gesetzt. Die beiden Fahrer lieferten sich ein rundenlanges, schönes Duell und Nico gelang es in der 40. Runde am Ende der Geraden die nötigen Meter zu finden, um vorn zu bleiben. Doch Sutil schaffte es, in der 41. Runde zu überholen...

Nico legte in der 42. Runde einen weiteren Boxenstopp ein und von dort aus ging es bei ihm darum, im letzten Stint auf die Reifen aufzupassen. Nach Sutils letztem Boxenstopp lag Nico vorn, doch trotz Nicos größter Bemühung gelang es dem Force India Piloten abermals, zu überholen. Alles in allem war es ein enttäuschendes Resultat für Nico, der das Rennen mit dem Anspruch in Angriff genommen hatte, wenigstens einen der Ferraris zu besiegen.

Michael

Wieder einmal in diesem Jahr entschied sich Michael für eine "strategische" Herangehensweise des Qualifyings am Samstag. Aus einem Grund, mit dem sich das Team am Samstagabend beschäftigte, wurde Michael während Q1 schnell bewusst, dass wir seine Rundenzeiten aus dem Freien Training am Vormittag nicht erreichen konnten.

Nachdem sich Michael in Q1 einen Bremsplatten zugezogen hatte, entschied er sich dazu, in Q3 nicht zu fahren. Er sparte sich einen frischen Reifensatz für den folgenden Tag und begann das Rennen vom zehnten Startplatz.

Das passiert selten - Michael verlor eine Position während der ersten Runde des Rennens! Obwohl Michael abseits der Linie Boden gut machte, wurde er auf der Außenseite von Kurve zwei auf den Kerbs aufgehalten und Di Resta schaffte es, ihn zu überholen. Doch in der zweiten Runde hatte Michael seinen Platz wieder inne und begann dank guter und konstanter Pace, näher und näher an den neuntplatzierten Bruno Senna heran zu gelangen. Michael versuchte, den Lotus-Renault Fahrer zu Beginn der zehnten Runde in Kurve eins zu überholen, doch dieser Versuch endete leider in einer Kollision der beiden Piloten...

Es war ein typischer Rennzwischenfall, wahrscheinlich dadurch verursacht, was Michael als "fehlende Erfahrung" seitens Senna beschrieb. Nicht so schlimm für Michael - "Solche Dinge passieren", sagte er nach dem Rennen. Trotzdem endete die Kollision in einem außerplanmäßigen Boxenstopp für Michael, der sein Rennen so ziemlich ruinierte, als er als Letzter in Runde elf wieder auf die Strecke abbog.

Von dort an kämpfte Michael so hart wie möglich und hoffte auf Regen... doch der sollte niemals auftauchen. Die meiste Zeit von Michaels Rennen wurde damit verbracht, an der Balance seines Autos zu arbeiten, die durch den Aufprall beeinträchtigt wurde. Doch dank guter Kommunikation zwischen Michael und dem Kommandostand gelang es, dies für den letzten Stint in den Griff zu bekommen.

Trotz guter Pace (Er beendete das Rennen mit der fünftschnellsten Rundenzeit in 1:16.681 Minuten) schaffte es Michael nicht mehr in die Punkteränge und schloss das Rennen als 15. ab. Nicht der beste Weg, die Saison abzuschließen, doch zweifellos wird Michael alles versuchen, die kommende Saison besser zu beginnen!

Team

Aus der Sicht des Teams wurden alle Boxenstopps gut ausgeführt, drei von vier Stopps lagen unter 21 Sekunden. Unser Team hatte den schnellsten Durchschnitt des Wochenendes - sowie der ganzen Saison. Gut gemacht, Jungs.

Die Saison 2011 ist zwar vorbei, doch wie es in der geschäftigen Welt der Formel 1 üblich ist, ist es vielmehr ein Fall von "Kaum Zeit zum Ausruhen haben". Alle sind zu 100 Prozent auf 2012 fokussiert und vor dem Team liegt ein arbeitsreicher Winter, um die Lücke zu den Top-Teams zu schließen.

Unser Ziel hat sich nie geändert - wir wollen, müssen und werden regelmäßig um Podiumsplätze kämpfen. Dort müssen wir stehen und das ist, was Ihr - unsere Fans - verdient.

Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um uns für die stetige Unterstützung auf der Website, bei Facebook, Twitter und den Rennen zu bedanken. Ihr alle, überall in der Welt, macht dies möglich und Ihr werdet die Ersten sein, mit denen wir unsere künftigen Erfolge teilen werden.

Wir halten Euch über unsere Fortschritte während des Winters auf dem Laufenden. Behaltet diese Seite und unsere Social Media Channels im Auge. Lasst es Euch in der Zwischenzeit gut gehen, genießt die Feiertage und wir werden uns bald wiedersehen!

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome