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Der Staub legt sich in Spa: Zurück in der Schule

Der Staub legt sich in Spa: Zurück in der Schule

Nach unserer obligatorischen, zweiwöchigen Pause, war MERCEDES GP vergangene Woche zurück bei der Arbeit. Nur ein paar Tage, um alles für Spa vorzubereiten, die Trucks zu beladen, sich wieder auf den Weg zu machen… erstaunlich, wie wir in zwei Wochen alles vergessen können – und wie schnell die Gewohnheiten anschließend zurückkehren. Reiseausrüstung, Sitzplatzreservierung, Transfer, Sicherheitschecks, Flug, Transfer, Hotel, Strecke, Transfer, Flug, Fabrik, Heim…

Nach einem harten ersten Tag war die Routine zurück. Und wie wir diese Routine vermisst haben! Wo ist es besser nach einer Pause, die den Fans wie eine Ewigkeit vorkam, das Comeback der Formel 1 in Spa abzuhalten?

Der Belgien Grand Prix ist dank des unberechenbaren Wetters und der sieben Kilometer langen Strecke immer ein Event, das die Fahrer bewundern und Strategen lieben es, es zu hassen.

Für das Team hat die Art der Strecke, mit ihren langen Geraden, in Kombination mit der Kraft des Mercedes-Motors dazu geführt, dass das Wochenende zumindest auf dem Papier ein Gutes werden sollte. Aber das Wetter und die anderen Teams geben viele Faktoren, die ein gut erwartetes Wochenende ruinieren können.

Ein weiteres Element, das unser Wochenende gewürzt hat, war Michaels ganz besondere Feier… seine Formel 1-Karriere startete vor 20 Jahren auf dieser Strecke. Michael war sehr angespannt, um das Wochenende noch besonderer zu machen, als es ohnehin schon war. Was folgte war einer seiner besten Kämpfe bislang in dieser Saison!

MICHAEL

Freitag entpuppte sich als ein typischer Spa-Tag – es fing früh an zu regnen und viele Fahrer hatten eine begrenzte Anzahl an Trockenrunden – vier Runden für unsere beiden Fahrer, um genau zu sein. Das Team nahm wenige Setup-Änderungen vor, aber Michael war sehr zuversichtlich.

Was am Samstag folgte war leider Fakt eines Rennwochenendes. Die besten Athleten der Welt trainieren so hart wie sie können, um fit zu sein, aber Verletzungen schließt das nicht aus. Dieselbe Regel kann auch in der Formel 1 gelten und Ausbildung, Praxis und Professionalität schließen viele Vorfälle aus – aber nicht alle. Als Michael die Box verließ, um an Q1 teilzunehmen waren seine vier Reifen in Ordnung, aber sein rechtes Hinterrad löste sich in der ersten Runde nach Kurve sieben. Nach der Überprüfung hinterher ergab sich, dass die Radmutter überdreht war… ein Rennunfall, der Michael ohne Zeit auf die 24. Position in der Startaufstellung am Sonntag setzte. Nicht der beste Weg, um sein Jubiläum zu feiern, aber am Samstagabend, während der Feier im Motorhome, wurde anhand seiner Körpersprache und der Haltung gegenüber den Menschen um ihm herum und dem Team deutlich, dass wir am Sonntag etwas Besonderes erwarten konnten. Und das haben wir!

Michael ist mit erstaunlichen Comebacks vertraut, besonders in Spa. Im Jahr 1995 startete er vom 16. Platz aus und fuhr bis zum Sieg. So ziemlich jeder hatte dieses Rennen im Hinterkopf, als alle Autos in der Startaufstellung standen. Zwei Minuten und acht Sekunden später, am Ende seiner ersten Runde, war Michael schon auf dem 14. Rang. Die Entscheidung, das Rennen mit harten Reifen zu starten, war eine gute Entscheidung der Boxenmauer – und das Safety-Car, was aus Michaels Sicht in einem perfekten Moment kam – bedeutete, dass er in der Lage war, sich durch das Feld zu kämpfen und eines dieser besonderen Rennen abzuliefern.

Nach seinem frühen Stopp in der vierten Runde fuhr Michael konstante Rundenzeiten, durchschnittlich rund 1:55 Minuten, abgestimmt auf Jenson Button und Mark Webber, die etwa zu selben Zeit die Box ansteuerten. Seine Überholmanöver, kombiniert mit einigen schönen defensiven Zügen, machten es zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Als noch zehn Runden zu fahren waren überholte Michael Sutil auf dem sechsten Platz, unmittelbar hinter Nico. Auf dem weichen Reifen im Vergleich zu den harten von Nico, konnte Michael schnell auf seinen Teamkollegen aufholen. Das Team wies beide Fahrer darauf hin, dass sie frei fahren dürfen, solange alles fair bleibt. Michael fuhr pro Runde eine Sekunde schneller als Nico und überholte seinen Teamkollegen schließlich in Runde 41, was ihn auf den fünften Platz brachte.

Michael behielt diese Position bis zur Zielflagge und lieferte eines seiner besten Ergebnisse für das Team ab… aber auch eines seiner eindrucksvollsten Rennen seit des Comebacks! Action, Emotionen – Michaels Gesicht am Ende des Rennens zeigte, wie sehr er dieses genossen hat und was es ihm bedeutet hat – kein schlechter Weg, um ein Jubiläum zu feiern, oder?!

NICO

Nico konnte am Samstag im Qualifying mit Platz fünf ein weiteres gutes Resultat einfahren, 0,3 Sekunden von Massas Zeit entfernt und mit Alonso und Button zwei ehemalige Weltmeister hinter sich gelassen. Eine solide Fahrt kombiniert mit guten Entscheidungen der Boxenmauer – Nico war bei den schnell wechselnden Bedingungen in jeder Session im richtigen Moment auf der Strecke – haben dazu geführt, dass er wiedermal das Beste aus dem Auto holen konnte.

Sein Start am Sonntag war auch nicht schlecht, seine Reflexe und der langsame Start Webbers haben dabei geholfen, dass er schon in der Eau-Rouge die zweite Position innehatte. Es ist erstaunlich, dass Michael und Nico bei den 22 Starts in dieser Saison (in Kanada wurde hinter dem Safety-Car gestartet) nur drei Mal Positionen verloren haben!

Das Beste für Nico war aber, als Vettel auf dem Weg zur Les Combes in seinem Spiegel sehen musste, wie der Silberpfeil mit der Nummer acht näher und näher kam… bis Nico sein Manöver fuhr und die Führung übernahm. Nico führte das Rennen zwei Runden an, bis Vettel ihn wieder überholte, bis der Red Bull-Pilot in der fünften Runde stoppte. Sein erstaunlicher erster Teil des Rennen, kombiniert mit einem großen Schub, um die Zwei-Stopp-Strategie zum Funktionieren zu bringen, bedeuteten, dass Nico mehr Kraftstoff nutzte als erwartet – und auch die Safety-Car-Phase half nicht, um Sprit zu sparen – so dass er gegen Ende des Rennens sparen musste.

Die zynischen Formel 1-Fans sprangen sehr schnell auf den “Save Fuel”-Funkspruch an und beschrieben ihn als versteckte Teamorder, aber am Sonntag waren wir weit von der drastischen Art Kraftstoff zu sparen wie in China entfernt. Nico wurde angewiesen am Ende der Geraden früher zu bremsen, was seine Rundenzeiten nicht signifikant veränderte. Als Nico die Nachricht bekam, lag Alonso bereits 15 Sekunden vor ihm und es war realistischer, den fünften und sechsten Platz als bestmögliches Ergebnis für das Team zu erreichen. Der Unterschied zwischen unseren beiden Fahrern kamen von den unterschiedlichen Reifen und Nico wusste, dass der sechste Platz ein gutes Ergebnis für das Team ist.

Ein fünfter und sechster Platz bedeutet, dass wir mit 18 Punkten unserer bestes Ergebnis des Jahres gesichert haben. Der Vorsprung auf Lotus Renault GP ist auf 30 Punkte angewachsen, aber realistisch gesehen, ist der Rückstand auf die Top-Drei noch vorhanden, wie die Pace im Mittelteil des Rennens gezeigt hat.

Eine Formel 1-Weltmeisterschaft ist ein niemals endender Kampf, der uns das nächste Mal mach Monza bringen wird, eine Strecke mit 83% Vollgasanteil. Vederti lì!

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