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Der Staub legt sich: Monaco

Der Staub legt sich: Monaco

Nun gut, unser Ausflug nach Monaco lässt sich wohl am besten als "Wochenende zum Vergessen" beschreiben. Zwei heftige Unfälle (von Michael im ersten Training am Donnerstag und Nico im dritten Training am Samstag), ein Ausfall für Michael im Rennen und ein enttäuschender elfter Platz für Nico - da hatten wir uns eindeutig mehr erhofft, als wir am letzten Montag aus Barcelona in Monaco ankamen.

Dennoch werden wir das Wochenende nicht vergessen, und zwar gleich aus zwei Gründen. Es mag sich wie ein Klischee anhören, aber in der Formel 1 ist es eine der goldenen Regeln: Das Team wird unzählige Daten durchgehen, um herauszufinden, was schief gelaufen ist, sicherzustellen, dass es nicht noch einmal schief läuft und genau zu erfahren, wo unser Wochenende nach einem viel versprechenden Start aus dem Ruder gelaufen ist.

Wir werden das Wochenende aber auch deswegen nicht vergessen, weil zwischen dem Chaos und den beiden Einsätzen des Medicals Cars, die sich niemand wünscht, die Magie von Monaco durchblitzte.

Nach Nicos Unfall am Samstagvormittag kam das Auto erst 30 Minuten nach Sessionende in der Box an, also 90 Minuten vor dem Beginn des Qualifyings. Nur sehr wenige Leute hätten zu diesem Zeitpunkt darauf gewettet, dass Nico daran teilnehmen würde. Aber unsere Jungs in der Box haben es geschafft.

In diesen 90 Minuten, in denen die Boxengasse in Monaco mit Fans und Gästen überfüllt war, sah man echtes Teamwork. Nicos Mechaniker und viele von Michaels Mechanikern arbeiteten ohne Pause am Wiederaufbau des Autos - die meiste Zeit war es still, spannend und herrschte ein enormer Druck. Als die Fahrzeugnase angesetzt wurde, klatschen sogar Fans mit Kappen und T-Shirts der Konkurrenz Beifall - und die Jungs in der Box klatschten sich ab. Nico gelang es sogar, bis ins Q3 vorzustoßen.

Die wahre Geschichte des Wochenendes erlebten wir in einem harten Rennen am Sonntag. Hier ist unsere Analyse dessen, was passiert ist...

Während Nico einen ziemlich guten Start hatte und sich von acht auf fünf am Ende der ersten Runde verbesserte, hatte Michael damit zu kämpfen, dass sein Anti-Stall-System plötzlich eingriff. Ein kleines Rendezvous mit Lewis Hamilton in der ersten Kurve bedeutete, dass Michael seinen beschädigten Frontflügel wechseln lassen musste. Somit lag er weit zurück. Sein Rennen endete mit einem Airbox-Feuer in Runde 33.

Das größte Problem des Teams war jedoch, dass wir den ersten Reifensatz nicht länger als für zehn oder zwölf Runden nutzen konnten. Die superweichen Reifen bauten sofort ab und hatten schon sehr bald Graining, was unser Rennen beeinträchtigte und die Fahrer dabei behinderte, ihre Positionen zu verteidigen. Michael und Nico mussten ihren ersten Boxenstopp früher als geplant absolvieren und das kostete auf einer überholfeindlichen Strecke wie Monaco viele Positionen. Das Team untersucht die Reifensituation genau, da die Probleme nach der guten Pace in den Trainings überraschend für uns kam.

Nach den back-to-back Rennwochenenden in Barcelona und Monaco geht es jetzt nach Montreal. Ein Rennen, auf das sich alle freuen.

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