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Der Staub legt sich – Rennanalyse Malaysia

Der Staub legt sich – Rennanalyse Malaysia

"Ein gutes Puzzle ist eine faire Sache. Es ist sehr klar und das Problem hängt nur von dir ab." Puzzle, Rätsel. Das sind die Worte, die dem Team am Ende des Wochenendes in Malaysia durch den Kopf geisterten.

Nach einem schwierigen Wochenende in Melbourne, an dem das Team vom Verhalten der Reifen im Rennen überrascht worden war, nutzten die Ingenieure die kurze Zeit bis Malaysia, um an einer Verbesserung des Renn-Setups zu arbeiten, um sicherzustellen, dass sich diese Probleme nicht wiederholen.

Das Team ging recht zuversichtlich in die Freitags-Trainings, da es der Ansicht war, das Problem sei, wenn schon nicht komplett gelöst, zumindest verstanden worden - und dank einiger neuer Lösungen beim Setup schienen sie bei den hohen Temperaturen von Sepang und den dort vorhandenen schnellen Kurven unter Kontrolle.

Beide Fahrer konnten bei den Longruns in den zwei Trainings konstante Runden fahren, sie arbeiteten dabei für das Rennen und konzentrierten sich auf die Reifen-Konstanz und -Haltbarkeit. Insgesamt wurde am Freitag eine gute Basis erarbeitet und das Abschlusstraining am Samstagmorgen bestätigte, dass das Team in die richtige Richtung ging.

Wie in Australien fuhren Michael und Nico einen einzelnen Run in Q1 und hatten die Leistung, um das in Q2 zu wiederholen. Leider sorgte eine gelbe Flagge nach einem Ausritt eines anderen Autos dafür, dass beide Fahrer vom Gas mussten und sich ihr Plan von nur einem Run nicht durchführen ließ. Michael und Nico mussten einen weiteren Satz der Option-Reifen nutzen, was bedeutete, dass sie nur einen Run in Q3 hatten - ursprünglich waren zwei geplant gewesen (wie das die meisten Fahrer in Q3 machten).

Nichtsdestotrotz sicherte sich Michael mit der drittbesten seinen besten Startplatz seit seinem Comeback 2010 (und seinen ersten Top-3-Platz im Qualifying seit dem Japan Grand Prix 2006) und er lag nur 0,172 Sekunden von Hamiltons Pole Position weg. Nico kostete ein Fehler in Kurve eins leider ein paar Zehntel, zudem hatte er dadurch einen Bremsplatten. Er qualifizierte sich als Achter, aufgrund von Kimi Räikkönens Strafe für einen Getriebewechsel rückte er aber auf Platz sieben vor.

"Das nette an einem Puzzle ist, man weiß, dass es eine Lösung gibt"

Als die Autos am Sonntag in der Startaufstellung ankamen, war sich jeder bewusst, dass zum ersten Mal im Laufe des Wochenendes Regen fallen würde. Die Vorhersage war klar: Schauer sind im Anmarsch. Exakt zehn Minuten vor Beginn der Einführungsrunde erreichte der Regen die Strecke.

Die meisten Autos wurden noch vor dem Start des Rennens auf Intermediates umgerüstet. An einigen Stellen war die Strecke noch trocken, an anderen hingegen komplett nass. Unsere Fahrer hatten nicht die besten Starts. Michael wurde nach einer Berührung mit Romain Grosjean in der vierten Kurve umgedreht, was ihn bis zum Ende der ersten Runde auf den sechszehnten Platz zurückwarf. Durch die sich verschlechternden Bedingungen wurde das Rennen nach neun Runden unterbrochen.

Beide Fahrer kamen noch vor der Unterbrechung in der fünften Runde zum Reifenwechsel an die Box, um auf Regenreifen umzusatteln. Nach dem Restart hatten Michael und Nico Probleme, das Maximum aus ihren Reifen herauszuholen. Deswegen waren sie nicht in der Lage, um Positionen zu kämpfen. Wie Ross es anschließend beschrieb, "es gab kleine Fenster, in denen es den Anschein hatte, dass wir die Reifen zum Arbeiten bringen würden. Dann gab es wieder Momente, in denen wir komplett aus dem Fenster rausfielen."

Durch diese Inkonstanz fiel Nico vom vierten Platz beim Restart weiter zurück. Michael konnte sich im Mittelfeld leicht nach vorne kämpfen. Während niemand im Team mit dem einen Punkt zufrieden sein kann, den Michael für seinen zehnten Platz erzielte, half uns das Wochenende dabei, unser Puzzle weiter zusammen zu setzen. Das Team ist inzwischen wieder zurück im Werk und kann sich in Ruhe auf den bevorstehenden China Grand Prix vorbereiten.

Unabhängig von unseren eigenen Baustellen scheint sich eine tolle Saison zu entwickeln. Sieben Teams lagen in Australien in den Top-10, neun in Malaysia. Im zweiten Qualifying-Segment bei beiden Rennen lagen die Top Ten sogar innerhalb einer Sekunde! Es ist unglaublich eng. Kleine Details machen in diesem von Wettbewerb geprägten Umfeld einen großen Unterschied aus.

Wir wissen aber auch, dass unser Auto das Potential hat. Unsere Qualifying-Resultate haben bereits die aus dem vorigen Jahr getoppt. Wir wissen bereits jetzt, dass unser Auto näher an die Spitze herangerückt ist als zuvor. Wenn wir den Schlüssel dazu gefunden haben, unsere Reifen konstant zu nutzen, kann man davon ausgehen: Die Silberpfeile werden bereit sein, wirklich zu fliegen...

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