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Der Staub legt sich: Spanien

Der Staub legt sich: Spanien

Zahlen und Statistiken sind normalerweise recht langweilig. In unserem Hintergrundartikel letzte Woche erwähnten wir, dass 16 der letzten 20 Rennen in Barcelona von der Pole Position gewonnen wurden – genau das haben dann wahrscheinlich auch viele Leute auf den Tribünen und vor den TV-Geräten erwartet. Aber wie es so oft im Leben ist, sind Statistiken dazu da, gebrochen zu werden – genau das geschah am Sonntag.

Für einen Grand Prix, der normalerweise recht ruhig verläuft und nur wenig Überholmanöver bietet, war der 2011er Spanien GP sehr spannend. Das Wetter war ebenfalls gut und die Temperaturen stiegen das gesamte Wochenende über an.

Das Rennen bewies, dass das Team auf dem richtigen Weg ist, obwohl wir noch nicht dort kämpfen, wo wir sein wollen – an der Spitze. Die Updates der anderen Teams funktionierten gut und das Team weiß, dass es noch viel Arbeit zu tun gibt.

Beide Fahrer lieferten ein solides Rennen ab und hatten dabei sogar „etwas Spaß“, wie Nico es bezeichnete. Gemeint ist damit ein enger, aber fairer Zweikampf auf der Strecke. Also, blicken wir auf unsere Performance vom vergangenen Sonntag...

MICHAEL

Nach einem KERS-Problem an seinem Auto am Samstag und ohne eine gezeitete Runde im Q3 gefahren zu sein, sparte Michael einen Reifensatz für das Rennen, das er von Platz zehn begann.

Er hatte einen guten Start, was ein Schlüsselmoment für den Rest seines Rennens sein sollte – er machte vier Positionen auf der ersten Runde gut. Bislang hat Michael in diesem Jahr durchschnittlich 2,5 Plätze auf der Startrunde jedes Rennens gutgemacht.

Für die meiste Zeit des Rennens lag er auf Platz sechs. Er stoppte drei Mal in den Runden 10, 26 und 41. Michael fuhr auf den ersten drei Stints mit den Option-Reifen und zeigte dabei eine sehr gute und konstante Pace – besonders angesichts seiner Probleme mit Übersteuern und der Fahrzeugbalance. Er lieferte seine bisher beste Rennperformance in dieser Saison ab.

NICO

Das Team konzentrierte sich an diesem Wochenende auf die Rennpace und deshalb war Nico nicht allzu enttäuscht mit seinem siebten Startplatz vom Sonntag: Genau genommen war es seine beste Startposition auf dem Circuit de Catalunya aus sechs Teilnahmen. Wie Michael hatte auch Nico einen ziemlich guten Start. Er verlor nur einen Platz an seinen Teamkollegen.

Danach fuhr Nico die gleiche Strategie wie Michael. Er stoppte jeweils eine Runde später in den Umläufen 11, 27 und 42.

Das Rennen verlief jedoch nicht so glatt, wie man meinen könnte. Nico hatte technische Probleme an seinem Auto – er verlor schon früh im Rennen die Funkkommunikation zu seinen Ingenieuren und wurde von einem DRS-Problem beeinträchtigt.

Dieses Problem machte Überholmanöver für Nico nahezu unmöglich – abgesehen von ein paar versuchten Angriffen auf der Innenseite gegen Michael im Kampf um Platz sechs. Platz sieben war somit das beste Ergebnis, das Nico in diesem Rennen erreichen konnte.

THE TEAM

Schon vor der ersten Session stand das Ziel des Teams für dieses Wochenende fest: Wir wollten unsere Rennpace verbessern. Dem Team war klar, dass die Qualifying-Performance darunter leiden würde und dass wir mit „vernünftigen“ Startplätzen zufrieden sein müssten.

In der Formel 1 machen alle Teams stetig Fortschritte und der Rückstand auf die Spitze ist noch immer ziemlich deutlich. Das Ergebnis am Sonntag war das Bestmögliche, was das Team diesmal erreichen konnte – wir müssen also noch Boden gutmachen auf die Autos an der Spitze. Daran arbeiten wir hart.

Wenn man mehr Positionen verteidigt als selbst angreift, ist es wichtig, dass jedes Detail stimmt. Die Boxenmannschaft setzte ihre außergewöhnlich gute Arbeit fort und es bedeutet viel, wenn man bei sechs Boxenstopps konstant gut ist: Nico absolvierte in Runde 27 den schnellsten Stopp des Tages (19.534). Dabei hatte er auch die schnellste Gesamtzeit in der Box von allen Drei-Stoppern (1:00576). Heidfeld verbrachte am Sonntag 3,5 Sekunden länger in der Box und kam weniger als eine halbe Sekunde hinter Nico ins Ziel – das zeigt, wie wichtig die Boxenarbeit ist.

In der Formel 1 gibt es aber keine Magie. Übung macht den Meister. Als nächstes steht Monaco an – ein Rennen, das man am besten mit „unvorhersehbar“ beschreibt. Für die besten Strategen der Welt ist es eine echte Herausforderung. Wir freuen uns darauf.

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