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EIGENE WORTE: “Ich glaube, P3 war drin” – Valtteri

EIGENE WORTE: “Ich glaube, P3 war drin” – Valtteri

Auf dieser Strecke ist es alles, den Rhythmus zu finden

Valtteri, du bist von Platz drei gestartet und auf Platz vier ins Ziel gekommen. Wie lief dein Rennen?

"Natürlich ist es enttäuschend, denn ich glaube, dass der dritte Platz möglich gewesen wäre. Mit fünf Hundertsteln besser im Qualifying hätte es ein komplett anderer Sonntag werden können. Wir hatten definitiv mehr Pech im Vergleich zu Red Bull und (Daniel) Ricciardo. Während ich hinter (Carlos) Sainz festhing, überhitzten die Bremsen. Daniel konnte derweil großartige Rundenzeiten fahren. Die Pace der Red Bull war sehr stark. Sie haben uns richtig gefordert. Sie sahen eine Chance und ergriffen sie. Deshalb ist es schon enttäuschend, die Punkte so zu verlieren. Kurz vor dem Boxenstopp bekam ich etwas mehr Probleme als die Red Bull mit den Hinterreifen. Der Reifenabbau war größer als erwartet. Die ersten Hochrechnungen besagten, dass wir fast das ganze Rennen mit einem Reifensatz würden fahren können. Aber das ging heute überhaupt nicht - zumindest bei uns. Wir sind mit der Anzahl an Punkten, die wir aus Monaco mitnehmen, definitiv nicht zufrieden."

Wie hat sich das Auto während des Rennens verhalten?

"Es war definitiv nicht die ganze Zeit im Fenster. Wir hatten ganz schön mit den Überrundungen zu kämpfen. Wenn wir etwas Pace verloren haben, verloren wir gleichzeitig auch etwas Temperatur an den Vorderreifen. Wir verloren auch viel Zeit mit dem Managen der Bremsen, da die Bremszangen überhitzten. Deshalb musste ich weicher bremsen und die Bremsbalance verstehen. Dadurch verloren wir viel Zeit. Wenn man das macht, verliert man den Rhythmus und in Monaco musst du die ganze Zeit pushen. Auf dieser Strecke ist es alles, den Rhythmus zu finden. Hier ist es nicht gut, wenn du vom Gas gehen und Rollen oder auf die Temperaturen achten musst."

Es ist ein schmaler Grat hier in Monaco

Was sind die Gründe für die Probleme mit den Reifen?

"Wir haben damit zu kämpfen, eine gute Fahrzeugbalance zu finden. Das gilt besonders in den ganz langsamen Kurven. Ich kämpfte mit der Stabilität am Heck und wenn das Heck nicht stabil ist, nimmst du die Vorderreifen nicht hart genug ran und sie fangen nicht an zu rutschen. Wenn das Heck hingegen stabil ist, untersteuern die Vorderreifen leicht und kommen mehr auf Temperatur. Wenn du schneller durch die Kurve fährst, bedeutet dies mehr Temperatur und Energie in den Reifen. Aus irgendeinem Grund funktionieren bei Ferrari immer beide Achsen - vorne und hinten. Wir bekommen das nicht immer so hin. Sie leisten momentan besser Arbeit."

Lewis und du hattet ein ordentliches 1. Training und dann ein problematisches 2. Training. Danach bist du wieder in die Spur gekommen, aber Lewis nicht. Warum glaubst du, was das so?

"Im ersten Training hatten wir beide zu kämpfen. Mein drittes Training war etwas besser mit ein paar schnelleren Runden. Das Setup war relativ identisch. Das Auto war an diesem Wochenende nicht einfach zu fahren und hier kommt es darauf an, einen guten Rhythmus und Vertrauen zu haben. Dann kann man viel Rundenzeit finden. Er machte im Q2 einige Fehler und hatte etwas Verkehr, deshalb bekam er die Rundenzeit nicht hin. Ich hatte einige schöne Runden hintereinander und konnte darauf aufbauen. Es ist ein schmaler Grat hier in Monaco. Er schien etwas mehr Probleme mit der Fahrzeugbalance zu haben als ich an diesem Wochenende."

Wie eng war es mit Daniel Ricciardo beim Re-Start?

"Es ist hier so schwierig, eine Position gutzumachen. Ich versuchte, meinen Platz abzusichern und suchte nach einer Lücke. Aber es gab keine. Nach der Safety Car-Phase dachte ich, dass es eine Chance geben würde. Aber dann sah ich die Leitplanke immer näher kommen. Es gab keinen Platz, um auszuweichen. Das war die einzige Möglichkeit, um die Position zurückzuholen."

Das Team kennt mein Potential

Wenn du dir die Rennpace von Red Bull ansiehst, mischen sie jetzt auch vorne mit?

"Vorerst war es nur in Monaco. Das ist jedenfalls mein Gefühl. Es ist eine ganz eigene Strecke. Es kommt nur auf Abtrieb und mechanischen Grip an. Man braucht ein gutes Auto über die Bodenwellen. Kanada ist ganz anders. Es gibt viele mittelschnelle Kurven und Schikanen. Aber ich glaube schon, dass sie früher oder später dabei sein werden. Sie sind ein starkes Team, das starke Autos bauen kann. Wir dürfen sie niemals unterschätzen. Aber ich glaube, dass Kanada für sie schwieriger sein wird."

Ferrari scheint einen klaren Nummer 1- und Nummer 2-Fahrer zu haben. Wärst du bereit, die zweite Geige zu spielen?

"Ich weiß nicht, was im Rennen zwischen den beiden Ferrari vorgefallen ist. Aber wir sind noch nicht an diesem Punkt angelangt. Ich glaube, dass ich an diesem Wochenende eine gute Performance gezeigt habe. Es ist noch ein langer Weg. Das Team kennt mein Potential."

Leidest du mit deinem Landsmann Kimi Räikkönen. Er hat schon lange kein Rennen gewonnen und hier wieder die Chance verloren...

"Natürlich wäre es schön gewesen, einen Finnen siegen zu sehen. Das ist Fakt. Kimi hat sich über meinen ersten Sieg gefreut. Es wäre schön für ihn gewesen. Aber so ist der Rennsport. Ich bin nicht traurig für andere Fahrer. Wir kämpfen noch immer gegeneinander."

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