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EIGENE WORTE: “Die Mille Miglia erinnerte mich daran, warum es uns gibt” – Toto

EIGENE WORTE: “Die Mille Miglia erinnerte mich daran, warum es uns gibt” – Toto

Toto beschreibt das Leben auf der Straße bei einem der beliebtesten Automobil-Events der Welt und wie es einen bleibenden Eindruck bei ihm hinterließ...

„Meine Sicht der Dinge hat sich um 180 Grad gedreht“

Bis zum vergangenen Wochenende war die Mille Miglia für mich etwas, dass ich nur aus Büchern in einem verstaubten Bibliotheks-Regal kannte. Ich hatte die Geschichten über die großen Rennen oder die Heldentaten der Fahrer gelesen. Aber sie stammten aus der Vergangenheit und waren weit entfernt von dem Sport, in dem wir heute unsere Rennen austragen.

Nachdem ich jetzt vier Tage lang in einem Mercedes-Benz 300 SL Prototyp als Teil der modernen Mille Miglia durch Italien gefahren bin, hat sich meine Sicht der Dinge jedoch um 180 Grad gedreht.

Jeder Ort, durch den wir gefahren sind, steckte voller Leidenschaft, Respekt und Freundschaft – von den Städten über die Ortschaften  bis hin zu den kleinen Dörfern. Das ermutigte uns, schneller zu fahren, den Motor aufheulen zu lassen und die Begeisterung der Fans für diese unglaublichen Maschinen anzuheizen.

Und jedes Mal bekamen wir die gleichen Worte zu hören, begleitet von einem schelmischen Grinsen im Gesicht: „Forza Ferrari!“

„Es erinnerte mich daran, warum es uns wirklich gibt“

Es war eine Mischung aus freundschaftlicher Verbindung und einem Aufruf zum Wettkampf. Eine Erinnerung an die Leidenschaft und die Spannung, die unseren Sport umgeben. Aus diesem Grund nannte Enzo Ferrari die Mille Miglia das Rennen des Volkes.

Alle zwei Wochen reisen wir um die Welt und sprechen darüber, wie sich die Formel 1 zu einem Unterhaltungs-Event und einem weltweiten Business-Franchise entwickelt hat. So etwas spielt in der heutigen Welt natürlich eine wichtige Rolle.

Aber an diesen vier Tagen schossen wir in einem Auto mit dünnen Reifen, das in den 1950er Jahren Raketentechnik besaß, durch die italienische Landschaft. Diese vier Tage in Italien erinnerten mich daran, warum es uns wirklich gibt.

Es geht nicht ums Geschäft, noch nicht einmal darum, ein Entertainment-Paket zu erschaffen. Es geht um Leidenschaft, Mut, Emotionen, die Autos, die Fahrer und die Faszination, die sie auf die Fans ausüben.

Am Freitagabend fuhren wir im Dunkeln in Richtung Rom. Es regnete, die Scheibenwischer waren an und die Fenster offen. Als ich in diesem Moment daran dachte, was diese Helden vor mehr als 60 Jahren leisteten, bekam ich eine Gänsehaut.

„Sie waren echte Gladiatoren“

Egal ob Caracciola, Nuvolari, Sir Stirling Moss oder jeder andere der hunderten von Fahrern, die diese Herausforderung annahmen: Es war eine unglaubliche Geschicklichkeits- und Mutprobe, das Morgengrauen an der Startlinie in Brescia zu erleben, den Countdown zu hören und mit Vollgas in Richtung Rom und zurück zu brausen.

In jeder zweiten Kurve kam man an seine Grenzen. Sie waren echte Gladiatoren, angefeuert von Fans, die die Autos, die Geschwindigkeit und das Risiko liebten. Diese Erfahrung verschaffte mir neuen Respekt für die Legenden unseres Sports und eine neue Perspektive dafür, woher wir kommen.

Die offenen Straßen und die leidenschaftlichen Fans sind die Wurzeln unseres heutigen Rennsports. Einige Leute werden sagen, dass uns dies in der modernen F1 abhandengekommen ist. Aber ich bevorzuge es, zu denken, dass es die Seele ist, die wir in diesem Jahr wiederentdecken.

Jetzt, wo es in dieser Woche nach Monaco geht, ist es vielleicht der beste Zeitpunkt, um uns daran zu erinnern, wie der Motorsport die Leidenschaft in uns allen antreibt – eine Leidenschaft für Fahrzeuge, Wettbewerb und auch Kameradschaft.

„Das ist es, was unseren Sport ausmacht“

In der F1 stehen die Fahrer vor der größten fahrerischen Bewährungsprobe des Jahres – und das in den schnellsten Fahrzeugen in der Geschichte des Sports.

In Indianapolis stellt sich einer unserer großen Champions der besonderen Herausforderung des Indy 500. Weitere Helden, Profis und Amateure, nehmen es für 24 Stunden mit der „Grünen Hölle“ des Nürburgrings auf.

Das ist es, was unseren Sport ausmacht. An die Grenzen gehen, neue Herausforderung annehmen, mit der Gefahr flirten und die Emotionen unserer Fans anheizen.

Egal ob sie sich im Hafen von Monte Carlo, an den kurzen „short chutes“ Geraden in Indy oder den Eifelwäldern befinden, sie alle werden die gleiche Leidenschaft feiern – das schlagende Herz unseres Sports.

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