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BERICHT: Das Duell nimmt in Down Under seinen Lauf

BERICHT: Das Duell nimmt in Down Under seinen Lauf

Formel 1 meldet sich mit einem Knaller zurück: Doppel-Podium für die Silberpfeile in Melbourne

Doppel-Podium in Melbourne

Mercedes-AMG Petronas Motorsport feierte zum Auftakt der neuen Formel 1-Saison ein Doppel-Podium in Melbourne.

Lewis Hamilton führte das Rennen auf dem ersten Stint von der Pole weg an. Am Ende musste er sich jedoch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel geschlagen geben.

Valtteri Bottas belegte Platz drei - nur eine Sekunde hinter Lewis. Für den Finnen war es sein erstes Podium bei seinem Debüt für die Silberpfeile.

"Herzlichen Glückwunsch an Sebastian und Ferrari", sagte Lewis. "Ich weiß, dass sie lange auf diesen Sieg gewartet haben."

"Das ist der beste Beweis dafür, dass wir in dieser Saison alle Hände voll zu tun haben werden - diese Herausforderung reizt uns. Das wird großartig für die Fans."

Lewis erzielte mit seinem zweiten Platz auf dem Melbourne Grand Prix Circuit seinen 105. Podestplatz in der Formel 1

Lewis ist Zweiter in der Fahrer-Weltmeisterschaft

Lewis: Das war Pech, aber so etwas kommt im Rennsport vor

Lewis verlor nach seinem Boxenstopp wertvolle Zeit hinter dem Red Bull von Max Verstappen. Dennoch betonte er, dass Sebastian und Ferrari an diesem Tag einfach zu schnell waren.

"Uns ist ein richtig guter Start gelungen, das war fantastisch", fügte er hinzu. "Aber ich kämpfte von Anfang an mit dem Grip. Sebastian konnte mich bei den Rundenzeiten immer kontern und einfach schneller fahren."

"Gegen Ende des ersten Stints kam ich etwas in Verkehr und überhitzte dabei meine Reifen. Mir fehlte der Grip, sodass ich hereinkommen musste. Gleichzeitig wurde der Abstand geringer und ich rutschte viel herum."

"Wir entschieden uns für einen Boxenstopp, da mich Sebastian ansonsten ohnehin überholt hätte. Nach meinem Stopp steckte ich etwas im Verkehr fest. Das war Pech, aber so etwas kommt im Rennsport eben manchmal vor."

Valtteri: Ferrari war heute einfach schneller

Valtteri schlug nach einem kniffligen ersten Stint zurück und tauchte gegen Ende des Rennens in den Rückspiegeln von Lewis auf. Damit lag er deutlich vor seinem Landsmann im zweiten Ferrari, Kimi Räikkönen.

"Es gibt immer Dinge, die besser hätten laufen können. Aber dies ist ein guter Anfang für meine Zeit bei Mercedes", sagte er.

"Als Team betrachtet, haben wir richtig gute Arbeit mit dem Auto abgeliefert. Aber Ferrari war heute einfach schneller. Daran besteht kein Zweifel. Sie haben im Winter offensichtlich großartig gearbeitet."

"Aus meiner Perspektive war das größte Problem der erste Stint. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf der ultraweichen Reifenmischung nur herumrutschte. Mir fehlte vorne wie hinten der Grip, ganz besonders nach 10 Runden. Das war nicht einfach. Aber sobald wir die weichen Reifen aufgezogen hatten, fühlte sich das Auto großartig an. Es verhielt sich sehr schön und war richtig gut zu fahren. Schade, dass das erst ein bisschen zu spät der Fall war."

Valtteri komplettierte das Doppel-Podium für die Silberpfeile auf Platz drei

Bei seinem Debüt für das Team erhöhe Valtteri seine Top-3-Ergebnisse in der F1 auf eine zweistellige Zahl

Valtteri: Vor uns liegt noch eine lange Saison

Nach seinem ersten Podium in einem Silberpfeil blickt Valtteri bereits auf das zweite Saisonrennen in Shanghai nach vorne.

"Insgesamt war das Rennen keine Katastrophe", sagte der Finne. "Es ist gut, mit einem Podium für ein neues Team in die Saison zu starten. Jeder Platz ist wichtig für die Weltmeisterschaft."

"Vor uns liegt noch eine lange Saison. Ich habe meine Punkte und werde mich beim nächsten Mal besser schlagen. Jetzt freue ich mich auf China."

Mercedes-Benz Motorsportchef Toto Wolff verteidigte die Strategie des Teams und gratulierte unseren Gegnern in Rot zu einem verdienten Sieg.

"Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man. Wenn man so einen Tag erwischt, an dem ein anderes Team bessere Arbeit abgeliefert hat, muss man das akzeptieren und ihre Leistung anerkennen", sagte er. "Schon in der Anfangsphase des Rennens war klar, dass Sebastian sehr schnell war. Denn Lewis konnte ihm nicht davonfahren."

Toto: Wir saßen zwischen den Stühlen und probierten es einfach

"Sebastian kam in das Fenster, in dem ein „Undercut“ möglich war, und wir hatten zu diesem Zeitpunkt das Gefühl, dass die Reifen nicht halten würden. Diesen Eindruck hatten sowohl das Team, das sich die Daten am Kommandostand ansah, als auch Lewis im Auto. In diesem Moment trafen wir die Entscheidung, hereinzukommen. Dabei waren wir uns des Risikos bewusst, dass er im Verkehr herauskommen könnte. Wir saßen zwischen den Stühlen und probierten es einfach."

"Aber Ferrari dachte sehr gut mit – und sie hatten heute das schnellere Auto. Danach schienen wir auf den weichen Reifen an Performance zuzulegen."

"Lewis bekam alles perfekt hin und ich muss auch Valtteri ein Kompliment aussprechen. Er zeigte eine richtig gute Pace, machte das gesamte Wochenende über keine Fehler und fuhr in seinem ersten Rennen für das Team sein erstes Podium ein."

"Jetzt müssen wir die richtigen Lehren aus diesem Rennen ziehen, verstehen, warum wir heute nicht das Maximum herausgeholt haben und hart weiterarbeiten, um das Auto in jedem Bereich zu verbessern."

Mercedes-AMG Petronas Motorsport liegt in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft vier Punkte hinter Ferrari

Doppel-Podium für die Silberpfeile in Melbourne

James: Wir verfallen nicht in Panik

Der Technische Direktor des Teams, James Allison, lobte sein ehemaliges Team, nachdem Sebastian Lewis geschlagen hatte.

"Wem es nach dem Qualifying noch nicht klar war, der erkennt sicher jetzt: In dieser Saison werden die Abstände sehr gering sein", sagte er. "Wir kamen am Start gut weg. Aber das Lob gebührt heute Ferrari. Sie hatten ein sehr schnelles Auto und wir waren einfach nicht gut genug, um mit ihnen mitzuhalten."

"Deshalb verfallen wir jedoch nicht in Panik. Das war erst das erste Rennen einer langen Saison und wir haben heute sehr viele Punkte mit beiden Autos gesammelt. Wir sind fest entschlossen, in China gestärkt zurückzuschlagen und sicherzustellen, dass beim nächsten Mal das Pendel eben leicht in unsere Richtung ausschlägt."

Die Silberpfeile kehren am 7. April auf die Strecke zurück. Dann steht das zweite Saisonrennen 2017 auf dem Shanghai International Circuit in China auf dem Programm.

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