Back
Back

Lewis: Meine Einstellung ist jedes Jahr dieselbe – ich will gewinnen

Lewis: Meine Einstellung ist jedes Jahr dieselbe – ich will gewinnen

Lewis Hamilton: Einen schönen Nachmittag zusammen. Die erste Pressekonferenz des Jahres! Es war unglaublich, die vergangene Woche wieder in der Fabrik zu sein und die Jungs zu sehen, wie sie in den späten Abendstunden das Auto zusammengebaut und all die letzten Teile angebracht haben. Es ist irgendwie verrückt, denn du siehst wie das Auto im Windkanal heranwächst und sie alle möglichen Versuche unternehmen. Anschließend siehst du es als Modell und dann unten in der Fabrik. Von all diesen unterschiedlichen Bereichen der Fabrik kommen all diese verschiedenen Komponenten langsam zusammen und das Auto beginnt Form anzunehmen. Es ist ziemlich beeindruckend. Aber als ich es letzte Nacht gesehen habe war es für mich ohne jeden Zweifel das detaillierteste Auto, das wir als Team jemals gebaut haben. Es zeigt einfach die Innovation, die Technologie und das Wissen der Ingenieure und ihre Interpretation des sich immer weiterentwickelnden Designs. An einem Punkt bekommst du mehr und mehr von den Feinheiten des Autos zu Gesicht - doch es ist faszinierend und heute bin ich es gefahren.

Es war immer noch feucht als ich fuhr, also war ich zunächst auf den Regenreifen unterwegs. Das Gefühl war nicht überwältigend, da es ziemlich stürmisch war - vor allem im letzten Streckenabschnitt. Als es etwas mehr abtrockente zogen wir die Slicks auf und ich konnte ein kleines bisschen pushen. In der Stowe hatte das Auto so viel Grip, da ein starker Gegenwind wehte. Es ist genauso als ob du im Rennen bist und einen Gegen- oder Rückenwind hast. Das Auto fühlt sich in seiner Art nicht viel anders an. Du fühlst, dass du etwas breiter bist. Aber meine Sitzposition und mein ganzes Cockpit... da haben wir schon sichergestellt, dass es mehr oder weniger genauso ist wie zuvor. Wir hatten nicht die maximale Power zur Verfügung, also werde ich es vor nächster Woche nicht richtig von der Leine lassen können.

Q: Dein F1-Debüt jährt sich in dieser Saison zum zehnten Mal. Mit welcher Einstellung gehst du in das Jahr 2017?

LH: Nun, meine Einstellung ist jedes Jahr dieselbe. Ich will gewinnen. Das ist eine ziemlich simple Herangehensweise. Es ist viel schwerer, das auch umzusetzen. Aber ich will jedes Jahr wachsen und mich als Fahrer und Mensch verbessern und meine Zeit und Energie sinnvoll nutzen, sowie auch die Arbeit mit den Ingenieuren. Ich denke, besonders zum Ende des letzten Jahres hatte ich eine unglaubliche Beziehung zu meinen Mechanikern und Ingenieuren. Wir gingen zusammen durch ein schwieriges Jahr. Wir haben die letzten fünf Rennen gewonnen und jetzt geht es wirklich darum, in der neuen Saison mit dem richtigen Fuß aufzustehen und zu versuchen, an die Form anzuknüpfen, die wir bis zum letzten Rennen hatten.

Q: Du warst dem Sport gegenüber in den letzten Wochen ziemlich kritisch. Ich frage mich, ob das, was du bisher von der Formel 1 2017 gesehen hast, deine Erwartungen erfüllt hat. Gefällt es dir?

LH: Valtteri gerade durch die Stowe fahren und zurück in die Box kommen zu sehen... Ich meine, das Auto sieht geil aus. Das tut es wirklich. Ich denke, die Autos sehen viel besser aus als es in der Vergangenheit der Fall war. Wie sich das auf das Racing und das Spektakel für die Fans auswirkt, müssen wir erst noch sehen. Aber ich hoffe es und meine Meinung ist natürlich nur meine Meinung. Ihr Leute werdet eure eigene Meinung haben und die Fans werden ihre Ansichten auf die Dinge haben. Es ist nur so, dass ihr mich nach meiner Meinung fragt - und deshalb teile ich sie manchmal mit. Zum Beispiel der Sound... manche mögen ihn, manche nicht. Aber ich denke, die Zukunft der Formel 1 sieht unglaublich rosig aus oder zumindest hat sie das Potential dazu. Mit den neuen Leuten und denen, die bereits im Sport involviert sind, denke ich, dass wir alle Chancen haben, ihn noch mehr glänzen zu lassen als er es ohnehin schon tut.

Q: Lewis, du scheinst in den sozialen Medien einer der aktivsten Fahrer zu sein. Du hast wirklich einen Trend gestartet - wir können genau nachverfolgen, was du so treibst. Was würdest du den Eigentümern der Formel 1 in Form eines Medienkonzerns für Ratschläge geben, damit sie besser mit den Fans in Kontakt treten können, wie du es tust?

LH: Ich habe nicht wirklich all die Antworten darauf. Es ist logischer Weise nicht mein Spezialgebiet. Aber wenn du dir Fußball anschaust, sind die sozialen Medien dort viel größer. Sie nutzen die sozialen Medien im Fußball, der NBA und der NFL viel besser. In der Formel 1 bekomme ich zum Beispiel jedes Mal, wenn ich ein Foto oder Video gepostet habe, eine Ermahnung von der FIA, die mir sagt, dass ich es löschen soll. Ich hoffe, dass sie daran dieses Jahr etwas ändern und die Nutzung der sozialen Medien erlauben.

Die sozialen Medien sind natürlich eine unglaubliche Plattform für die Welt, um miteinander zu kommunizieren - und für den Sport ist es eine Möglichkeit, zu wachsen. Es ist ein total einfaches und vor allem kostenloses Tool für den Sport, was uns die Chance gibt ihn zu teilen und mit den Leuten in Kontakt zu treten. Ihr wisst, es gibt Leute die mir folgen - manche von ihnen sind jetzt gerade online. Menschen, die für lange Zeit keine Formel-1-Fans waren und die von einem ihrer Freunde, der zufällig mir oder einem anderen Fahrer folgt, dazu gebracht wurden, mir zu folgen - und die seitdem auch die Rennen schauen. Ich bin mir sicher, dass das der Weg in die Zukunft ist.

Q: Lewis, obwohl du kürzlich deinen Standpunkt zum Thema Datenaustausch klargestellt hast: Datenaustausch ist offensichtlich ein Teil von Teamwork. Wünschst du dir, dass die Formel 1 eigentlich kein Teamsport wäre? Würdest du dir wünschen, dass eine Mannschaft sich nur Lewis Hamilton verschreibt, oder sollten es für dich immer zwei Fahrer sein?

LH: Nein, das war nicht der Punkt. Worauf ich mich eigentlich bezogen hatte, ist, dass ich es großartig finde, dass das Team kontinuierlich voranschreitet. Ich denke, es ist sehr wichtig für uns und für sie, dass wir aus Ingenieurssicht die Daten der Autos teilen. Um ein Auto zu verbessern, ist das sehr wichtig. Worauf ich eigentlich hinaus wollte war ich als Individuum. Mein Job, wenn ich an der Strecke ankomme, ist, der Beste zu sein. Dort rausgehen und das Auto auf die beste Weise ausschöpfen, die ich kenne und die mich weiter bringt. Der Sport ist heute so, dass egal wer dein Teamkollege ist, du seine Daten zu sehen bekommst und sie mit deinen vergleichen kannst um zu sehen, ob es im Fahrstil eines anderen Verbesserungen gibt, die du dir zunutze machen kannst.

Ich habe nur das Gefühl, dass sie es, um es für uns Fahrer härter zu machen, abschaffen sollte. Dann würde es bedeuten, dass wir uns auf unsere eigenen Daten verlassen müssen und wir unsere eigene Runde mit der Runde zuvor vergleichen können. Du fährst raus, versuchst eine unterschiedliche Linie in einer Kurve - das funktioniert dann, oder eben nicht. Es wird Wochenende geben, an denen du es hinbekommst - und es wird Wochenende geben, an denen du einfach nicht weißt, wo du die Zeit liegen lässt - und du kannst nicht herausfinden, wie die anderen es tun. Ich denke, das macht es für einen Fahrer einfach zu einer größeren Herausforderung. Letztendlich denke ich ganz einfach, dass der bessere Fahrer schneller ans Ziel kommt oder etwas Neues schneller findet als die anderen. Das ist mein Punkt.

Q: Pirelli sagt, dass ihre Reifen standfester sein sollen. Wie sehr hoffst du darauf, dass dies wirklich der Fall ist und dass das Racing purer wird, weil du härter fahren kannst als in den letzten drei oder vier Jahren?

LH: Ich habe von den Tests gehört, dass sie konstante sein sollen. Ich denke, das wird fantastisch für uns, denn die Stints werden mehr wie Sprintrennen sein. Aus der Vergangenheit kann ich mich an Monza letztes Jahr gut erinnern. Ich bin auf Platz vier oder fünf zurückgefallen und es ist so, als ob du nur eine ganz begrenzte Lebensdauer im Reifen hast. Du versuchst die Autos vor dir wieder zu überholen und das mit so wenig Verschleiß wie möglich, um wieder in die Position zu kommen, aus der du die Fahrer an der Spitze verfolgen kannst. Ich war wieder auf Platz zwei vorgefahren doch der Reifen gab nichts mehr her. Wenn ich weiter mit derselben Pace gepusht hätte, hätte ich für ein paar Runden vielleicht aufgeholt aber auf das Rennen gesehen verloren, da ich all mein Geld, wenn man es so sagen will, für die Reifen verheizt habe. Ich denke es ist großartig und hoffentlich auch der Fall, dass sie die Reifen widerstandsfähiger gemacht haben. Du kannst mehr rutschen, aggressiver fahren und weiter pushen. So, dass wir in jeder einzelnen Runde am Limit sind. Ich denke, so sollte es sein.

Q: Lewis, welchen Eindruck hast du vom Simulator und deiner Fahrt diesen Morgen bezüglich der Frage, ob das Überholen dieses Jahr einfacher wird?

LH: Im Simulator kannst du dafür definitiv kein Gefühl bekommen, da wir nie ein weiteres Auto auf der Strecke haben. Ich kann nur auf Basis des Feedbacks der Ingenieure sagen, dass es schlechter sein wird - denn das Auto ist viel breiter, mit breiteren Reifen und viel mehr Downforce. Die Verwirbelungen um das Fahrzeug herum sind viel stärker als zuletzt. Die dirty air, die ein Auto hinter sich zurücklässt, ist weit kraftvoller und turbulenter als in der Vergangenheit. Und das ist der Punkt, wo es wirklich um den Grip der Reifen geht. Aber ich weiß nicht, ob die Reifen mehr Haftung haben werden. Wir werden es herausfinden, wenn wir zum Test kommen, denke ich. Ich hoffe, dass es besser ist - aber erwartet nicht zu viel.

Q: Mit Valtteri hast du jetzt einen neuen Teamkollegen. Aber wirst du Nico als Konkurrent nicht irgendwie vermissen?

LH: Ich denke nicht, dass ich jemals in meinem Leben einen Teamkollegen vermisst habe. Es gibt immer jemanden, der seinen Platz einnimmt. Es wird sich definitiv seltsam anfühlen - das tut es bereits, wenn ich in der Garage bin und jemand anderen in dem Auto neben mir sehe. Aber damit arrangiert man sich bald und dann geht es weiter. Wenn ich eines Tages gehe, wird ein anderer Pilot kommen und es wird sich zunächst wahrscheinlich seltsam anfühlen. Aber du gewöhnst dich sofort daran und wirst bald... nicht vergessen haben. Aber du gewöhnst dich bald an das, was du hast. Valtteri scheint sich nach einer kurzen Zeit bereits eingelebt zu haben und ziemlich wohl zu fühlen. Ich weiß, dass er sehr hart mit den Ingenieuren arbeitet, um sich zu akklimatisieren. Er hat eine großartige Haltung und in ihm steckt generell sehr viel positive Energie. Ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten.

Q: Lewis, Nico hat dir das Kompliment gemacht zurückzutreten. Er sagte, dass er die Kraft, noch einmal ein Jahr lang alle zwei Wochen gegen dich anzutreten, nicht aufbringen kann. Das sagt in einer Weise etwas über die Intensität aus, mit der du an diese Sache herangehst. Wie hast du diesen Kommentar bewertet? Und was glaubst du, hast du, was es für andere so schwierig macht, gegen dich als Teamkollegen zu fahren?

LH: Das ist eine schwierige Frage, die ich hier über mich beantworten soll. Ich weiß es nicht. Formel 1 ist generell so ein intensiver Sport. Die Intensität und die Rivalität. Es wird davon gesprochen, dass ihr ein Team seid - aber es gibt zwei Meisterschaften. Es gibt die Fahrer-Weltmeisterschaft und in der geht es nur um einen Fahrer. Um jeden einzelnen Fahrer. Du bist nicht dort draußen und fährst, um dem anderen Fahrer beim Gewinn der Weltmeisterschaft zu helfen. Ich denke, es ist einfach die Intensität um fokussiert, fit und konstant zu bleiben. Die Herausforderung für einen Rennfahrer ist immer der Schnellste zu sein - beim Training und im Rennen, durch Strategie, Reifenmanagement, Motormanagement, Benzinmanagement, die Nutzung all dieser Dinge, um der beste Allround-Fahrer zu sein. Bei Teamkollegen kommt es wirklich darauf an, dass ihr euch pushen müsst um in all diesen Bereichen das Level zu erhöhen.

Es geht nicht, dass man rausfährt und eine Runde hinlegt. Es ist überall. Deine Technik. Wie ich schon sagte, dein Benzinmanagement, wie du mit deinen Ingenieuren arbeitest. Es geht darum wie du mit den Medien umgehst, um soziale Medien und wie du mit den Fans agierst. Das ist ein wirklich breites Spektrum von Dingen und es ist kein einfacher Job. Ich kenne ehrlich gesagt nicht all die Gründe, aus denen Nico entschieden hat, zurückzutreten. Aber ich kann das Gefühl verstehen, aufhören zu wollen und etwas anderes zu tun. Hin und wieder mache ich mir Gedanken darüber, was ich später mache. Aber dann sehe ich das Auto und denke mir: Ich glaube, ich bleibe noch! Ich weiß nicht, wie lange ich bleiben werde aber im Moment bin ich noch konkurrenzfähig und hungrig und ich fahre immer noch auf meinem besten Level, also werde ich das weiterhin tun. Egal gegen wen ich fahre, ich habe das Gefühl, dass ich einen guten Kampf liefern kann.

Q: Lewis, du sagtest, dass dich Nicos Rücktritt nicht überrascht hat. Denkst du, dass einer seiner Gründe dafür die Tatsache war, dass du ihn unter gleichen Bedingungen dieses Jahr permanent geschlagen hättest, in Anbetracht all der mechanischen Probleme, die du letztes Jahr hattest?

LH: Ehrlich gesagt, da musst du ihn fragen. Ich kann das wirklich nicht beantworten, ob er mit dem Gefühl in dieses Jahr gegangen wäre, geschlagen zu werden. Letztendlich ist es immer eine großartige Sache, wenn man auf seinem Zenit gehen kann und ich denke, die große Frage für einen Athleten auf dem höchsten Level ist womöglich folgende: An welchem Punkt bist du auf deinem Zenit und wirst du dort auch bleiben? Ich bin mir sicher, dass das bei der Entscheidungsfindung eine Rolle spielt. Es war ein langes und hartes Stück Arbeit für ihn und er hatte es endlich geschafft. Vielleicht denkt er: Ich will es dabei belassen und nicht riskieren, später und nicht mehr in dieser Position abzutreten. Vielleicht. Ich weiß nicht. Aber ich denke nicht so. Ich gewinne die Meisterschaft und ich will im nächsten Jahr wieder darum kämpfen.

Es ist so, als ob alles von vorne beginnt. Und es ist ein sauberer Schnitt dieses Jahr. Wir haben eine fast komplett neue Formel und es ist für jeden eine Herausforderung. Für das Team, die Leute mit denen ich arbeite und für uns Fahrer. Wer kann das Auto am besten ausreizen? Wer kann am konstantesten sein? Wer kann aus der Box heraus am schnellsten sein? Ich liebe diese Herausforderung jedes Jahr aufs Neue. Wenn ein anderer Fahrer besser als ich ist, liebe ich die Herausforderung, ihn einzuholen und einen Weg zu finden, wie ich einen besseren Job als er abliefern kann.

Q: Angesichts der langen Geschichte zwischen dir und Nico: Wie erfrischend ist es, mit Valtteri nun einen neuen Teamkollegen zu haben und welche Beziehung pflegt ihr bisher miteinander?

LH: Frisches Blut und neue Ideen sind immer eine gute Sache. Valtteris neue Ideen, seine Energie und Erfahrung wird der großartigen Basis, die wir als Team schon haben, zugutekommen. Ich kenne Valtteri nicht sehr gut. Ich habe ihn hin und wieder an der Strecke gesehen und wir liefen uns bei der Fahrerparade oder der Fahrerbesprechung über den Weg - aber das war's auch schon. Wir hatten immer kurze, aber gute Unterhaltungen. Ich habe ihn in der Fabrik gesehen und später, als das Auto gebaut wurde. Es ist jetzt erst das dritte Mal, dass ich ihn hier treffe. Wir hatten eine kurze Unterhaltung und die hatten wir auch heute. Letztendlich gibt es im Moment keinen Wettbewerb zwischen uns. Es ist lediglich eine Unterhaltung unter Gentlemen. Das scheint völlig in Ordnung zu sein. Wenn er mich in meinen intensivsten Momenten erleben und umgekehrt, wird es ein interessantes Szenario für uns sein. Das ist etwas, das wir übereinander herausfinden werden - wo die Stärken und Schwächen liegen. Er will mich wahrscheinlich genau so sehr schlagen, wie ich ihn, was völlig natürlich ist. Ich würde nichts anderes als sein Bestes erwarten. Ich will, dass er auf seinem höchsten Level antritt.

Q: Du sprichst von deiner Leidenschaft und deinem Hunger, doch es gab letztes Jahr einige Tiefpunkte. Ich möchte wissen, welche Rolle sie für dich diese Saison noch spielen.

LH: Im Moment ist von meinen Gefühlen vom letzten Jahr nichts übrig. Ich beginne eine neue Seite und ziehe weiter. Meinen Erfahrungen nach würde ich sagen, dass du entweder etwas gewinnst oder verlierst. Ich denke, dass all die Erfahrungen letztes Jahr, wie in den vorangegangenen Jahren, mir geholfen haben, stärker zu werden. Manchmal weißt du nicht, wie du manche Dinge überstehen kannst doch dann findest du ein neues Tool und einen neuen Weg, sie zu überkommen und stärker daraus hervorzugehen. Das ist nicht immer der Fall, aber meistens läuft es so.

Ich fühle, dass ich dieses Jahr wieder stärker bin. Ich fühle mich als Fahrer kompletter und denke, auf was auch immer mir dieses Jahr bevorsteht - und ich habe keine Ahnung, was es sein wird - bin ich besser vorbereitet als je zuvor. Wenn ich 2007 schon all das gewusst hätte, was ich heute weiß.... ja, ich hätte mich wohl viel besser angestellt. Nicht, dass ich es damals total verhauen hätte. Aber natürlich, ich habe letztes Jahr die Weltmeisterschaft nicht gewonnen und das will ich ändern.

Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir immer noch das beste Team haben. Wie wir die Regeln interpretiert und das Auto gebaut haben. Wir werden nächste Woche herausfinden, wie unsere Performance im Vergleich mit den anderen aussieht. Ich hoffe für die Fans, dass es einen engen Kampf gibt. Wenn nur ein Team gewinnt, ist es definitiv weniger spannend als wenn Woche um Woche unklar ist, er vorne sein wird. Ich hoffe, dass der Fahrer den Unterschied machen kann. Also, ein engerer Wettbewerb zwischen den Autos aber der Fahrer entscheidet - darauf hoffe ich.

Q: Lewis, du hast gesagt, dass die Autos dieses Jahr eine große Herausforderung sein werden und du weißt nicht, ob du fit genug bist. Wie lief dein Training über den Winter? Hast du etwas an deiner Diät geändert?

LH: Ich bin mental definitiv bereit für die Saison. Die Zeit wird zeigen, ob ich körperlich auch bereit bin. Jedes Jahr ist etwas anders. Manchmal beginnst du etwas früher mit dem Training, manchmal etwas später. Manchmal trainierst du intensiver für eine kürzere Zeit. Ich habe es dieses Jahr etwas anders gemacht und es war auf jeden Fall schöner. Ich habe etwas später angefangen. Normalerweise beginne ich Ende Dezember, aber dieses Jahr habe ich Anfang Januar losgelegt. Nächste Woche steige ich ins Auto und nach dem ersten Tag werde ich wissen, wo genau ich noch Schwachpunkte habe.

Egal bei wem, es kommt nicht darauf an wie fit du bist und wie hart du trainierst. Auch wenn du jeden einzelnen Tag im Studio trainierst oder jeden Tag in deinem Leben laufen gehst, steigst du ins Auto und es prügelt die Scheiße aus dir heraus. Das ist einfach so. Dafür gibt es keine Simulation. Ob du es jetzt im Nacken spürst oder in einem Muskel, von dem du vorher nicht einmal wusstest, dass du ihn hattest, irgendwo im Bereich deiner Rippen. Du denkst dir: Was zur Hölle? Durch die Testtage findest du diese Bereiche heraus. Du machst dir Notizen darüber und arbeitest an diesen Schwachstellen. Ich trainiere jetzt noch weiter und hoffe, dass ich im Auto keine Probleme haben werde. Bei dem bisschen Fahren hier, ich war ja zwar nicht sonderlich schnell, hatte ich nicht das Gefühl, dass es ein Problem gibt. Sobald wir in Barcelona sind und Vollgas durch Kurve 3 fahren, wird das unsere Körper auf die Probe stellen, denke ich.

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome