Back
Back

Q&A: Valtteri Bottas – “Das Duell mit Ferrari ist extrem eng”

Q&A: Valtteri Bottas – “Das Duell mit Ferrari ist extrem eng”

Valtteri: Ich hoffe jetzt einfach auf ein gutes Wochenende

Der Kampf mit Ferrari ist extrem eng und jede Kleinigkeit zählt

Valtteri, du hast dich beim letzten Rennen im Qualifying verbessert, aber in deinen Worten war das Rennen eine Enttäuschung. Hier in Sotschi hast du eine gute Bilanz. Wie zuversichtlich bist du, dass dir diese Strecke helfen wird, den letzten Schritt zu schaffen?

VB: Ja, es wurde sicher mit jedem Qualifying des Jahres besser und ich fühle, dass ich definitive immer mehr aus dem Auto herausholen kann. Ich hatte am Samstag eine schöne Runde in Bahrain. Aber der Sonntag zählt und ehrlich gesagt war das erste Rennen des Jahres in Melbourne der beste Sonntag bislang für mich. In diesem Rennen hatte ich die wenigsten Probleme. Ich hatte in China und Bahrain einige technische Schwierigkeiten mit verschiedenen Dingen im Rennen. Deshalb hoffe ich hier auf ein gutes Rennen. Wir haben ein starkes Paket. Der Kampf mit Ferrari ist extrem eng und jede Kleinigkeit zählt. Ich hoffe jetzt einfach auf ein gutes Wochenende.

Du hast die technischen Probleme aus Bahrain angesprochen. Nach dem Rennwochenende bist du zum Testen gegangen und 143 Runden gefahren. Danach hast du gemeint, du hättest ein paar neue Tricks gelernt. Welche sind das?

VB: Wie gesagt, es geht um kleine Details beim Duell zwischen Ferrari und uns. Zudem geht es auch zwischen den Teamkollegen sehr eng zu. Jede Nuance hilft. In Bahrain war es mit den Reifen recht kritisch. Das gilt mit Blick darauf, sie im richtigen Fenster zu halten, und auf die Probleme mit dem Reifendruck, die es kniffliger gemacht haben. Bei den Tests in Bahrain konnte ich ein paar verschiedene Dinge diesbezüglich ausprobieren - wie ich mit den Reifen umgehen muss. Mit Blick auf die Rennpace und die Temperaturen sowie Drücke, etc. So konnten wir viele verschiedene Dinge austesten. Wir haben als Team kleine Dinge gefunden. Aber kleine Dinge helfen. Hier in Russland sind die Bedingungen ganz anders. Der Asphalt ist anders, die Temperaturen sind anders - uns erwarten ganz andere Herausforderungen.

Valtteri: Ich glaube, dass ich mich gut entwickelt habe

Das Team hilft mir wirklich sehr dabei

Du hast jetzt die ersten 100 Tage als Mercedes-Fahrer hinter dir. Wie würdest du sie zusammenfassen? Wie ist es gelaufen?

VB: Es war viel zu tun! Besonders im Januar, als ich unterschrieben habe und bekannt gegeben wurde. Das war eine anstrengende Zeit. Aber ich muss sagen, dass ich in meinem Leben noch nie so viel gelernt habe wie in diesen 100 Tagen. Ich glaube, dass ich mich gut entwickelt habe. Ich habe mich gut ins Team integriert, fühle mich als ein Teil der Mannschaft und befinde mich in einer guten Situation. Das Team hilft mir wirklich sehr dabei. Ich habe viel gelernt, aber es geht noch weiter.

Es scheint eng zu werden zwischen Ferrari und euch in diesem Jahr. Hast du ein Gespräch mit Toto oder der Teamleitung geführt, ob Lewis oder du eine Nummer 1 oder Nummer 2 sein sollen?

VB: Nein, darüber haben wir nicht gesprochen, da es dafür keinen Grund gibt. Das Team hatte noch nie einen Nummer-1- oder Nummer-2-Fahrer - und es plant auch nicht, das zu ändern. Sie versuchen immer, beiden Fahrern die gleichen Chancen zu geben. Was in diesem Jahr anders ist, ist die Tatsache, dass der Abstand zum zweitschnellsten Team kleiner ist. Kleine Details haben früher nicht so viel gekostet, etwas die Fahrer hart gegeneinander fahren zu lassen oder hintereinander zu fahren. Aber ich verstehe die Tatsache, dass es in diesem Jahr Punkte kosten kann. Wenn die Pace eines Autos, wie bei mir in Bahrain, aus irgendeinem Grund nicht gut genug ist, dann muss das Team darüber nachdenken und sich clever anstellen, um keine Punkte zu verlieren. Bislang sind wir erst drei Rennen in diesem Jahr gefahren und ich habe das Gefühl, dass meine guten Ergebnisse erst noch kommen werden. Zumindest denke ich nicht darüber nach. Ich bin sicher, dass es für das Team keinen Grund dafür gibt.

Valtteri: Ich möchte auch selbst ein gutes Ergebnis einfahren

Dies ist ein Mannschaftssport und unser Ziel ist es, die meisten Punkte für das Team mitzunehmen

Wenn du bei diesem Rennen die Anweisung erhalten würdest, Lewis vorbeizulassen - würdest du das machen? Und wenn man sich in den kommenden Wochen mit dir zusammensetzen und sagen würde: "Es gibt nur einen Weg, wie wir die Fahrer-WM in diesem Jahr gewinnen können und wir müssen Lewis unterstützen." Würdest du dem zustimmen?

VB: Diese Frage ist sehr hypothetisch. Sie enthält viele "Wenns". Ich habe darüber definitiv noch nicht nachgedacht und ich denke auch nicht, dass es soweit kommen wird. Deshalb möchte ich nicht allzu viel dazu sagen. Aber wenn ich zum Beispiel in diesem Rennen einige Probleme habe oder wir auf unterschiedlichen Strategien sind und Lewis hinter mir feststeckt, und das Team mir dann sagt, ihn vorbeizulassen, dann werde ich es tun. Denn dies ist ein Mannschaftssport und unser Ziel ist es, die meisten Punkte für das Team mitzunehmen. Als Fahrer werde ich natürlich alles tun, um nicht in diese Position zu gelangen und mein eigenes Rennen zu fahren. Ich möchte auch selbst ein gutes Ergebnis einfahren, aber ich war schon immer ein Teamplayer. Langfristig kommt das dir und dem Team zugute. Aber wir planen nicht, was in Zukunft mit mir und Lewis und Stallregie geschehen wird. Ich bin sicher, dass wir auf der Strecke hart gegeneinander fahren werden. Aber wie ich schon gesagt habe: Dieses Jahr muss das Team vorsichtiger sein und vielleicht auch cleverer, wie wir jeden einzelnen Punkt mitnehmen, der möglich ist. Und das verstehe ich absolut.

Valtteri: Die Sicherheit muss man stets weiterverbessern

Es ist ein guter Schritt vorwärts im Vergleich zu Halo

Valtteri, wenn du schneller wärst als Lewis - würdest du erwarten, dass er für dich Platz macht?

VB: Natürlich. Wenn das Team glaubt, dass es mehr Punkte einfahren kann oder wenn wir frei fahren können, macht es keinen Unterschied. Wir werden respektvoll und gleich behandelt. Es kann bei diesem oder dem nächsten Rennen genau anders herum sein. Wer weiß das schon?

Laut den neuesten Informationen von der FIA scheint 2018 der Cockpit-Schutz zu kommen und nicht Halo. Was denkst du über den Schild und welches System würdest du bevorzugen?

VB: Ich habe kein Problem mit dem Schild. Es sieht okay aus. Es ist ein guter Schritt vorwärts im Vergleich zu Halo. Das ist meine persönliche Meinung. Wie es aussieht, ist mir egal. Die Sicherheit ist immer wichtig. Es ist immer wichtig, Dinge zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die Sicherheit muss man stets weiterverbessern. Mir würde es also nichts ausmachen, den Schild auszuprobieren, um die Sicht zu erleben und zu sehen, ob es andere Probleme damit gibt. Aber aus Sicherheitssicht wäre es ein guter Schritt im Vergleich zu jetzt.

Sorry, es scheint so, als sei die Version deines Browser zu alt!

Bitte aktualisiere deinen Browser oder lade eine aktuelle Version der unten aufgelisteten Browser herunter.

Internet Explorer Internet Explorer Firefox Mozilla Firefox Opera Opera Browserr Chrome Google Chrome