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Formel 1: Eine Geschichte voller Innovationen

Formel 1: Eine Geschichte voller Innovationen

Die technische Revolution 2014 kann mit einem einfachen Satz beschrieben werden: Der Motor ist nicht mehr, lange lebe die Power Unit!

Die Idee des Motors als alleinstehende Antriebsquelle in der Formel 1 wurde vor einigen Jahren durch die Einführung von KERS Hybrid Power (2009 und von 2011 bis 2013) geboren. Die Änderungen für 2014 sind jedoch weiterreichender.

Es verabschiedet sich der 2,4-Liter-Motor, der normalerweise über acht Ventile verfügte und in den letzten acht Jahren eingesetzt wurde. Neu kommt ein 1,6-Liter-V6-Turbomotor mit integriertem Hybrid Energy Recovery System (ERS), was gemeinsam die Power Unit darstellt. Jeder Pilot erhält ein Maximum von fünf Power Units pro Saison und damit drei weniger als im Vorjahr.

Die letzte Änderung des Motorenreglements setzt eine Reihe ähnlicher - manchmal weniger weitreichender - Regeländerungen seit den Anfängen der Formel 1 fort. Von 1950 bis 1953, den frühen Jahren des Wettkampfs, waren 4,5-Liter-Saugmotoren und 1,5-Liter-Kompressormotoren zugelassen (obwohl 1952 und 1953 Rennen unter Formel 2-Reglement abgehalten wurden), ehe 1954 ein Motor mit einem maximalen Hubraum von 2,5 Litern eingeführt wurde. Es war dasselbe Jahr, in dem Mercedes mit dem W 196 R zum ersten Mal an der Weltmeisterschaft teilnahm.

1961 wurde der maximale Hubraum auf 1,5 Liter reduziert und zur gleichen Zeit hielt die "Heck-Motor-Revolution" in der Chassis-Technologie Einzug. Obwohl sie zunächst untermotorisiert waren, gewannen die Aggregate bald an Leistung, was sich in schnelleren Rundenzeiten als unter den vorangegangenen Regularien widerspiegelte und einen neuen Trend setzte, der sich bis heute durch jede Ära der Formel 1-Motoren-Technologie fortgesetzt hat.

Als die Formel 1 in der Mitte der 60er Jahre begann, hinter die stärkeren Sportwagen zurückzufallen, wurde der maximale Hubraum auf 3,0 Liter angehoben, wobei auch 1,5-Liter-Kompressionsmotoren zugelassen waren. Das 3,0-Liter-Format stellte bis 1977 die Norm dar, ehe Renault zum ersten Mal von der Möglichkeit der Turboaufladung Gebrauch machte. Andere Hersteller schlossen sich den Franzosen bald an, sodass von 1983 bis 1988 jeder Weltmeistertitel mit einem Turbomotor gewonnen wurde, bevor die Technologie am Ende des Jahres verboten wurde.

Das Verbot des Ladedrucks führte zur Wiedereinführung von Motoren mit größerem Hubraum, da der Weltverband befürchtete, die Formel 1 könnte erneut als schnellste Rennserie der Welt hinter die Sportwagen zurückfallen. Zwischen 1989 und 1994 wurde ein vorgeschriebener Maximal-Hubraum von 3,5 Litern eingeführt, ehe man 1995 auf 3,0 Liter zurückging, da die konstante Weiterentwicklung des Motors immer mehr Power freisetzte. Die hochdrehende, schrille Ära des V10 war geboren, die von vielen als der Höhepunkt der einheitlich geregelten Formel 1-Motor-Performance angesehen wurde.

2006 kam es zur letzten Überarbeitung der Regeln, welche die Ziele verfolgte, die Performance zu deckeln und die Kosten zu kontrollieren. Es wurde ein 2,4-Liter-V8-Saugmotor mit einem Minimumgewicht von 95 kg eingeführt. Die Reduktion des Hubraums sollte die Power gegenüber den 3,0-Liter-Motoren um etwa 20 Prozent verringern, doch konstante Entwicklung führte dazu, dass die Performance beständig verbessert wurde. Weitere Beschränkungen, die 2007 eingeführt wurden, sahen vor, dass die Motorspezifikationen homologiert werden müssen, um die Entwicklungskosten zu halten.

Die neuen Regeln für 2014 stellen einen Wendepunkt in der Formel 1 dar, weil einige Regularien vorsehen, die Entwicklung von fortgeschrittenen Technologien zu fördern und voranzutreiben, damit Effizienz und Performance gleichbedeutend werden. Während frühere Revolutionen von den Ingenieuren in Gang gesetzt wurden, indem sie Möglichkeiten innerhalb des Reglements suchten, wurde die Einführung der Power Unit Technologie für 2014 auf ganzer Linie beschlossen.

Diese Regeln positionieren die Formel 1 am Schnittpunkt zur Automobiltechnik. Sie definieren die Möglichkeiten im Automobilbau neu und regen dazu an, die technologischen Grenzen zu sprengen. In anderen Worten, genau das, wofür die Formel 1 seit ihren frühsten Tagen steht.

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