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Formel 1 Reglementänderungen 2011

Formel 1 Reglementänderungen 2011

Das sportliche und technische Reglement der Formel 1 ändert sich ständig, um auf Änderungen im Sport zu reagieren, die Show zu verbessern und Kosten zu senken. Die Saison 2011 ist da keine Ausnahme und es gibt dieses Jahr einige signifikante Änderungen an den Regeln. Um etwas mehr über die Auswirkungen des neuen Reglements zu erfahren, haben wir die Experten im Team nach ihrer Meinung gefragt.

Als erstes geht es um die Rückkehr von KERS, den neuen, verstellbaren Heckflügel und das Verbot von F-Ducts und Doppel-Diffusoren.

KERS

FIA

Erstmals 2009 eingeführt, kehrt KERS (Kinetisches Energie Rückgewinnungs-System) 2011 wieder in den Sport zurück, nachdem sich die Teams 2010 darauf geeinigt hatten, es nicht einzusetzen. KERS nutzt Energie, die beim Bremsen generiert wird und stellt sie dem Fahrer mittels eines Boost-Knopfes am Lenkrad zur Verfügung. Der Knopf, der für rund 6,6 Sekunden bis zu 60kW liefert, kann einmal durchgehend oder an mehreren Punkten während der Runde genutzt werden. Das Mindestgewicht des Autos plus Fahrer ist auf 640 kg angehoben worden, damit schwerere Fahrer nicht bestraft werden.

Die Experten-Meinung: Craig Nelson, Leiter der Fahrzeug-Konstruktion & Dynamik

KERS stellt eine große Ingenieurs-Herausforderung dar, da man ein kompaktes und leichtes System fertigen muss, das die Energiedichte und -Effizienz maximiert, während die Auswirkung seiner Unterbringung auf das Auto-Design und Layout minimiert werden soll. Die Auswirkung des Systems auf die Rundenzeit beträgt um die 0,3 bis 0,4 Sekunden pro Runde und es schafft ein spannendes strategisches Element in der Renn-Gleichung. KERS kann beim Start, beim Überholen und beim Verteidigen eingesetzt werden und sein Einsatz innerhalb der von der FIA festgelegten operativen Limits obliegt dem Fahrer und seinen Ingenieuren. KERS ist eine wichtige, straßenrelevante Technologie und nur einer der Wege, wie die Formel 1 bei der Entwicklung der Straßenautos von heute und morgen mitwirken kann.

Der verstellbare Heckflügel

FIA

Die Fahrer sind aufgrund des neuen Reglements für bewegliche Verkleidungsteile nun in der Lage, den Heckflügel vom Cockpit aus zu verändern, um das Überholen zu verbessern. Das System ist elektronisch gesteuert und kann im Training und Qualifying zu jeder Zeit eingesetzt werden. Im Rennen kann es nur aktiviert werden, wenn der Fahrer an spezifischen Punkten der Strecke eine Sekunde oder weniger hinter einem anderen Auto fährt. Der verstellbare Heckflügel wird automatisch deaktiviert, wenn der Fahrer die Bremsen einsetzt.

Die Experten-Meinung: John Owen, Chef-Designer

Der verstellbare Heckflügel wird 2011 eine interessante neue Dimension im Rennsport schaffen, da die Fahrer nun die Chance haben, ihren Top-Speed um bis zu 15kmh zu steigern, wenn sie das System aktivieren. So ein Leistungs-Vorteil hätte das Überholen auf manchen Strecken zu einfach machen können, deswegen hat die FIA das System so konfiguriert, dass es nur aktiviert werden kann, wenn die Autos eine vorgegebene Distanz auf der Geraden zurückgelegt haben. Dadurch ist es einfach, die Aktivierung des Systems zu verzögern, um es den Fahrern etwas schwerer zu machen, sollte sich das Überholen auf einigen Strecken als zu einfach erweisen.

Verbot von F-Ducts & Doppel-Diffusoren

FIA

Eine neue Regel verbietet jedwede aerodynamische Vorrichtung, die vom Fahrer beeinflusst wird (mit der Ausnahme des verstellbaren Heckflügels). Das bedeutet, keine F-Ducts. Eine Verschärfung des Reglements bezüglich des Unterbodens bedeutet, dass Doppel-Diffusoren effektiv verboten sind. Die Höhe des Diffusors ist von 175mm auf 125mm reduziert worden.

Die Experten-Meinung: Loic Bigois, Leiter Aerodynamik

Der Doppel-Diffusor entwickelte sich von einem Vorteil von 0,2 Sekunden zu Beginn der Saison 2009 zu einem Vorteil von einer Sekunde pro Runde Ende 2010. Durch das Verbot dieses Designs und der durch Fahrer bedienten Aerodynamik-Vorrichtungen in dieser Saison gibt es viel Arbeit für die Aerodynamik-Abteilung, sowohl im Windkanal als auch in der Simulation, um auf den Autos 2011 die verlorene Aerodynamik-Leistung zurückzugewinnen. Das ist ein fortlaufender Prozess, der sich durch die Saison ziehen wird.

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