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Hintergrund: Überholstatistik 2012

Hintergrund: Überholstatistik 2012

Für viele Jahre galt ein Grand Prix in Barcelona als Synonym für fast keine Überholmanöver – zwischen 2008 und 2010 gab es im Durchschnitt nur zwei Manöver pro Rennen. Das änderte sich im vergangenen Jahr: so stieg die Anzahl der „normalen“ (nicht von DRS unterstützten) Überholmanöver um das Zehnfache auf 22 Positionswechsel an. Hinzu kamen weitere 29 Manöver mit Hilfe von DRS – insgesamt gab es 51 Manöver. Mit anderen Worten: 25 Mal mehr als in den vorangegangenen drei Jahren.

Vier verschiedene Sieger aus ebenso vielen Rennen, acht unterschiedliche Fahrer aus sechs Teams auf dem Podium: Die Formel 1-Saison 2012 wird bereits als die abwechslungsreichste seit fast 30 Jahren gehandelt. Aber hat sich das Racing im Vergleich zur Saison 2011 wirklich grundlegend verändert?

Wie viele Überholmanöver gab es während der ersten vier Saisonrennen 2012?
Die Gesamtzahl der Überholmanöver in den ersten vier Saisonläufen 2012 ist bemerkenswerter Weise sehr ähnlich zu jener von 2011: 327 im Vergleich zu 326 im Jahr 2011. Dieser Wert enthält Positionswechsel aufgrund von Schäden sowie gegen die drei langsamsten Teams, nicht eingerechnet sind jedoch Überholmanöver auf der Startrunde.

Wie sieht die Statistik aus, wenn man sie genauer unter die Lupe nimmt?
In der Saison 2011 gab es während der ersten vier Grand Prix insgesamt 220 normale und DRS unterstützte Manöver (Anmerkung: dieser Wert enthält keine Manöver schnellerer Autos gegen die drei langsamsten Teams); 2012 waren es 215. Im letzten Jahr entfiel dieser Wert in den ersten vier Rennen im Verhältnis von 50:50 auf normale und DRS-Manöver. In dieser Saison fällt dieses Verhältnis 68:32 zugunsten der normalen Manöver aus. Zum Vergleich: Der Saisondurchschnitt 2011 zwischen normalen und DRS-Manövern betrug 55:45. Dies ist ein verhältnismäßig deutlicher Anstieg der normalen Positionswechsel im Vergleich zum letzten Jahr.

Ist das DRS in diesem Jahr weniger wirkungsvoll als im letzten?
Bei zwei der ersten vier Grand Prix 2011 (China und der Türkei) gab es mehr DRS-Manöver als normale. Insgesamt war die Anzahl der DRS unterstützten Überholvorgänge bei acht der 19 Rennen 2011 höher als die der normalen.
2012 war dies bislang noch nicht der Fall. Anders ausgedrückt: Es gab in diesem Jahr bei jedem Rennen mehr normale Positionswechsel als DRS-Manöver.
Dies bedeutet allerdings nicht automatisch, dass DRS weniger wirkungsvoll ist. Denn selbst wenn der Hintermann in einer DRS-Zone nicht überholen kann, hilft ihm der Rundenzeitvorteil durch DRS, die Reifen zu schonen oder KERS an einer anderen Stelle der Strecke außerhalb der DRS-Zone strategisch klug einzusetzen.

Gab es 2012 insgesamt mehr Überholmanöver?
Diese Frage lässt sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison nur schwer beantworten. Im Jahr 2011 lag der Gesamtwert an normalen und DRS-Manövern pro Rennen bei 43. In der Saison 2012 gab es bislang durchschnittlich 54 Manöver pro Grand Prix – eine deutliche Steigerung gegenüber 2011. Im direkten Vergleich sahen die ersten vier Rennen 2011 jedoch durchschnittlich 55 Positionswechsel.

Lassen sich direkte Rückschlüsse von Rennstrecke zu Rennstrecke ziehen?
Die aussagekräftigsten Vergleiche ermöglichen die Grand Prix in Australien und China, die in beiden Jahren auf den gleichen Strecken und bei ähnlichen Bedingungen stattfanden.
Beim Auftaktrennen 2011 (das erste DRS-Rennen aller Zeiten) gab es 17 normale und DRS-Manöver. 2012 waren es genau doppelt so viele: insgesamt 34 Überholmanöver. Obwohl es 2012 zwei DRS-Zonen gab, stieg die Anzahl der DRS unterstützten Manöver nicht drastisch an: der DRS-Anteil betrug 2011 30% und 2012 35% der Manöver. In China gab es im letzten Jahr 67 normale und DRS-Überholvorgänge – davon waren 30 oder 45% normale Positionswechsel. In diesem Jahr sahen wir 69 Manöver, davon waren 41 oder 59% normale Überholmanöver. Obwohl die DRS-Zone identisch zu jener im Vorjahr war, kam es im Rennen zu einem verhältnismäßig deutlichen Anstieg der normalen Manöver.

Was erwartet uns in Barcelona?
Im vergangenen Jahr gab es 51 normale und DRS unterstützte Überholmanöver – das lag über dem Saisondurchschnitt von 43 Manövern. Davon waren jedoch 57% DRS-Vorgänge. Es wird interessant, zu erfahren, ob sich das wiederholt oder ob sich der 2012er Trend zu mehr normalen Überholmanövern fortsetzt.Für viele Jahre galt ein Grand Prix in Barcelona als Synonym für fast keine Überholmanöver – zwischen 2008 und 2010 gab es im Durchschnitt nur zwei Manöver pro Rennen. Das änderte sich im vergangenen Jahr: so stieg die Anzahl der „normalen“ (nicht von DRS unterstützten) Überholmanöver um das Zehnfache auf 22 Positionswechsel an. Hinzu kamen weitere 29 Manöver mit Hilfe von DRS – insgesamt gab es 51 Manöver. Mit anderen Worten: 25 Mal mehr als in den vorangegangenen drei Jahren.

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