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Hungaroring: Inside Line

Hungaroring: Inside Line

Paddys Sichtweise

Das Rennwochenende in Deutschland war von Anfang bis Ende sehr arbeitsintensiv für das Team. Das galt sowohl auf der Strecke als auch daneben. Denn es war das Heimrennen von Mercedes-Benz. Das große Thema vor dem Wochenende war der Abschied von FRIC. Es wurde viel über den möglichen Einfluss auf die relative Performance der Teams diskutiert. In Hockenheim sahen wir aber bereits ab dem ersten Training am Freitag, dass dem nicht so sein würde. Der Zwischenfall von Lewis im Qualifying kam überraschend. Aufgrund des Schadens am Auto mussten wir eine schwierige Entscheidung treffen. Durch den Getriebewechsel verlor Lewis noch einmal fünf Plätze in der Startaufstellung. Danach zeigte Lewis eine fantastische Aufholjagd vom Ende des Feldes bis auf das Podium. Nico baute auf seiner starken Position aus dem Qualifying auf. Er zeigte eine überlegte Leistung im Rennen und fuhr so einen verdienten Heimsieg ein. Jetzt geht es weiter nach Ungarn. Dort erwartet uns eine weitere interessante Herausforderung. In Budapest ist es üblicherweise sehr heiß. Das müssen wir bei der Abstimmung der Autos berücksichtigen. Auch das Überholen ist auf dem Hungaroring normalerweise sehr schwierig. Umso wichtiger ist ein gutes Qualifying-Ergebnis. Lewis kann auf dieser Strecke auf eine fantastische Erfolgsbilanz zurückblicken. Er hat hier bislang in sieben Rennen vier Pole Positions und vier Siege eingefahren. Nico erlebte in Ungarn hingegen bisher eher schwierige Jahre. Mit Blick auf seine Leistung am vergangenen Wochenende in Deutschland dürfte uns aber erneut ein faszinierender Zweikampf zwischen unseren beiden Fahrern erwarten. Als Team gehen wir dieses Rennen wie jedes andere an. Wir möchten einen starken Start in diese Saison mit einem ebenso starken Ergebnis vor der Sommerpause abrunden. Hungaroring: The Inside Line"

Budapest: Am Kommandostand

Strecken-Layout

Der Hungaroring ist eine technisch sehr anspruchsvolle Strecke. Sie verlangt nach einem ganz anderen Fahrstil. Nicht dem normalen Ablauf mit einem späten Einlenken am Scheitelpunkt und einem gefühlvollen Umgang mit der Traktion am Kurvenausgang. In vielen Kurven müssen die Fahrer die Höchstgeschwindigkeit beibehalten. Das liegt einigen Fahrern mehr als anderen. Es kommt auch den Stärken einiger Fahrzeuge mehr entgegen als anderen. Besonders gut ist es für all jene Autos, die gut mit längeren Phasen lateraler Kräfte umgehen können. Auf dieser Strecke ist es extrem schwierig, alles auf den Punkt hinzubekommen. Ähnlich wie in Monaco spielt der Rhythmus eine entscheidende Rolle, wenn auch nicht im gleichen Ausmaß.

Überholen

Das Überholen ist auf dem Hungaroring notorisch schwierig. Die Start-/Zielgerade ist nicht besonders lang. Die zweite DRS-Zone zwischen Kurve eins und zwei ist hingegen eher eine Biegung. Auch sie bietet nur geringe Gelegenheiten für Überholmanöver. Umso wichtiger ist das Qualifying. Die Startaufstellung ist hier oftmals entscheidend für das Rennergebnis. Dennoch gelangen Lewis 2013 zwei fantastische Überholmanöver auf dem Weg zu einem beeindruckenden Sieg. Beide setzte er in Kurven, in denen seine Gegner niemals damit gerechnet hätten, überholt zu werden. Das beweist: Mit dem nötigen Mut ist alles möglich...

Safety Cars

Die Safety Car-Wahrscheinlichkeit ist angesichts der engen Streckencharakteristik überraschend niedrig. Es gibt allerdings nur sehr wenige Kiesbetten. Stattdessen sind die meisten Kurven mit Asphalt-Auslaufzonen versehen. Das trägt zweifelsohne zu dieser Statistik bei.

Reifen

In Budapest kamen bislang die weichsten Reifenmischungen zum Einsatz. Das bedeutet: Die weiche und die superweiche Mischung. In diesem Jahr bleibt Pirelli seiner Linie treu und hat die mittlere und die weiche Mischung ausgewählt. Das ist wie 2013 anders als in Deutschland. Dort fiel die Entscheidung mit superweich und weich etwas aggressiver aus. Die Streckenoberfläche des Hungarorings ist nicht besonders rau. In der Vergangenheit wurden schon einige Ein-Stopp-Strategien gefahren. Gleichzeitig erreichen die Temperaturen Bereiche, in denen drei Stopps nötig werden können. Eine solche Strategie erwies sich in der Vergangenheit als die häufiger gewählte Variante.

Wetter

Im Rahmen des Ungarn Grand Prix gab es hin und wieder einige verregnete Sessions. Diese sind jedoch selten und liegen weit zurück. In der Saison 2011 erlebten wir ein Regenrennen. Im Jahr 2012 fand das zweite Training auf nasser Bahn statt. Im vergangenen Jahr blieb es jedoch das gesamte Wochenende über trocken. Wenn es in Budapest regnet, ist der Regen allerdings sehr stark. Dennoch lässt sich das Wetter hier recht leicht vorhersagen. Das Rennen liegt am oberen Ende der Temperatur-Skala. Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von bis zu 45 Grad. Das ist ähnlich wie vor zwei Rennen in Österreich.

Doppelter Einsatz

Gemeinsam mit Deutschland ist Ungarn das erste Back-to-Back-Rennen seit Malaysia und Bahrain im März/April. Umso geringer ist die Vorbereitungszeit für die Teams. Bei den zurückliegenden Rennen gab es aber ausreichend Zeit zur Vorbereitung. Deshalb wurden schon einige Ressourcen vorsorglich in die Arbeiten für Hockenheim und Budapest umgeleitet. Dabei war es wichtig, dass die Daten den Teams rechtzeitig zur Ankunft beim zweiten Rennwochenende zur Verfügung stehen.

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