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KOLUMNE: Ein Mannschaftssport

KOLUMNE: Ein Mannschaftssport

Rückblickend hätte die Frage nicht besser sein können für den Ausgang des Wochenendes. Aber die Zuschauer wussten es zu diesem Zeitpunkt einfach noch nicht.

Lewis vollführte bei Medien-Terminen am Donnerstag einen Hochseilakt

Zu Beginn dieser Woche entschied das Team, in Österreich eine Getriebe-Strafe bei Lewis in Kauf zu nehmen. Die Inspektion hatte Schäden am Getriebe ergeben, sodass es ein nicht akzeptables Risiko gewesen wäre, damit an einem Rennwochenende zu fahren.

Es galt die Auswirkungen einer Zurückversetzung um fünf Startplätze gegen die möglicherweise verlorenen Punkte abzuwägen. Entsprechend fiel die Entscheidung einfach - egal wie enttäuschend es ist, diese Strafe hinnehmen zu müssen.

Somit gingen wir bereits mit dem Wissen in das Wochenende, dass wir im Qualifying im Hintertreffen waren. Umso entschlossener waren wir, sicherzustellen, dass es nur den kleinstmöglichen Einfluss auf das Rennwochenende hatte.

Lewis vollführte bei Medien-Terminen am Donnerstag einen Hochseilakt, als er sich zu den Fragen rund um die Ereignisse von Baku äußern musste. Das Team folgte derweil seiner üblichen Vorgehensweise und wartete auf die offizielle Bekanntgabe der FIA, bevor wir unseren Gegnern Informationen geben, die für sie einen strategischen Vorteil bedeuten würden.

Das Fahrerlager diskutiert darüber, ob die Bestrafung der Fahrer richtig oder falsch ist

Derweil diskutierte das Fahrerlager darüber, ob die Bestrafung der Fahrer für etwas, das als "Team"-Fehler angesehen wird, richtig oder falsch ist. Dabei ignorierte man möglicherweise die Tatsache, dass der Fahrer immer ein Teil des Teams ist, keine eigenständige Einheit. Aber die Debatte ist zulässig und wurde von Mark Webber in seiner Rolle als Moderator in Gang gebracht.

Auf der einen Seite ist es zweifelsohne eine Überlegung wert, Konstrukteurs-Punkte für technische Defekte abzuziehen, anstatt die Fahrer zu bestrafen. Für viele Fans, deren Lieblingsfahrer davon betroffen ist, würde sich das fairer anfühlen - und so sehen es auch viele Medienvertreter.

Aber Lewis gab eine differenzierte Meinung zu dieser Situation aus Sicht des Fahrers und innerhalb des Teams zu Bedenken:

"Ich verstehen Marks Argument (...), aber ich glaube, dass dies wirklich schwierig umzusetzen wäre. Wir sind ein Team. Wenn ein Fahrer einen Fehler macht, dann verliert das Team Punkte. Und wenn es ein Fehler des Teams ist, wenn etwas kaputt geht, dann trifft es uns alle zusammen."

Darüber müssen wir am Samstagabend nachdenken...

Egal ob wir sie mögen oder nicht: Die Strafen gehören aktuell dazu. Niemand führt sie absichtlich herbei, aber sie fallen hin und wieder an, wenn wir die Grenzen der Performance ausloten, die uns einen entscheidenden Vorteil bringen soll. Wir nehmen uns niemals vor, dass etwas schiefgeht. Wenn du ans Limit gehst, werden Schwächen aufgezeigt. Und sie müssen rigoros und ohne Schuldzuweisungen ausgebügelt werden, um weiter vorwärts zu kommen.

Wie Lewis richtig sagt: Es ist ein Mannschaftssport. Und das gleiche Team arbeitet mit Volldampf daran, die bestmögliche Strategie für morgen Nachmittag zu entwickeln.

Darüber müssen wir heute Abend nachdenken... wenn wir uns auf die Herausforderungen des morgigen Grands Prix einstellen.

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