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KOLUMNE: Eine andere Perspektive

KOLUMNE: Eine andere Perspektive

Wie ist die Stimmung im Mercedes-AMG Petronas Motorsport Lager nach dem harten Rennen in Monaco?

Ab diesem Wochenende bringt euch diese Kolumne Anekdoten und Beobachtungen aus dem Innenleben des Teams. Der Blog erscheint unregelmäßig auf unserer Webseite und in der offiziellen Team-App.

Wie ist also die Stimmung im Mercedes-AMG Petronas Motorsport Lager nach dem harten Rennen in Monaco?

Werfen wir einen Blick auf den Wettkampf, der das Weltmeister-Team antreibt...

Es ist ein ganz anderes Gefühl, wenn du nach einem Grand Prix nicht auf dem Podium stehst.

Die Kameras bleiben (vorerst) aus, der Fokus liegt auf den Siegern, sie sind die Stars der Geschichte. Das Team zieht seine leuchtenden Abbau-Shirts an und beginnt damit, die Box abzubauen. Und dein Teamchef nimmt sich die Zeit für ein Eis auf einer behelfsmäßigen Trittleiter...

Zunächst erinnert es einen daran, wie gut wir es in den vergangenen Jahren hatten. Das letzte Mal, dass wir die Ziellinie sahen und keiner unserer Fahrer auf dem Podium stand war Singapur 2015. Das war einer der wichtigsten Lernprozesse für das Team. Und es blieb die Ausnahme, wurde nicht zur Regel.

Trotz eines frustrierenden und schwierigen Wochenendes sowie der folgenden, durchdachten und strukturierten Analyse, ist es an der Zeit, alles etwas in den Zusammenhang zu rücken.

Niemand von uns ist damit zufrieden, nur konkurrenzfähig zu sein, wir wollen gewinnen.

Wir haben von sechs Saisonrennen 2017 drei gewonnen, darunter jenes in Sotschi, an dem wir am Freitag nicht bei der Pace dabei waren. Wir haben auf jeder einzelnen Strecke um die Pole Position gekämpft und sie vier Mal geholt.

War es ein Kampf? Natürlich. Kann Ferrari jetzt einfacher schnelle Rundenzeiten fahren? Es scheint so zu sein.

Allerdings hatte niemand im Team erwartet, dass die Dominanz auch 2017 weitergehen würde. Dieses Regelwerk war ein weißes Blatt Papier, das einen kompletten Neuanfang darstellen sollte. Danach stechen zwei Teams aus der Masse heraus.

Ferrari hat ein sehr vielseitiges Auto gebaut, das auf jeder Strecke und allen Reifenmischungen schnell ist. Und das seit der ersten Runde bei den Wintertestfahrten. Wir haben ein launischeres Biest entwickelt, das uns einige Kopfschmerzen beim Ausnutzen der ganzen Performance bereitet hat.

Aber in Mitten dieser Schwierigkeiten sind wir mittendrin und kämpfen vorne mit. Das hat noch kein anderes Team nach einer so großen Regeländerung in der Geschichte des Sports erreicht.

Niemand von uns ist damit zufrieden, nur konkurrenzfähig zu sein, wir wollen gewinnen.

Lieben wir diese Herausforderung? Und wie!

Am Montagmorgen wachte Toto um 04:00 Uhr mit einem Gefühl auf, das sich am besten als "Sh*t" beschreiben lässt. Dies ließ er das Team in einer E-Mail wissen. Es war dieses Gefühl einen Grand Prix nicht gewonnen zu haben.

Es ist eine alte Weisheit, dass Niederlagen länger schmerzen als die Freude über einen Sieg vorherrscht. Genauso ist es bekannt, dass harte Zeiten niemals lange anhalten, harte Typen hingegen schon. Unser Mercedes-Team besteht aus solchen harten Typen.

Wir kennen unsere Mission: Wir müssen Lewis und Valtteri ein konstantes Fahrzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie gegen Ferrari kämpfen können. Wir müssen unsere Probleme beheben und ein besseres Verständnis für das Auto und seine Schwächen entwickeln. Wir müssen bei jedem Rennwochenende mehr Performance finden. Lieben wir diese Herausforderung? Und wie!

Dominanz besitzt ihre eigenen Luxusprobleme, aber diese Art von Herausforderung treibt uns jeden Morgen an.

Jetzt zieht das Team an einem Strang. Wir haben ein gemeinsames Ziel und einen gemeinsamen Gegner. Wir wollen gemeinsam jede Zehntelsekunde finden.

Dieser Kampf um jede Millisekunde ist es, für den echte Racing-Herzen leben.

Denn eins ist klar: Wenn es einfach wäre, zu gewinnen, könnte es jeder schaffen...

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