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KOLUMNE: Es ist keine Magie, sondern Ingenieurskunst!

KOLUMNE: Es ist keine Magie, sondern Ingenieurskunst!

Wenn man ihn bis auf die Grundprinzipien herunterbricht, ist ein Motor eine wundervoll einfache Sache. Er ist eine Maschine, die dazu entworfen wurde, die potentielle Energie seines Treibstoffs in nützliche Arbeit umzuwandeln - oder wie wir es gerne nennen: 'Leistung'. Ein besserer Motor ist besser bei der Leistungserzeugung.

Seit 2014 ist die Formel 1 führend darin, die Leistungserzeugung von Verbrennungsmotoren zu verbessern. Wir haben zwei Elektromotoren hinzugefügt - einen, um Bremsenergie zurückzugewinnen, einen anderen als elektrischen Turbolader -, um Energie zurückzugewinnen, die sonst verloren gehen würde. Das Ergebnis ist der leistungsstärkste Formel 1-Motor, den Mercedes-Benz jemals gebaut hat. Er schlägt sogar die Messlatte der V10-Motoren von vor über zehn Jahren.

Vor nicht allzu langer Zeit wurden diese V10-Motoren als Spitzentechnologie angesehen - und sie wandelten weniger als 30% der Kraftstoffenergie in Leistung um. Als die Hybrid-Ära 2014 begann, stand diese Umwandlungsrate bei 44% - ein bemerkenswerter Fortschritt. Aber die Entwicklung stand nicht still...

Seitdem haben die Ingenieure in Brixworth an den Grundsätzen gearbeitet, um weitere Fortschritte zu erzielen. Die Verbrennung ist der erste Prozess bei der Energieumwandlung. Entsprechend trieb viel harte Arbeit zusammen mit starken PETRONAS Primax Kraftstoffen die Fortschritte in diesem Bereich voran. Danach ging es darum, Reibungsverluste zu verringern und spezielle Schmierstoffe zu entwickeln, die Leistungsverluste innerhalb des Motors minimieren.

Und dann folgt der Schlüsselschritt: Der elektrische Turbolader. Dieser erlaubt es, die Auspuffenergie in elektrische Energie umzuwandeln, die wiederum genutzt werden kann, um das Turboloch zu schließen oder in einer Batterie gespeichert wird, bevor sie die Hinterräder antreibt.

Die Effizienz der elektrischen Umwandlung ist in einem solchen System entscheidend. Wie in einem Hybrid- oder Elektroauto der Gegenwart oder Zukunft, entscheidet das intelligente Energiemanagement darüber, wo und wann elektrische Energie für die beste Rundenzeit genutzt werden sollte.

Dreieinhalb Jahre nach ihrem Debüt hat die Mercedes-AMG F1 Power Unit nun auf den Prüfständen in Brixworth eine Umwandlungseffizienz von mehr als 50% erreicht. Mit anderen Worten: Sie produziert jetzt mehr Leistung als verlorene Energie - ein bemerkenswerter Meilenstein für jeden Hybrid-Motor und ganz besonderes für einen reinrassigen Rennmotor. Im Vergleich zu 2014 ist die freigegebene Leistung bei gleichem Benzinverbrauch um 109 PS gestiegen.

Wenn diese Marken erwähnt werden, wird es schnell mystisch. Es wird von "Wundern" oder "Wunderwerken" der Technik gesprochen. Aber es hat absolut nichts mit Magie zu tun - es ist einfach Spitzentechnologie in der echten Welt.

Das Regelwerk stellt sicher, dass in den heutigen Formel 1-Motoren kein Unobtainium oder Neverheardofitium Verwendung findet - nur noch das gute, alte Aluminium, Stahl und ähnliche Stoffe. Parameter wie der Bohrungsdurchmesser, das Drehzahllimit und die Benzineinspritzung werden von den Regeln vorgeschrieben. So wird sichergestellt, dass wir unseren Motor besser machen, wenn wir ihn leistungsstärker machen.

Es ist eine Wissenschaft, beeindruckende Ergebnisse zu erzielen, indem man einen detaillierten und sorgfältigen Prozess anwendet. Diese Technologie wird auch an Kundenteams weitergegeben, und zwar zu Kosten, die zwischen %% und 10% ihres Jahresbudgets betragen. In einer Disziplin namens "Motorsport" ist das ein ziemlich gutes Verhältnis für so eine grundlegende Komponente!

Jetzt wir die gleiche Technik - geringes Gewicht, hohe Effizienz und unglaublich leistungsstark - in die Welt der Straßenautos übertragen. Der Mercedes-AMG Project ONE nutzt normales Benzin, entspricht den Emissionsvorgaben und erreicht dennoch mehr als 40% thermaler Effizienz.

Der elektrische Turbolader führt zu einem sofortigen Ansprechverhalten. Und das Projekt geht sogar noch einen Schritt weiter als die aktuelle Formel 1: Es führt eine elektrische Vorderachse mit zwei weiteren Elektromotoren ein, um dadurch noch mehr Bremsenergie zurückzugewinnen.

Der Project ONE ist eine limitierte Auflage an exklusiven Fahrzeugen. Aber er ist auch ein starkes Symbol: Ein klares Zeichen für die zukünftige Richtung der "Driving Performance", wo elektrische Energie genutzt wird, um mehr Leistung und weniger Verluste zu erzielen.

Dies ist die Richting, in die sich die automobile Performance in Zukunft entwickelt - und wo die Zukunft der Motorsport-Performance bereits in jeder großen Serie der Welt angekommen ist. Einfach ausgedrückt, ist die Hybridisierung ein integraler Bestandteil der Zukunft - sowohl jener der Mobilität als auch der des Motorsports.

Der zukünftige Antriebsstrang der Formel 1 wird eine Reihe an Anforderungen erfüllen müssen, darunter Kostenkontrolle, das Vergnügen der Zuschauer und das sportliche Spektakel. Ein echter Hybrid-Motor, der die Ingenieurs-Herausforderungen mit dem gewünschten Verhältnis von Leistung zu Gewicht verbindet und den Rennsport verbessert, ist zweifelsohne der richtige Weg, um das zu erreichen.  

Das Festlegen neuer Grenzen sowie Standards und das Ziel, die Besten zu sein, ist genau, was die Königsklasse des Motorsports schon immer war - und auch immer sein sollte.

Erfahre in unserer Video-Serie mehr darüber, warum die Mercedes-AMG F1 Power Unit einer der besten Motoren der Welt ist.

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