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KOLUMNE: Salut Gilles

KOLUMNE: Salut Gilles

Wenn man diese kleine Insel inmitten des Sankt-Lorenz-Stroms betritt, spürt man die Geschichte dieses Ortes förmlich.

Ein Magier, der Herzen statt Sinne eroberte

Dabei geht es nicht nur um die olympische Geschichte, immerhin fanden auf der ile Notre Dame einst die Olympischen Spiele statt, sondern um 39 Jahre Grand Prix-Tradition.

An der Start-/Ziellinie steht in kursiven Buchstaben die Liebesgeschichte der Insel: „Salut Gilles.“

Die Strecke wurde natürlich nach dem großen kanadischen Rennfahrer Gilles Villeneuve benannt, der einst nicht nur die Leidenschaft der Tifosi, sondern von Rennfans in aller Welt antrieb. Zudem gewann er das erste Rennen auf dieser Strecke in der Saison 1978.

Er war ein Magier, der die Herzen statt die Sinne eroberte. Er brachte längst vergangene Zeiten zurück, als er mit seinem widerspenstigen springenden Pferd unmögliche Grand Prix-Siege einfuhr – so wie zum Beispiel in Jarama 1981.

Ein Hochseiltänzer, der die Gesetze der Physik scheinbar außer Kraft setzte

Er war ein Hochseiltänzer, der die Gesetze der Physik scheinbar außer Kraft setzte. Er fand stets unglaublichen Grip, wenn es regnete. (Einmal war er im nassen Training in Watkins Glen 1979 10 – ja, zehn! – Sekunden schneller als sein Teamkollege)

Er war ein ruhiger und besonders loyaler Mann, der viel zu jung von uns gegangen ist, während er vor 35 Jahren auf dem engen Kurs in Zolder ans Limit ging.

Seit diesem tragischen Tag mögen drei Jahrzehnte vergangen sein, aber das Vermächtnis von Gilles lebt in den Erinnerungen des Sports weiter.

Zunächst als eine Ikone des Sportsgeists und der Leidenschaft. Aber auch durch diese Strecke, die der modernen Rennfahrergeneration stets alles abverlangt.

Lewis schwebt wie ein Schmetterling

Die einfachen Worte “Salut Gilles” gelten in der Vergangenheit wie der Gegenwart. Sie sind ein Abschied für eine Legende sowie eine jährliche Erinnerung an sein sportliches Vermächtnis.

Für die Silberpfeile ist dies der Asphalt, auf dem Michael Schumacher in einem verregneten Rennen 2011 beinahe seinen ersten Podestplatz für Mercedes einfuhr.

2014 kämpften beide Mercedes so hart, dass sie kaputt gingen. Während Lewis mit einem Bremsdefekt ausfiel, kämpfte Nico bis zum Schluss und fuhr mit einem Defizit von 160 PS auf seine härtesten Gegner einen zweiten Platz ein.

Im vergangenen Jahr war es der Schauplatz, an dem Lewis wie ein Schmetterling schwebte und dann wie eine Biene zustach. Dabei setzte er seine Ein-Stopp-Strategie perfekt in einen Sieg um. Das war ein perfekter Tribut an den großen Muhammad Ali, der nur wenige Tage zuvor verstorben war.

Die Bühne ist für ein hartes Duell bereitet

Unterdessen stieg in den vergangenen beiden Saisons ein junger Finne auf die unterste Stufe des Podests. Und das auf einer Strecke, auf der echte Racer ihr Können aufblitzen lassen. Valtteri wird sich sicher auf seine Rückkehr nach Quebec freuen.

So geht es in die siebte Runde der Saison 2017, bei der uns an jeder Ecke sportliche Erinnerungen erwarten und das auf einem echten Klassiker im Rennkalender.

Die Bühne ist für einen harten Kampf bereitet. Ein Duell zwischen dem springenden Pferd und dem Stern. Ein Duell, das dem großen Villeneuve gerecht wird...

Salut Gilles.

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