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Lewis: “2008 habe ich eine Weile nach der Zieldurchfahrt wirklich gedacht, dass ich verloren hätte!”

Lewis: “2008 habe ich eine Weile nach der Zieldurchfahrt wirklich gedacht, dass ich verloren hätte!”

Es war ein unglaubliches Gefühl, in den Vereinigten Staaten zu gewinnen. Ich verbringe meine Zeit gerne dort. Es ist fantastisch, wie sich unser Sport dort weiterentwickelt. Die Unterstützung am gesamten Wochenende hat mich absolut umgehauen. Das machte meinen Sieg umso schöner. Sobald ich im Rennen in Führung lag, gab es kein Zurück mehr. Ich kann noch immer kaum glauben, was ich zuletzt für einen Lauf hatte. Das Team leistet fantastische Arbeit. Jetzt geht es nach Brasilien. Auch diese Strecke ist etwas ganz Besonderes für mich. In der Saison 2008 musste ich dort Fünfter oder besser werden, um den WM-Titel zu gewinnen. Aber bis zur letzten Kurve der letzten Runde war ich Sechster. Ich überholte Timo (Glock) innen und als ich über die Ziellinie fuhr, wusste ich nicht, ob ich es geschafft hatte. Ehrlich gesagt wusste ich danach eine Weile nicht, was los war. Bis das Team mir über Funk mitteilte, dass ich die Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Das war eine unglaubliche emotionale Achterbahnfahrt. Ein Moment, den ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen werde. Meine Bilanz in Interlagos ist an sich nicht gerade die beste. Ich habe dort bislang nur einmal im Jahr 2009 auf dem Podium gestanden. Ich hoffe, dass ich das an diesem Wochenende ändern kann.

Interlagos - Im Cockpit mit Lewis

Zu Beginn der Runde geht es ziemlich flach in die erste Kurve, die über wenig Grip verfügt. Die Kurve fällt relativ steil nach unten ab, wobei man sich sehr leicht verbremsen kann. Man muss sicherstellen, dass man relativ eng aus der Kurve herauskommt, damit man die richtige Linie für Kurve zwei und drei erwischt. Die Positionierung ist extrem wichtig, um den Speed durch die beiden Kurven mitnehmen zu können. Denn danach geht es in die erste DRS-Zone. Eine der besten Überholstellen auf der Strecke befindet sich vor Kurve vier.

Man bremst relativ spät - lange nach der 100 m Linie und kurz vor der 50 m Linie - deshalb braucht man maximalen Speed auf dem Weg zur Kurve. Ausgangs der Kurve nimmt man ein wenig den Kerb mit, danach geht es direkt zu Kurve fünf und hinauf zu Kurve sechs. Auch ausgangs dieser Kurve muss man versuchen, so viel Geschwindigkeit wie möglich mitzunehmen. Es geht darum, den Scheitelpunkt richtig zu erwischen. Das Gleiche gilt für Kurve sieben, man fährt mit dem Auto weit hinaus, um den Eingang von Kurve acht zu erwischen.

Wie in Kurve neun ist es hier erforderlich, dass man den gesamten Kerb mitnimmt, um die richtige Linie zu erwischen. Es ist verdammt schwierig, es richtig hinzubekommen. Danach geht es zu Kurve 10, die wenig Grip besitzt und ewig zu dauern scheint. Dort hat man extrem wenig Traktion, trotzdem muss man versuchen, bestmöglich durchzukommen. Danach geht es geradewegs zu Kurve 11, wo das Auto konstant auszubrechen droht.

Das Anbremsen von Kurve 12, der letzten Kurve, ist extrem hart. Es ist sehr einfach, die Kurve zu überfahren, denn die Charakteristik des Mittelsektors ist von vielen Beschleunigungs- und starken Bremsmanövern geprägt. Deshalb sind die Reifen so heiß, dass das Heck hier leicht ausbrechen kann. Man muss versuchen, den Speed zu halten, da es zum Abschluss der Runde den Hügel hinauf zu Start-Ziel geht. Entscheidend ist, dass man das Lenkrad so gerade und gleichmäßig wie möglich hält.

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