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Lewis: “Das Rennen war härter, als es ausgesehen haben mag”

Lewis: “Das Rennen war härter, als es ausgesehen haben mag”

Wie wichtig war dieser erste Sieg, vor allem da Du weißt, dass das Paket in diesem Jahr wirklich etwas reißen kann?

Das Wochenende war einfach unglaublich. Jeder fragt mich diese Frage, wie wichtig dieser Sieg war, und natürlich war es das Ziel, wegen dem ich hier her gekommen bin. Genauso wichtig war aber, dass einfach die Herangehensweise an das Wochenende mit der richtigen Einstellung erfolgte. Der Doppelsieg für das Team - und speziell der Triumph für mich in Malaysia - machen es noch besonderer, ein weiteres Vorhaben von der Liste streichen zu können.

Die äußeren Bedingungen waren ziemlich extrem...

Ja, du schwitzt sogar schon, bevor du überhaupt ins Auto steigst. Es ist immer eine große Herausforderung, den Körper so gekühlt wie möglich zu halten und natürlich auch, deine Konzentration maximal aufrecht halten zu können. Gestern war es zum Glück jedoch nicht so heiß, wie wir es in der Vergangenheit schon hatten. Da die Autos in diesem Jahr viel weniger Abtrieb haben, ist die körperliche Belastung während des Fahrens zudem nicht mehr so hoch wie zuvor. Natürlich ist das Rennen hier immer noch keine Spazierfahrt, aber wie gesagt weitaus weniger fordernd als in den vergangenen Jahren, als der Abtrieb der Autos noch deutlich größer war. Zum Glück hat meine Getränkezufuhr im Auto funktioniert. Obwohl es sich anfühlt, wie heißen Tee zu trinken, hat es seinen Job erfüllt.

Das Rennen sah so aus, als ob Du eine problemfreie Fahrt gehabt hättest: Hat es sich im Cockpit auch so angefühlt?

Das Rennen war in der Tat härter, als es von außen wohl ausgesehen haben mag. Aber ich hatte es natürlich einfach, nach dem Auto, den Reifen und auch dem Spritverbrauch zu schauen. Gleichzeitig konnte ich so noch etwas Performance aufsparen, falls es doch noch einmal zu einer brenzligen Situation gekommen wäre. Ich bin sowieso der Meinung, dass kein Rennen jemals einfach ist. Es gibt immer wieder Gelegenheiten, die du dann einfach beim Schopf packen musst. Genau das habe ich heute getan. Ich hörte im Teamfunk, dass Nico sein Tempo erhöht hatte und darauf zu reagieren, ohne die Reifen zu arg in Mitleidenschaft zu ziehen, oder einen Fehler zu machen, war hart. Zum Glück war mein Auto gestern einfach sensationell stark. Auch das Team hatte perfektes Timing bei den Boxenstopps und hat mir am Funk immer rechtzeitig Info-Updates gegeben.

Die öffentliche Meinung ist die, dass die WM zwischen dir und deinem Teamkollege entschieden wird...

Ich denke, es ist noch viel zu früh, irgendjemand abzuschreiben. Heute war Sebastian sehr schnell und hat viel Druck auf Nico ausgeübt. Wenn man einmal die Geschwindigkeit von Red Bull analysiert, fällt auf, dass sie in allen Kurven genauso schnell sind wie wir. Sie liegen derzeit lediglich auf den Geraden performancemäßig etwas zurück. Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass Red Bull auch dieses Problem beheben wird, und sobald dies der Fall ist, wird es zu einem harten Zweikampf zwischen ihnen und uns kommen.

Warst Du überrascht, einen so großen Vorsprung auf Nico im Rennen zu haben?

Ich denke, überrascht ist hier nicht das richtige Wort. Bezogen auf eine Runde im Qualifying hatte ich das Gefühl, im Vorteil zu sein, aber bei den Long Runs waren wir im zweiten Freien Training doch so ziemlich auf einem Level. Er hat auf den Reifen sogar noch eine Runde mehr geschafft als ich. Ich hatte für das Rennen ein ähnliches Bild erwartet. Ich habe aber aus den Trainings-Runs definitiv eine Menge gelernt und mich deutlich verbessert. Aus Schwächen zu lernen ist das Eine, aber die Umsetzung nochmal eine ganz andere Sache. Heute hat dies aber hervorragend geklappt und deshalb gelang es mir, davonzuziehen.

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