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Lewis: “Das Team kommt immer zuerst”

Lewis: “Das Team kommt immer zuerst”

Du hast hier schon drei Mal gewonnen: Warum kommst du in Montreal so gut zurecht?

Ich bin nicht ganz sicher. Manche Strecken mag man eben mehr und andere weniger. Diesen Kurs hier mag ich eben besonders. Es ist wie ein Stadtkurs, auf dem man über die Kerbs springt, etwas wie eine Kartstrecke. Außerdem kommt es aufs Bremsen an, darin war ich in der Vergangenheit immer recht gut, aber es gibt keinen speziellen Grund dafür. Hier macht es bei mir einfach klick. Ich reise gerne nach Kanada. Die Fans sind fantastisch und sorgen für eine unglaubliche Atmosphäre. Es herrscht einfach eine klasse Stimmung und es ist eines der am besten besuchten Rennen der Saison. Es ist ein tolles Wochenende, das viel Spaß macht, und ich denke, all das zusammen sorgt dafür, dass man auch gerne hier fährt. Ich fühle mich gut vor dem Wochenende. Das Wetter ist nicht so schön, wie wir es bislang gewohnt sind, aber ich bin erholt und liebe die Stadt und die Strecke. Ich fühle mich jetzt im Auto viel wohler als vor einem Jahr, also hoffe ich auf ein gutes Ergebnis.

Diese Strecke ist ganz anders als die meisten anderen: Könnte das dafür sorgen, dass das Feld enger zusammenrückt?

Ich müsste raten, aber ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird. Vielleicht gibt es eine Überraschung an diesem Wochenende, aber die Mercedes Power Unit ist auf den Geraden besonders stark. Wir haben eine sehr gute Leistungskurve bei unserem Motor und Mercedes hat bislang die beste Arbeit bei den Motoren abgeliefert. Unsere Gegner müssten außergewöhnlich gearbeitet haben, um an diesem Wochenende mit uns auf den Geraden mithalten zu können.

Wie enttäuschend war es, den Sieg in Monaco knapp verpasst zu haben?

Nicht so sehr, wie man vielleicht meinen könnte. Monaco ist ein Rennen, das jeder Fahrer gewinnen möchte. In meinen acht Rennen hatte ich vielleicht drei Mal die Gelegenheit, zu gewinnen. Einmal ist es mir gelungen, aber die anderen beiden Male nicht, nämlich dieses und letztes Jahr. Natürlich war es ein enttäuschendes Wochenende, aber es war ein großartiges Mannschaftsergebnis und man muss stets das Gesamtbild betrachten. Es liegt noch ein langer Weg vor uns in der WM und es zählt nur am Ende des Jahres, nicht bei einem bestimmten Rennen.

Du hast gesagt, dass Nico und du wieder Freunde seid. Kannst du etwas mehr dazu verraten?

Es gibt nicht viel mehr zu sagen, als in der Nachricht stand. Wir haben nach dem Rennen miteinander gesprochen. Ich habe ihm gratuliert und wir haben uns unterhalten. Alles ist gut zwischen uns. Wie in jeder Freundschaft haben auch wir Höhen und Tiefen, aber das macht die Beziehung nur noch stärker. Monaco war einer der Tiefpunkte, aber ich erwarte nicht, dass das an jedem Wochenende so sein wird. Neben der Strecke mag es nicht wie ein positives Wochenende ausgesehen haben, aber wir haben ein weiteres fantastisches Ergebnis für das Team eingefahren. Wenn es negative Energien gibt, nimmt man sie und wandelt sie für das nächste Rennen in positive um. Wir werden bis zum Saisonende weiter kämpfen, aber letztlich geht es nur darum, respektvoll miteinander umzugehen. Das Team steht immer an erster Stelle und es gehört zu unseren Aufgaben, das Team und dessen fantastische Arbeit in einem positiven Licht darzustellen.

Hilft es euch in diesen Situationen, dass ihr euch schon so lange kennt?

Wir kennen uns schon seit sehr langer Zeit und wir sind Gegner, seit wir Kinder waren. Dies ist keine neue Situation für uns und wenn überhaupt, dann hilft es uns. Wenn man zu Beginn einer Beziehung Schwierigkeiten hat, kann das negative Auswirkungen haben. In unserem Fall müssen wir nur einen Schritt zurück machen, uns aussprechen und es hinter uns lassen. Ich erinnere mich daran, vor einigen Jahren gegen Adrian (Sutil) gefahren zu sein. Damals haben wir darüber gesprochen, wie schwierig es ist, befreunde zu bleiben, wenn man gegeneinander fährt. Ich wollte ihn schlagen und er mich, aber das ist Rennsport. Das liegt jetzt hinter uns und wir freuen uns darauf, an diesem Wochenende zusammenzuarbeiten, um dem Team zu helfen, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen.

Hast du das Gefühl, dass du dich auch mit dem Team aussprechen solltest?

Nico und ich haben gemeinsam und einzeln mit dem Team gesprochen. Nichts hat sich verändert. Wir wissen, dass das Team uns großartig unterstützt. Es ist klasse, wie Toto und Paddy uns beide unterstützen. Sie leisten unglaublich gute Arbeit und ermöglichen es uns, gegeneinander zu kämpfen, bleiben aber gleichzeitig hart, wenn es nötig ist. Für mich ist es ein Privileg, solche Teamchefs zu haben. Jetzt geben wir Vollgas. Wir haben gestern in Montreal ein Abendessen mit dem Rennteam veranstaltet und es war nie besser. Wir werden immer stärker. Menschen haben Höhen und Tiefen. Es ist nicht anders, als viele andere Situationen, die Nico und ich in vielen Jahren miteinander erlebt haben. Wir machen weiter und geben Vollgas. Es liegt noch ein langer Weg vor uns in dieser Saison und wir freuen uns auf den Kampf.

Spornen dich Wochenende wie in Monaco an, beim nächsten Rennen noch besser zu sein?

Wir sind in Bestform und es ist schwierig, die Latte noch höher zu legen. Man arbeitet stets daraufhin und benötigt harte Arbeit und volle Konzentration, um dieses bisschen Extrazeit zu finde, ganz besonders an einem Wochenende. Man geht raus, setzt eine schnelle Runde und dann nutzt das Team die Daten, um das Setup beider Autos zu verbessern. Dann muss man wieder eine Runde fahren, um vorne zu bleiben. Manchmal spielen Fahrer Spielchen: fahren nur Dreiviertel einer Runde voll und nehmen dann Speed raus. Ich gehe einfach raus und fahre so schnell ich kann. Danach möchte ich mich weiter steigern und noch schneller und schneller werden. Vielleicht tue ich mir selbst damit keinen Gefallen, aber bislang hat es für mich funktioniert!

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