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Lewis: “Ich habe bis zur Ziellinie gepusht. Darum geht es im Rennsport. Das hat mir viel Spaß gemacht…”

Lewis: “Ich habe bis zur Ziellinie gepusht. Darum geht es im Rennsport. Das hat mir viel Spaß gemacht…”

Lewis, dein 15. Podestplatz in dieser Saison. Wie ist es gelaufen?

Es war ein unglaubliches Rennen. Ich hatte viel Spaß. Natürlich habe ich im mittleren Teil des Rennens einen großen Fehler gemacht. Aber das Auto war fantastisch. Das Team hat unglaublich gut gearbeitet und es war ein großartiges Rennen gegen Nico. Es ist super, dass Felipe auch auf dem Podium gestanden hat. Das waren heute klasse Fans. Es hat mir viel Spaß gemacht.

11 Doppelsiege bedeuten einen neuen Rekord. Damit habt ihr den bisherigen Bestwert von Senna und Prost aus der Saison 1988 geschlagen. Wie beurteilst du diese fantastische Saison?

Absolut unglaublich. Wir haben in dieser Saison als Team einige Rekorde gebrochen. Jeder hat unglaubliche Arbeit geleistet. Das Auto ist das beste Auto, das ich jemals gefahren bin. Ein riesiges Dankeschön an die Jungs in den Werken.

Hat dich der Dreher heute den Sieg gekostet?

Ich glaube, letztlich hat es mich den Sieg gekostet, ja. Ich war zu diesem Zeitpunkt viel schneller und bin auf dieser Runde eine Sekunde schneller gefahren als Nico an die Box ging. Ich hatte noch viel mehr Pace und ich weiß, dass er das gesehen hätte, als ich die sieben Sekunden Rückstand aufgeholt habe. Aber er hat gute Arbeit geleistet und keine Fehler gemacht. Ich hingegen schon. Ich dachte, dass ich am Ende der Runde an die Box gehen würde. Also brauchte ich die Reifen auf. Auf der nächsten Runde war dann nichts mehr übrig. Die Hinterreifen waren abgenutzt, also verlor ich etwas Haftung. So oder so habe ich am Ende einen Fehler gemacht. Ich blockierte die Hinterreifen in Kurve vier und dann drehte ich mich zum zweiten Mal an diesem Wochenende. Daran war niemand anderes als ich schuld. Es ist dennoch ein großartiges Ergebnis für das Team. Nico fuhr sehr gut. Er hat sich großartig verteidigt und keine Fehler gemacht. Letztlich haben wir erneut einen Doppelsieg eingefahren. Ich habe bis zur Ziellinie gepusht. Darum geht es im Rennsport. Das hat mir sehr gefallen.

Du warst im ersten und letzten Sektor sehr schnell, aber du schienst im Mittelteil Zeit zu verlieren. Woran lag das?

Im Mittelsektor geht es um Abtrieb. Da ich direkt hinter Nico fuhr, konnte ich den Ausgang von Kurve neun nicht richtig fahren. Dadurch habe ich in diesem Sektor verloren und konnte im letzten Sektor nicht nah genug dran bleiben. Sobald ich freie Fahrt hatte, war es anders.

Die letzten beiden Male, als du beim Saisonfinale noch Titelchancen hattest, warst du neu in der Formel 1. Fühlst du dich jetzt besser darauf vorbereitet?

Nicht unbedingt. Ich denke, damals war es ganz anders als heute. Heute erhole ich mich viel besser von Rückschlägen als in der Vergangenheit. Ich bin heute nicht um den Sieg in der WM gefahren. Ich wollte die meisten Punkte holen. Aber ich konnte nicht den Titel gewinnen. Das nächste Rennen ist anders. Ich denke, ich werde mich im Verlauf dessen entscheiden, wie ich herangehe.

Wie bereitest du dich auf Abu Dhabi vor?

Ich werde relative ähnlich fahren. Hoffentlich werde ich mich verbessern. Heute habe ich etwas Zeit verloren, aber ansonsten ist beim letzten Rennen alles offen.

Ist es schwieriger, gegen deinen Teamkollegen zu kämpfen als gegen einen Gegner aus einem anderen Team?

Beides ist komplett anders. Ich denke, es ist wahrscheinlich schwieriger, wenn man das gleiche Auto hat. Denn dann kannst nur du den Unterschied ausmachen. Im Kampf gegen ein anderes Team gibt es Rennen, in denen der eine schneller ist. So war es im Titelkampf zwischen Felipe und mir. Es gab Strecken, auf denen er schneller war und welche auf denen ich besser war. Es ist dann eine ganz andere Meisterschaft.

Senna war der letzte Turbo-Champion. Jetzt hast du die Chance, der erste in dieser neuen Ära zu werden. Was bedeutet das für dich als Fan?

Die WM zu gewinnen hat nichts mit Senna zu tun. Dafür haben meine Familie und ich sehr hart gearbeitet. Natürlich ist Ayrton mein absoluter Lieblingsfahrer. Wann immer mein Name im gleichen Satz verwendet wird, fühle ich mich sehr geehrt und stolz. Er war ein Genie und ein absoluter Perfektionist in allem, was er getan hat. Genau das strebe ich auch an.

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