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Lewis: “Ich kam nach Monza, um eine Aufgabe zu erledigen. Das habe ich getan, also bin ich zufrieden”

Lewis: “Ich kam nach Monza, um eine Aufgabe zu erledigen. Das habe ich getan, also bin ich zufrieden”

Herzlichen Glückwunsch, Lewis. Was für ein Sieg! Welche Gefühle hattest du hoch oben auf dem Podium?

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an das Team. Sie sagten, dass sie einen Doppelsieg wollen. Das haben wir geschafft. Und was für ein tolles Publikum wir in Monza hatten - das war beeindruckend. Die gesamte Start/Ziel-Linie war voll mit Fans. Ich hatte auf dem Podium nicht direkt die Gelegenheit, es zu sagen, aber die Fans waren an diesem Wochenende großartig. Diese Menschen machen das Rennen aus. Vielen Dank also an sie für die Unterstützung. Ich habe dort schwierige Zeiten durchlebt. Etwa 2007, als ich gegen Fernando und damit natürlich gegen Ferrari fuhr. Ich habe über die Jahre hinweg aber eine ansteigende Unterstützung gespürt. Das ist so ein wunderbares Land. Dort ist das Wetter immer gut. Die Strecke ist unglaublich, da will man nirgendwo anders hin. Du kannst due gesamte Gerade sehen - eine der längsten in der Saison und voller Fans, die eine tolle Atmosphäre schaffen. Ich persönlich kam nach Monza, um eine Aufgabe zu erledigen. Das habe ich getan, also bin ich glücklich.

Es war allerdings kein einfaches Rennen. Was war beim Start los?

Beim Start gibt es einen Kopf, der die Startsequenz in Gang setzt. Während der Formationsrunde funktionierte er nicht. Ich dachte, "Kein Problem, ich benutze ihn einfach für das Rennen". Als ich in der Startaufstellung stand und ihn benutzen wollte, klappte es wieder nicht. Das war merkwürdig - so etwas war mir vorher noch nie passiert. Dann habe ich versucht, so schnell wie möglich vom Fleck zu kommen. Die Drehzahlen waren überall und glücklicherweise habe ich nicht allzu viele Plätze verloren. Wir üben nie Starts, bei denen die Startsequenz nicht eingeschaltet ist. Wir üben immer in einer Startsequenz, um sie zu optimieren. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun sollte. Also gab ich einfach Vollgas und hoffte das Beste.

Was ging in diesem Moment durch deinen Kopf?

Wenn du dich auf ein Rennen vorbereitest, machst du generell immer das Gleiche - aber du musst auf das Unerwartete vorbereitet sein. Ich bin ziemlich dankbar, dass ich es nicht verloren habe, keinen Unfall in der ersten Kurve hatte, niemanden berührt habe, meine Reifen nicht blockierten und so weiter. Es gibt einen Knopf, der ein System einschaltet, um bei der Kontrolle der Drehzahlen zu helfen. Schaltet es sich nicht ein, sind deine Drehzahlen überall. Dann bekommst du keinen korrekten Start hin. Ich kenne das Problem nicht, aber die Jungs werden das untersuchen. Wir versuchen sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Ich bin einfach dankbar, dass ich nicht so viele Plätze verloren habe und von dort aus zurückkommen konnte.

Wie ging es dann weiter?

Danach hatte ich ein schönes Duell mit Felipe. Dann sagte mir mein Ingenieur, dass ich mich zurückhalten soll. Aus meiner Erfahrung heraus wusste ich aber, dass es so nicht vorwärts ging. Also entschied ich mich für einen anderen Weg. Das Auto fühlte sich gut an und zu diesem Zeitpunkt war ich am nächsten dran. Aus dem vorangegangenen Stint - als ich hinter Lewis und den anderen war - wusste ich, dass es auf den harten Reifen schwierig werden würde, an ihnen dran zu bleiben. Ich wusste, dass ich nur am Start eine Chance haben würde. Also nutzte ich sie. Ich habe die Teamanweisung nicht ignoriert. Zu meinem Ingenieur habe ich eine großartige Beziehung. Wir stehen während des Rennens ständig in Kontakt und er leitet mich. Wenn ich hier oder da ein bisschen Zeit verliere, sagt er mir Bescheid. Dann weiß ich, wie ich das korrigieren muss. Sie wollen genauso sehr gewinnen wie ich. Also versuchen sie mir einen Weg zu geben, um das bestmögliche Rennen zu fahren. Letztendlich war aber ich da draußen, und ich musste mich entscheiden: Okay, ich kann hier vom Gas gehen und die Reifen erhalten, aber andersherum könnte es besser sein. Ich wustse, dass sich eine Gelegenheit bieten würde, wenn ich den Druck aufrecht erhalte.

Wir haben viel über Reifenverschleiß während des Rennens gehört. Hattest du damit Probleme?

Ich hatte nicht wirklich Schwierigkeiten. Eine Zeit lang fuhr ich im Verkehr hinter ein paar anderen Autos. Zu diesem Zeitpunkt fühlte sich der Grip nicht so gut an. Genauso war es auch, als ich hinter Nico lag und in den Highspeed-Kurven Downforce verlor. Nachdem er aber gestoppt hatte, war das Auto wieder schnell. Ich denke, dass der Reifen noch länger gehalten hätte. Um ehrlich zu sein, waren die Reifen sehr gut. Es war insgesamt ziemlich einfach, eine Einstopp-Strategie zu fahren. Es gab nur ein Risiko und das bestand darin, mit den Rädern zu blockieren. Deshalb sah man Fahrer geradeaus durch die erste Kurve fahren, weil sie nicht versuchen wollten, die Kurve doch noch zu erwischen, um dann auf eine viel langsamere Zweistopp-Strategie wechseln zu müssen. Der Gedanke dahinter war, die Bremse los zu lassen, wenn ein Rad blockiert, und geradeaus zu fahren. Das hat Nico zweimal getan und auch andere Piloten. Das ist so eine coole Strecke, aber um mehr Racing zu erzeugen, wären mehr Reifenwechsel gut gewesen. Ein weicherer Reifen wäre eine etwas größere Herausforderung gewesen, denn auf unsere Reifen hier konnte man ziemlich einfach achten.

War es nach den letzten paar Rennen eine Erleichterung, sieben Punkte aufgeholt zu haben? Hast du beim Kampf um den Titel neue Zuversicht gewonnen?

Ich hatte insgesamt das Gefühl, in guter Verfassung zu sein. Ich kam mit einer positiven Einstellung nach Monza. Das Coole am Rennen war, dass ich wieder ein Problem hatte, es aber in den Griff bekam. Ich warte immer noch auf ein Rennwochenende, an dem es keine Probleme gibt. Aber all meine gesammelten Erfahrungen haben mich darauf vorbereitet. Ich war deutlich schneller als die anderen. Das Gefühl hatte ich am gesamten Wochenende. Also muss ich sicherstellen, dass das auch weiterhin der Fall ist.

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