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Lewis: “Ich liege noch immer gut im Titelrennen – das ist eine riesige Motivation für mich”

Lewis: “Ich liege noch immer gut im Titelrennen – das ist eine riesige Motivation für mich”

Es war ein gutes Gefühl, in Monza endlich wieder auf dem obersten Podestplatz zu stehen. Ganz besonders nach dem harten Start ins Rennen. Nach den schwierigen Anfangsrunden flog das Auto aber geradezu über die Strecke. Es war großartig, die Pace umzusetzen, von der ich vom Beginn des Wochenendes an wusste, dass ich sie hatte. Da Nico Zweiter wurde, konnte ich meinen Rückstand nicht allzu sehr verringern. Aber es gibt noch viele Punkte zu holen. Ich bin froh, dass ich einen Schritt nach vorne gemacht habe. Trotz der Höhen und Tiefen liege ich noch immer gut im Rennen um die Weltmeisterschaft. Das motiviert mich riesig für die ausstehenden sechs Rennen. Los geht es in Singapur. Das ist ein fantastischer Ort, um die abschließenden Überseerennen der Saison in Angriff zu nehmen. Die Stadt ist voller Leben und die Strecke ist einfach super. Es ist ein Straßenkurs und ich liebe Straßenkurse. Ich habe dort 2009 schon gewonnen. Das war ein absolut besonderes Erlebnis für mich. Bei meinem ersten Rennen dort stand ich 2008 ebenfalls auf dem Podium - allerdings hätte es ein Sieg sein sollen. Seitdem hatte ich auf dieser Strecke nicht viel Glück. Hoffentlich ändert sich das am nächsten Wochenende.

Singapur: Im Cockpit mit Lewis

Es ist absolut einzigartig, dass wir in Singapur das gesamte Wochenende über in der europäischen Zeit bleiben. Wir wachen am Nachmittag auf und gehen bei Sonnenaufgang schlafen. Es ist praktisch eine Nachtschicht. Ich bin mir sicher, dass die Jungs und Mädels, die das regelmäßig in unseren Werken machen, damit absolut keine Schwierigkeiten hätten! Aber für uns ist es etwas Anderes. Es kann ein, zwei Tage dauern, bis wir uns daran angepasst haben. Wir fahren hier jedoch schon seit einigen Jahren, also gewöhnt man sich daran.

Singapur ist ein ganz besonderes Rennen. Der offensichtlichste Unterschied ist natürlich, dass es ein Nachtrennen ist. Aber darüber hinaus ist es ein spektakuläres Event in einer großartigen Stadt. Besonders hart ist die Hitze - allen voran die Luftfeuchtigkeit. Als Fahrer kann man im Verlauf des Rennens mehrere Kilo verlieren. Dadurch ist es eine echte Herausforderung, konzentriert zu bleiben, wenn man beinahe zwei Stunden lang Vollgas geben muss. Es ist äußerst wichtig, immer genügend Wasser aufzunehmen und den Energielevel oben zu halten. Denn der kleinste Konzentrationsverlust kann dir das Rennen ruinieren.

Es ist nicht ganz einfach, den Bremspunkt für Kurve eins zu finden. Die Stelle ist wie viele andere auf dieser Strecke recht wellig. Somit bewegt sich das Auto dort recht stark. Am Ausgang muss man weit hinaus driften und den gesamten Kerb in der zweiten Rechtskurve mitnehmen. Danach bremst man die dritte Linkskurve gerade an. Hier muss man gut herauskommen, bevor man aus Kurve vier herausbeschleunigt. Vor Kurve fünf muss man wieder auf den Bodenwellen bremsen.

Dort ist es sehr wichtig, seine niedrigste Geschwindigkeit so hoch wie möglich zu halten. Denn man muss so schnell wie möglich auf die DRS-Zone auf der Gegengeraden einbiegen. An dieser Stelle gibt es eine kleine Kurve, in der man so sauber wie möglich fahren muss. Das Auto setzt dort bis zu Kurve sieben auf. Diese Kurve bremst man ungefähr beim 100-Meter-Schild an. Dabei nimmt man viel Geschwindigkeit mit hinein. Hier ist das Auto wegen der Bodenwellen unberechenbar.

Vor der engen Haarnadel in Kurve acht muss man wieder stark abbremsen. An diesem Punkt sind die Reifen richtig heiß. Somit kann es schwierig sein, viel Traktion zu haben. Dadurch wird Kurve neun noch schwieriger. Man muss sehr vorsichtig und geduldig sein, da der Kurvenausgang sehr nah an der Mauer liegt. Hier kann das Auto sehr leicht übersteuern. Damit könntest du dir dein Rennen ruinieren.

Es folgt ein kniffliger Streckenteil. Los geht es mit Kurve zehn. Dort gab es früher eine schreckliche Schikane. Jetzt ist es eine recht schnelle Linkskurve, die in eine schnelle Schikane in den Kurven elf und zwölf mündet. An dieser Stelle ist die Strecke ziemlich eng. Jetzt geht es über die Brücke, wo man recht leicht die Vorderräder blockieren kann, wenn man hart für die Haarnadel in Kurve 13 bremst.

Der Ausgang von Kurve 13 ist entscheidend für die folgende Gerade bis zu Kurve 14. Dort gibt es überraschend viel Grip am Kurveneingang. Deshalb kann man hier schön und spät bremsen. Nach einer weiteren kurzen Gerade beginnt der technisch anspruchsvolle letzte Sektor. Den Beginn machen die Kurven 15, 16 und 17. Man bremst und lenkt durch die lang gezogene Kurve 15. Hier ist es ebenfalls einfach, sich zu verbremsen. Danach geht es sofort rechts und dann wieder links (Kurven 16 und 17).

In den Kurven 18 und 19 kann man leicht das Heck verlieren. Dann muss man in der letzten Schikane in den Kurven 20 und 21 etwas den Kerb mitnehmen. Auch hier ist die Strecke sehr wellig. Ein bisschen Übersteuern kann hier schnell zu einer Mauerberührung führen. Die letzten beiden Kurven sind beinahe eine Kurve mit zwei Scheitelpunkten. Sie werden schnell durchfahren und führen dich zurück auf die Start- und Zielgerade.

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