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Lewis: “Ich vertraue den Jungs zu 100%”

Lewis: “Ich vertraue den Jungs zu 100%”

Max (Verstappen) befand sich in meinem Boxenstoppfenster, also versuchte ich einfach nur, ihn herauszubekommen. Ich denke, das hatte ich beinahe geschafft. Aber dann habe ich auf der Geraden einfach urplötzlich Leistung verloren. Ich konnte hören, dass etwas explodiert ist und dann musste ich anhalten. Man muss das ehrlich gesagt von meinem Standpunkt betrachten. Auf der einen Seite hatten wir in den vergangenen beiden Jahren diese unglaublichen Erfolge. Dafür bin ich sehr dankbar. Diese Jungs arbeiten sehr hart und wir fühlen jetzt alle gemeinsam diesen sagenhaften Schmerz. Du hast eben noch das Rennen angeführt und bist dann ausgefallen. Wenn du danach aus dem Auto aussteigst, ist es sehr schwierig, etwas Positives zu sagen. Ich habe es in den TV-Interviews schon angesprochen: Mercedes hat 43 Motoren oder ein paar mehr wegen meiner drei zusätzlichen Motoren gebaut. Leider scheine ich die meisten, wenn nicht sogar alle, Defekte davon gehabt zu haben. Das ist schwer zu verdauen. Aber ich vertraue den Jungs zu 100%. Es ist mein viertes Jahr mit ihnen und ich habe hundertprozentiges Vertrauen in die Jungs in der Box sowie zuhause in den Werken. Ich liebe es, hier zu sein. Ohne sie hätte ich diese beiden Weltmeisterschaften nicht gewonnen. Der Kampf ist jetzt hart, und war es schon das gesamte Jahr über, aber ich sehe es als einen Test meiner Willensstärke und meines Geistes an. Wer ich als Mensch bin und wie ich zurückschlagen kann. Wer hinfällt, muss eben wieder aufstehen. Das trifft nicht nur auf mich zu, sondern auch auf die Jungs. Ich habe in den Augen meiner Mechaniker Tränen gesehen. Ich weiß, dass sie alle den Schmerz spüren. Aber wie gesagt, es geht darum, wie wir jetzt wieder aufstehen. Wir müssen immer daran denken, was wir bereits erreicht haben. Kurzfristig mag es nicht rosig aussehen und langfristig mag es in diesem Jahr auch nicht so gut sein, aber es gibt trotzdem viel Positives mitzunehmen. Es stehen noch immer fünf Rennen aus und wenn ich mich so schlagen kann, wie ich es an diesem Wochenende gezeigt habe, ist immer noch alles drin. Wir werden es herausfinden. Die Jungs werden den Motor untersuchen und verstehen, was passiert ist. Bei jedem Motorenproblem haben sie das bislang so gemacht und die Ursache herausgefunden. Das versetzt uns potentiell in eine bessere Position, um sicherzustellen, dass dies nächstes Jahr nicht noch einmal passiert. Ich kann nicht mehr machen, als ich an diesem Wochenende getan habe. Korrekt arbeiten, so konzentriert wie möglich sein, solch eine Performance zeigen und beten, dass das Auto hält. Ich glaube noch immer daran. Das ist etwas Gutes. Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob der Mann da oben oder eine höhere Macht ein wenig eingreift. Aber ich habe das Gefühl, dass mir diese Gelegenheit geschenkt wurde, um hier zu sein und so viele großartige Menschen um mich herum zu haben – in diesem großartigen Team. Ich habe die letzten beiden Weltmeisterschaften mit vielen Siegen gewonnen. Ich breche immer wieder Rekorde. Heute fühlt es sich nicht gerade toll an, aber ich muss für all das dankbar sein. Wenn mich eine höhere Macht am Ende des Jahres nicht als Weltmeister sehen möchte, dann muss ich dies, nach all dem was ich dafür getan habe, akzeptieren. So lange ich die Saison in dem Wissen beende, dass ich alles gegeben und getan habe, was in meiner Macht gestanden hat, dann kann man nicht mehr verlangen. Vergesst bitte nicht, dass ich Weltmeister bin. Ich bin okay.

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