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Luigi Fagioli

Luigi Fagioli

Als Rennfahrer ist Luigi Fagioli, gebürtig 1898 in der Nähe von Ancona und von denen, die ihn mögen, zärtlich "der alte Abruzzenräuber" genannt, ein Spätentwickler. Erst 1926 bestreitet er mit 28 Jahren seine erste Veranstaltung, 1930 gewinnt er erstmals - bei der Coppa Principe di Piemonte, in einem Maserati. 1933 wird Fagioli italienischer Meister im von Enzo Ferrari geführten Alfa-Romeo-Team. Den Rennfahrer sieht man ihm nicht an. Er zeichnet sich jedoch hinter dem Lenkrad durch Beständigkeit und Einsatzfreude aus.

Diese Eigenschaften bringen ihm eine Einladung in die Mercedes-Benz Werksmannschaft für 1934 ein. Fagioli revanchiert sich umgehend mit den beiden Grand-Prix-Siegen in Monza (zusammen mit Rudolf Caracciola) und im spanischen Lasarte und sattelt 1935 noch einmal drauf mit Platz eins beim Saisonauftakt in Monaco. Erfolge bei der Coppa Acerbo in Pescara (1934) und auf der Avus (1935) sowie in Barcelona (1935) untermauern die Richtigkeit der Wahl. 1936 läuft sein Vertrag aus.

Danach fährt er für Auto Union, nach dem Zweiten Weltkrieg für Alfa Romeo. Dort zählt er zu den "drei großen F", Fangio, Farina und Fagioli, die 1950 und 1951 Formel-1-Erfolge im Wesentlichen untereinander ausmachen. Beim Training zum Grand Prix von Monaco 1952 kollidiert er mit einer steinernen Balustrade. Drei Wochen nach dem Unfall, am 20. Juni, stirbt "der alte Abruzzenräuber".

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