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Malaysia – Rennblog: Freitag

Malaysia – Rennblog: Freitag

Freitag, Rennwochenende

Als mein Wecker klingelte fühlte es sich so an, als sei ich erst vor fünf Minuten ins Bett gefallen – aber weit gefehlt, es war tatsächlich höchste Zeit aufzustehen. Der gestrige Besuch der PETRONAS Zwillingstürme hatte doch ein wenig länger gedauert, als eigentlich angedacht. Meine Gastgeber boten mir einen wirklich schönen Abend, um den Tag ausklingen zu lassen. Die Sicht vom Tower ist wirklich atemberaubend. Glücklicherweise hatte sich das Unwetter gerade verzogen, so dass man eine sehr weite Sicht hatte. Von der Sky Bridge aus konnten wir also fast ganz KL unter uns ausgebreitet sehen. Die 'Bridge' fährt zwischen den beiden Türmen hin und her. Wenn die Winde sehr stark sind, merkt man die Bewegung, wurde mir jedenfalls berichtet.

Auf den Straßen hin zur Rennstrecke war weitaus mehr los an diesem Morgen und einige waren abenteuerlich unterwegs. Besonders jene, die versuchten durch die Autos, die in Richtung Fahrerlager fuhren, die Straße zu überqueren.. alle scheinen sehr aufgeregt, dass die Formel 1 wieder im Lande ist. Im Fahrerlager selbst ging es ebenfalls recht belebt zu, als ich kurz vor 8 Uhr ankam. Alle Teams steckten bereits voll in den Tagesvorbereitungen für die Trainings.

Meine erste Aufgabe bestand darin die Rechner mit den Analysiersystemen anzuschalten, während das Team Boxenstopps übte. So viele Jungs die in Perfektion zusammen arbeiten, das ist schon beeindruckend, wenn man das beobachtet! Danach wurden zum ersten Mal an diesem Tag die Autos angelassen und auf Betriebstemperatur gebracht, sowie alle Systeme überprüft. Zum Beispiel schauen wir nach dem Motor und ob die Schaltung einwandfrei funktioniert, nach dem Bremssystem und der Lenkanlage, nach der Elektronik und noch jede Menge andere kleine Dinge. Wenn wir das einmal abgehakt haben, nehme ich eine Probe vom Öl und wenn diese Daten abgeglichen sind, flitze ich schnell zum Catering und frühstücke. Danach sind alle fertig und die Action kann beginnen.

Nach dem ersten Training nehmen wir erneut eine Probe vom Öl, sowohl vom Motor, als auch vom Getriebe, während die Mechaniker damit beschäftigt sind, die Autos für die zweite Session vorzubereiten. Das sind meist sehr hektische Stunden in denen die Techniker und Ingenieure viel zu tun haben und die zusätzliche Herausforderung, auch unseren Gästen etwas zu bieten, die wissen wollen, was genau passiert. An diesem Wochenende geht es besonders hektisch zu, weil wir viele Besucher von PETRONAS haben. Also treffe ich viele Menschen und erkläre wie wichtig zum Beispiel das Öl ist, wenn es um die Leistung des Autos geht.

Der Freitag ist wahrscheinlich der anstrengendste Tag, denn das ist unsere letzte Möglichkeit das Getriebe oder den Motor zu wechseln, bevor es ernst wird. Meist arbeiten wir daher bis spät abends – der wiederum endet eher als früher Samstagmorgen. Dann geht es zurück ins Hotel, wenn das Auto einmal fertig ist und alles noch einmal überprüft wurde, die Proben abgeschlossen sind und das Anlassen funktioniert. Wenigstens beginnt der Samstag nicht ganz so früh, die Qualifikation startet erst 17 Uhr. Es geht also direkt ins Bett, man muss die Mütze Extraschlaf ja gut nutzen.

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