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Matt Deane: “Die Besten zu sein, ist uns in Fleisch und Blut übergegangen”

Matt Deane: “Die Besten zu sein, ist uns in Fleisch und Blut übergegangen”

Ihr kennt sie wahrscheinlich hauptsächlich so: Sie warten am Sonntagnachmittag, sind in feuerfesten Anzügen und mit Helmen gekleidet und sitzen die meiste Zeit in der Box herum und tun nichts. Sie wirken ziemlich entspannt, aber dann - aus dem Nichts und noch bevor man es realisiert hat, beginnt das Ballett.

In weniger als fünf Sekunden springen mehr als 20 Leute aus ihren Sitzen und stehen vor der Box für einen Boxenstopp bereit - egal ob geplant oder unerwartet.

Wir sprachen mit dem Chefmechaniker des Teams, Matt Deane, um genau zu verstehen, was bei einem Boxenstopp während des Rennens passiert…

"Während eines Rennens ist die Kommunikation zwischen allen der Schlüssel." Matt achtet genau darauf, was passiert, als eines der Autos beim FIA Scrutineering gewogen wird. Dann sagt er zu uns: "Die Jungs verfolgen das Rennen auf einem großen Bildschirm in der Mitte der Box. Sie sind immer in Alarmbereitschaft und müssen auf alles vorbereitet sein. Der nächste Reifensatz steht immer bereit und wird lange vor dem geplanten Boxenstopp noch einmal überprüft." Trotz der präzisen
Planung und unzähligen Boxenstoppübungen kann es immer eine Überraschung geben. "Sie müssen für den Fall konzentriert und auf eine Planänderung vorbereitet sein - etwa wenn es plötzlich anfängt zu regnen oder das Safety Car rausgeht."

Acht Mechaniker kümmern sich ausschließlich um die Reifen. Matt erklärt: "Sie müssen das Geschehen genau verfolgen und jederzeit bereit sein. Sie schon unterwegs sein, wenn ein Fahrer spä an die Box gerufen wird."

Obwohl der Digitalfunk bei der Kommunikation immer wichtiger geworden ist, vertrauen die Teams zur Absicherung immer noch auf gute, alte Methoden: "Ich bevorzuge Gesten und zeige den Jungs den Daumen nach oben, um sicher zu gehen, dass sie verstanden haben, was über Funk besprochen wurde. Es ist immer wichtig, in ihren Gesichtern zu sehen, dass sie verstanden haben, worum es geht."

Nicht jeder in der Box hört auch jeden Funkspruch, auf diese Weise soll vor allem Verwirrung verhindert werden. Außerdem bleiben die Jungs dann konzentriert. "Sie hören nur Ron (Meadows, Sportdirektor) oder mich. Ich weiß normalerweise zwei oder drei Runden vor jedem Stopp, was los ist und kann es dann den Jungs mitteilen, damit sie sich fertig machen." Jedes Feedback der Fahrer oder der Ingenieure muss zum Team weitergegeben werden: "Wenn ein Fahrer etwa eine Frontflügelanpassung verlangt, wird das sofort an die Jungs weitergeleitet. Wir informieren sie auch über die Reifen, die verwendet werden sollen und alle anderen Aufgaben, etwa das säubern des Visiers oder die Suche nach Beschädigungen am Auto."

"Ich brauche Leute, denen ich vertraue. Die habe ich hier”

Konstant gute Ergebnisse kommen von stetigem Training. Deshalb absolviert die Boxenmannschaft ab ihrer Ankunft an der Strecke sowie in den Trainings am Freitag und Samstag ein intensives Trainingsprogramm. "Die Jungs müssen entspannt und konzentriert sein und das kommt nur mit der Erfahrung. Man muss diese Arbeit für mehrere Jahre ausüben, bevor man die richtige geistige Einstellung dafür hat."

Matt vertraut seiner Mannschaft und muss sich komplett auf sie verlassen können: "Ich muss den Jungs, die das Auto vorne und hinten anheben, blind vertrauen. Wenn sie das Auto zu schnell herunterlassen, könnte das ein Problem sein. Ich brauche Leute, denen ich vertraue. Die habe ich hier."

Um sich zu entspannen und am Ende des Tages etwas Spaß zu haben, richten die Jungs einen "Boxenstopp-Wettbewerb" aus, bei dem sie sich gegenseitig antreiben, ihre Aufgaben immer schneller zu absolvieren. "Alle schauen von außen zu", verrät Matt mit einem Lächeln. "Es ist eine echte Herausforderung und die Verlierer müssen den Gewinnern nach der Arbeit ein Bier ausgeben!" So können sich die Jungs gegenseitig antreiben und zu noch besseren Leistungen bringen. "Unsere Crew liebt ihre Arbeit. Eine tolle Leistung ihrerseits wirkt sich auf unser Rennen aus. Sie arbeiten als Team zusammen, aber auch einzeln. Die Formel 1 ist Teil unserer DNS. Sie ist uns in Fleisch und Blut übergegangen. Wir möchten immer die Besten sein."

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