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Mercedes-AMG Motorsport und die “Finnish Connection”

Mercedes-AMG Motorsport und die “Finnish Connection”

Mercedes-AMG verbindet eine lange und vor allem erfolgreiche Beziehung mit seinen finnischen Lenkradartisten. Diese Tradition setzt sich in diesem Jahr fort: Mit Valtteri Bottas geht in der Saison 2017 bereits zum vierten Mal ein Finne mit Mercedes-AMG Power in der Formel 1 an den Start. Wir werfen einen Blick auf das finnische Vermächtnis in den Motorsport-Geschichtsbüchern.

Mika Häkkinen: Der 'fliegende Finne'

Ein Finne im Mercedes? Das ruft bei vielen Motorsport-Fans augenblicklich Erinnerungen an den 'fliegenden Finnen' Mika Häkkinen hervor. Mika gewann 1998 und 1999 nicht nur zwei Formel 1-Weltmeisterschaften für McLaren-Mercedes. Er entwickelte sich durch seine freundliche Art und seine Auftritte in Mercedes-Benz Werbespots zum absoluten Publikumsliebling und Sympathieträger für die gesamte Marke. Unvergessen sind seine beiden WM-Titel, seine 20 Grand Prix-Siege und seine unzähligen Duelle mit Michael Schumacher - insbesondere das legendäre Überholmanöver auf der Kemmel-Geraden in Spa 2000.

Nach der Saison 2001 verabschiedete sich Mika in den Formel 1-Ruhestand, den er nur für einen einmaligen F1-Testausflug 2007 einmal kurz unterbrach. Zu diesem Zeitpunkt hatte er gerade seine dritte und letzte Saison für Mercedes-AMG in der DTM beendet. Zuvor kehrte der Formel 1-Doppelweltmeister in der Saison 2005 in Vollzeit ins Renncockpit zurück - natürlich in Diensten des Sterns. Allerdings nicht in einem F1-Boliden, sondern in einem DTM-Rennwagen.

Gleich in seiner ersten Saison gelangen Mika ausgerechnet auf der legendären Strecken in Spa-Francorchamps seine erste Pole Position und sein erster Sieg in der DTM. Am Ende seiner Debütsaison stand für ihn Gesamtrang fünf zu Buche. Nach einem sieglosen Jahr 2006 kehrte er 2007 auf die Siegerstraße zurück und gewann sowohl auf dem Lausitzring als auch in Mugello, wo er von Startplatz 15 einen beeindruckenden Sieg einfuhr. Nach 31 Rennen, drei Siegen und acht Podestplätzen zog Mika am Ende des Jahres einen Schlussstrich unter seine DTM-Karriere. In seiner Rolle als Markenbotschafter absolvierte er in der Folge aber noch einige Renneinsätze im Mercedes SLS AMG GT3 Rennflügeltürer.

Finnische Staffelübergabe bei McLaren-Mercedes

Nachdem Mika die Formel 1 Ende 2001 verlassen hatte, setzte ein anderer Finne die weiß-blaue Tradition bei McLaren-Mercedes fort: Kimi Räikkönen wechselte vom Sauber Team in Hinwil nach Woking. Zwischen 2002 und 2006 gelangen dem 'Iceman' neun Siege, elf Pole Positions, 36 Podestplätze und 19 schnellste Rennrunden für das Team. Der Finne stieß mit nur einem Jahr Formel 1-Erfahrung zur Mannschaft, entwickelte sich jedoch rasch zu einem der angesehensten Racer im Feld, der sich 2007 in einer der spannendsten WM-Entscheidungen der Geschichte ebenfalls zum Weltmeister krönte.

Ein Jahr nach Räikkönens Wechsel nach Maranello nahm 2008 erneut ein viel versprechendes Talent aus Finnland im McLaren-Mercedes Cockpit Platz. Heikki Kovalainen hieß der neue Teamkollege von Lewis Hamilton. Das absolute Highlight seiner beiden Jahre im Team war ganz klar sein erster Grand Prix-Sieg in Ungarn 2008. Mit Valtteri Bottas sitzt 2017 nun zum vierten Mal ein Finne am Lenkrad eines Formel 1-Autos mit Mercedes-Power - und das erste Mal eines reinen Werks-Silberpfeils.

Formel 1-Statistik: Finnen & Mercedes-AMG

Name Saisons Rennen Siege Poles Podiums Schn. Runden
Valtteri Bottas 2014-2016 58 9 1
Mika Häkkinen 1995-2001
(2 WM-Titel)
113 20 26 44 25
Heikki Kovalainen 2008-2009 35 1 1 3 2
Kimi Räikkönen 2002-2006 87 9 11 36 19

Keke Rosberg: Ein weiterer Formel 1-Weltmeister in der DTM

Die Verbindung zwischen der Marke mit dem Stern und finnischen Rennfahrern besteht allerdings nicht nur in der Königsklasse des Motorsports. Lange bevor Mika mit seiner Mercedes-AMG C-Klasse um Siege kämpfte, feierte ein anderer finnischer Formel 1-Weltmeister bereits Erfolge in der DTM: Keke Rosberg.

Keke gewann 1982 als erster Fahrer seines Landes den Formel 1-Weltmeistertitel mit Williams. Er ist gemeinsam mit Mika und Kimi einer von nur drei Finnen, dem dies gelungen ist. 34 Jahre später wiederholte sein Sohn Nico in der vergangenen Saison dieses Kunststück im Silberpfeil - allerdings unter deutscher Flagge für sein Geburtsland.

Nach dem Ende seiner Formel 1-Karriere 1986 kehrte Keke Anfang der 90er Jahre wieder ins Renncockpit zurück und gab 1992 sein Debüt für Mercedes-AMG in der DTM. Bereits an seinem dritten Rennwochenende in Wunstorf erzielte Keke im zweiten Lauf seinen ersten DTM-Sieg. Mit insgesamt neun Podestplätzen belegte Keke den fünften Platz in der Gesamtwertung - genauso wie 13 Jahre später Mika in seiner Debütsaison in der DTM.

DTM-Statistik: Finnen & Mercedes-AMG

Name Saisons Rennen Siege Poles Podiums Schn. Runden
Mika Häkkinen 2005-2007 31 3 3 8 5
Keke Rosberg 1992 23 1 1 9 4

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