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Mercedes-Benz: Eine Geschichte voller Innovationen

Mercedes-Benz: Eine Geschichte voller Innovationen

Nur zwei Jahre später entwickelte Chefdesigner Ferdinand Porsche das Auto für das Targa Florio 1924, das auf dem Rennwagen basierte, der es 1923 beim Indianapolis 500 in die Top-10 geschafft hatte. Dieses gewann prompt das Rennen über 540 Kilometer und war nicht im traditionell deutschen Weiß, sondern in Rot lackiert, damit die Zuschauer keine Steine darauf warfen!

Im Folgejahr produzierte Daimler den letzten Rennwagen vor seinem Zusammenschluss mit Benz: den Model K Renntourenwagen. Dieser kraftvolle Mercedes war der Urvater einer legendären Familie mit Kompressionsmotoren von Mercedes-Benz: dem S, dem SS, dem SSK und dem SSKL.

MOTORAUFLADUNG

Basierend auf Technologie, die für Flugzeugmotoren entwickelt wurde, gaben die ersten Daimler Rennwagen mit Motoraufladung - damals wurde noch auf Kompression statt Turboladung gesetzt - ihr Debüt beim Targa Florio 1922. Da sie die Erlaubnis hatten in der Kleinwagen-Klasse zu starten, mussten die 1.6 Liter 6/25 PS Kompressionsmotoren, die zuvor in Berlin vorgestellt worden waren, modifiziert werden, um den 1.5 Liter Regularien zu entsprechen. Das Resultat war so effektiv, dass diese Technologie zum Standard für alle Mercedes-Benz Rennmotoren bis in die Fünfzigerjahre wurde.

Der Hochleistungs-Kompressionsmotor wurde ab dem Targa Florio in zwei Autos verbaut, womit man den 6/40/65 PS starken Mercedes-Motor in einer Reihe von kompressionsbetriebenen Rennwagen etablieren konnte, die erhebliche Erfolge und weltweite Anerkennung einfahren konnten.

Nur zwei Jahre später entwickelte Chefdesigner Ferdinand Porsche das Auto für das Targa Florio 1924, das auf dem Rennwagen basierte, der es 1923 beim Indianapolis 500 in die Top-10 geschafft hatte. Dieses gewann prompt das Rennen über 540 Kilometer und war nicht im traditionell deutschen Weiß, sondern in Rot lackiert, damit die Zuschauer keine Steine darauf warfen!

Im Folgejahr produzierte Daimler den letzten Rennwagen vor seinem Zusammenschluss mit Benz: den Model K Renntourenwagen. Dieser kraftvolle Mercedes war der Urvater einer legendären Familie mit Kompressionsmotoren von Mercedes-Benz: dem S, dem SS, dem SSK und dem SSKL.

DIREKTEINSPRITZUNG

Ähnlich wie die Kompressionsmotoren, hatte das Konzept der Direkteinspritzung seine Wurzeln in der Aeronautik ehe es durch die Rennprogramme von Mercedes auf die Straße gebracht wurde.

Daimler-Benz begann 1934 mit Kraftstoffeinspritzung zu experimentieren, aber es dauerte bis in die Fünfzigerjahre, ehe die Daimler-Benz Luftfahrtingenieure Scherenberg und Göschel ihr Wissen bündelten und die Direkteinspritzung im geplanten 300SL umsetzten.

Trotz der Herausforderung dieses Konzept auf viel kleine Motoren umzulegen, fruchtete der Versuch die Flugzeugtechnologie auf die Straße zu bringen. Der experimentelle Motor übertrumpfte seine Rivalen mit Vergaser in den Tests und wurde 1953 als Motor für die Rennwagen von Mercedes ausgewählt.

Der 3.0 Liter I6-Motor war auf Anhieb ein Erfolg. Der 300SL wurde bei seinem ersten Antreten - der Mille Miglia 1952 - Zweiter und Vierter und gewann wenig später die 24 Stunden von Le Mans und das Eifelrennen. In bewährter Tradition sah Mercedes die Rennstrecke als Versuchsfeld und so wurde der 300SL der erste Sportwagen, der Direkteinspritzung verwendete.

Nachdem die Technologie seinen Wert bei Sportwagen-Rennen unter Beweis gestellt hatte, wurde Direkteinspritzung auch in das fortgeschrittene Design des M 196 Motors integriert, der die W 196 R Formel-1-Boliden zu zwei Weltmeisterschaften führte und den 300 SLR zum Gewinn der Sportwagen-WM 1955.

Hybrid Power

Der Begriff "KERS" erblickte das Licht der Welt in der Formel 1 2009, aber die Verbindung zwischen Hybrid-Technologie und Motorsport erstreckte sich bei Mercedes-Benz bereits über ein Jahrhundert.

Die frühen Experimente des Daimler-Chefingenieurs Wilhelm Maybach konzentrierten sich in den frühen 1900er-Jahren auf die Kombination von Benzinmotoren mit alternativen Antriebstechniken, aber der erste wahre Hybrid kam von einem Chefingenieur mit einem nicht minder berühmten Namen: Ferdinand Porsche.

Porsche hatte bereits 1897 einen Elektromotor für die Installation an der Radnabe entworfen, der 1900 in den Lohner-Porsche eingebaut wurde. Basierend auf dem System aus dem Lohner-Porsche, wurde beim Mercedes Mixte ein serienmäßiger Hybridantrieb eingesetzt, der einen Benzinmotor umfasste und einen Dynamo, der die Energie vom Motor in elektrische Energie umwandelte und die beiden Radnabenmotoren an der Hinterachse speiste.

Um die Leistung des Systems zu demonstrieren, entwickelte Porsche bis 1907 einen Mixte-Rennwagen mit einem 30/55 PS Motor, der einen Generator für die Radnabenmotoren antrieb, welche die elektrische Energie auf die Straße transferierten. Das Auto sollte 1907 am Taunus-Rennen teilnehmen, wurde aber während des Trainings zu stark beschädigt um starten zu können. 102 Jahre später trieb das Mercedes-Benz KERS Hybridsystem Lewis Hamiltons Auto beim ersten Hybrid-Sieg der Formel 1 beim Großen Preis von Ungarn 2009 an.

Die Erkenntnisse aus der Entwicklung des Hochleistungs-KERS Hybridsystems aus der Formel 1 flossen direkt in die Technologie im Herzen des SLS AMG Coupé Electric Drive ein. Die Batterie für den rein elektrischen Supersportwagen wurde gemeinsam mit Mercedes AMG High Performance Powertrains in Brixworth entwickelt, leistete 740 PS sowie unglaubliche 1.000 Nm Drehmoment und setzte damit einen neuen Richtwert für Energiedichte sowie eine Rekordrunde von 7:56 Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings!

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