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Nico: “Ein harter Kampf von Anfang bis Ende”

Nico: “Ein harter Kampf von Anfang bis Ende”

Nico, wieder ein enger Kampf mit Lewis und dann warst du nah dran, entgegen den Erwartungen doch noch zu gewinnen. Wie ist es gelaufen?

Ja, es war ein harter Kampf von Anfang bis Ende. Ich hatte nicht den besten Start, aber ich kam besser durch Kurve eins und blieb so vorne. Danach war es ein harter Kampf. Ich blieb bis zu meinem zweiten Boxenstopp in Führung, aber dieser war langsamer und so fiel ich zurück. Danach wusste ich nicht wirklich, was los war. Ich verlor viel Leistung und das Auto war danach sehr langsam auf den Geraden. Ich gab bis zum Ende alles, versuchte ständig Qualifying-Runden zu fahren, aber es hat nicht ganz gegen Daniel (Ricciardo) gereicht. Glückwunsch an ihn: Es ist fantastisch für ihn, seinen ersten Sieg zu holen.

Du hattest einiges zu tun, wenn man bedenkt, wie plötzlich deine Pace abgefallen ist: Wie schwierig war das?

Ich hatte kein KERS mehr. Danach gewinnt das Auto keine Energie mehr zurück und die Hinterradbremsen müssen die gesamte Arbeit alleine verrichten. Dann überhitzen sie. Es war ein Problem das zum nächsten führte. Das erschwerte die Situation ungemein. Ich musste die Bremsen stark abkühlen und verlor viel Leistung auf den Geraden. Gleichzeitig gab ich Vollgas und fuhr eine Qualifyingrunde nach der anderen, um so vor meinen Verfolgern zu bleiben. Das gelang mir bis zwei Runden vor Schluss. Aus dieser Perspektive ist es ein sehr gutes Ergebnis, das mit viele Punkte einbringt. Das heutige Rennen hat bewiesen, dass wir weiter Gas geben müssen. Wir hatten einige Zuverlässigkeitsprobleme und wir müssen sicherstellen, dass wir ab sofort keine mehr haben.

Was wog mehr: Der Leistungsverlust oder die folgenden Bremsprobleme?

Nachdem ich meine Bremspunkte angepasst hatte, weil ich mit viel weniger Speed ankam, war das eigentlich okay. Die Bremsen waren schwieriger zu handeln, weil meine Bremsbalance sehr weit nach vorne eingestellt war. Dadurch blockierten die Vorderräder leicht. Gleichzeitig musste ich Qualifying-Runden fahren, um vorne zu bleiben. Ich setzte die Vorderreifen ziemlich unter Druck und das war eine ziemliche Herausforderung.

Bist du über die verpasste Siegchance enttäuscht oder glücklich darüber, dass du wichtige Punkte für den WM-Kampf geholt hast?

Es war ein äußerst schwieriger Tag. Deshalb ist es positiv, Zweiter geworden zu sein. Ich wusste es am Ende gar nicht: Ich sah die ganzen Autos hinter mir und fand es erst nach dem Rennen heraus, als ich meinen Ingenieur fragte! Rückblickend ist es natürlich enttäuschend für das Team, den Sieg verloren zu haben. Wir haben ein großartiges Auto, da ist es eine riesige Enttäuschung für uns, nicht zu gewinnen und nur mit einem Auto ins Ziel zu kommen. Unser Anspruch ist es, bei jedem Rennen einen Doppelsieg einzufahren. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass wir beim nächsten Rennen in Österreich wieder dahin kommen. Natürlich konnte ich meine WM-Führung ausbauen, was sehr wichtig ist. Aber uns ist absolut bewusst, dass Red Bull ein unglaublich starkes Team ist und sie wie verrückt pushen, um uns einzuholen. Wir stellen stets sicher, dass unser Antrieb der gleiche wie im letzten Jahr bleibt, als wir eine halbe Sekunde hinter ihnen lagen. Wir wollen unseren Vorsprung ausbauen.

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