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Nico: “Ich bin enttäuscht, aber Lewis fuhr ein tolles Rennen und er verdiente es”

Nico: “Ich bin enttäuscht, aber Lewis fuhr ein tolles Rennen und er verdiente es”

Nico, du kamst beim Start perfekt weg und führtest im ersten Stint. Die beiden Vorfälle in Kurve eins waren allerdings das Gesprächsthema. Waren das deine Fehler? Was kannst du uns darüber erzählen?

Nein, das war nicht mein Fehler. Der andere war Schuld... ich mache nur Spaß! Lewis kam so schnell von hinten an. Ich musste meine Pace erhöhen und daraus resultierte ein Fehler. Das war wirklich schlecht und kostete mich letztlich die Führung. Aus meiner Sicht ist das sicherlich sehr enttäuschend. Am Ende des Tages war es aber ein großartiges Ergebnis für das Team. Nach den Schwierigkeiten zuletzt, war es der erste Doppelsieg seit langer Zeit. Wir sind wieder da, wo wir sein müssen. Das ist super. Ich persönlich war kurz danach natürlich enttäuscht. Aber für den zweiten Platz gibt es immer noch viele Punkte. Es ist also kein völliges Desaster. Schade, dass es nicht funktioniert hat. Aber Lewis fuhr ein tolles Rennen und verdiente es. Es ist also in Ordnung.

Hat dich der zweite Fehler nachhaltig beeinflusst? In den darauffolgenden zwei Runden hast du zwei Sekunden verloren...

Ich erinnere mich nicht, was passiert ist. Vielleicht lag es am Verkehr? Möglicherweise habe ich jemanden überrundet. Das war das größte Problem, aber ich bin nicht ganz sicher. Lewis war sowieso sehr schnell in dieser Phase. Also hat sich dadurch nicht wirklich viel geändert. Darüber hinaus gab es nichts Spezielles.

Kannst du uns mehr über die Schwierigkeiten beim Bremsen in der ersten Schikane erzählen?

Mit Blick auf die Bremsen ist Monza eine der schwierigsten Strecken. Das liegt an der geringen Downforce und dem Fakt, dass wir hier die höchsten Geschwindigkeiten des Jahres erreichen. Das soll keine Entschuldigung oder Ähnliches sein, aber so ist es nun einmal. Das ist eine der Herausforderungen an diesem Wochenende. Leider habe ich es zwei Mal im Rennen nicht richtig hinbekommen.

Zum Ende des Rennens hast du dich um die Temperaturen deiner Bremsen gekümmert. War das auch ein Problem in der ersten Kurve? Waren die Bremsen während des Rennens ein Problem?

Nein, die Bremsen waren am Ende überhaupt kein Problem, als man es zum ersten Mal am Teamfunk gehört hat. Das ist nur etwas, das man ein bisschen kontrollieren muss. So etwas passiert immer, weil du recht viel aerodynamische Leistung verlierst, wenn du vorne die Bremskanäle öffnest. Du versuchst immer, das an ein gewisses Limit zu bringen. Im Rennen kann das schon einmal etwas darüber hinaus gehen. Es war nicht das erste Mal und es wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass so etwas geschieht. Ich denke, dass es für Monza ziemlich optimal war.

War eine Einstopp-Strategie für dich an der Grenze?

Nein, nicht wirklich. Die weicheren Reifen bauten recht stark ab, aber es war in Ordnung. Für ein noch spannenderes Rennen wären zwei Stopps besser gewesen. Aber für die Fans und die Fernsehzuschauer ist eine Einstopp-Strategie viel einfacher zu verstehen. Sie ist sehr geradlinig und simpel. Sobald es an zwei Boxenstopps geht, spielen unterschiedliche Reifenstrategien eine Rolle. Vor dem Fernseher ist das fast unmöglich zu verstehen. Es gibt natürlich aber auch einige Vorteile daran.

Gab es irgendwelche Schwierigkeiten mit dem Benzinverbrauch während des Rennens angesichts dessen, dass Monza eine so schnelle Strecke ist und einen hohen Vollgasanteil besitzt?

Nein, kein Problem. Das liegt am Mercedes Motor, nehme ich an!

Nach dem Rennen sahst du nicht allzu niedergeschlagen aus - obwohl du Zweiter hinter Lewis warst. Kann man sagen, dass die Balance nach Spa noch nicht wieder komplett hergestellt ist? Oder hat das nichts damit zu tun?

Spa liegt hinter mir - das habe ich schon vor dem Wochenende hinter mir gelassen. Im gestrigen Rennen ging es einfach nur um einen Fehler. Daran gibt es nichts Ungewöhnliches oder so. Zum Niedergeschlagen sein: Innerlich war ich sehr, sehr enttäuscht. Es gibt aber keinen Grund, den Kopf einzuziehen. Es ist immer noch ein Doppelsieg für das Team, und das ist ein großartiger Tag. Außerdem war es kein Desaster für mich - das ist Fakt. Ich muss mir schnell die Realität anschauen. Es gibt viel Schlimmeres als einen zweiten Platz. Ich habe nur sieben Punkte an Lewis verloren. Diesen Gemütszustand möchte ich gern annehmen.

Leider gab es ein paar Buhrufe auf dem Podium. War es enttäuschend, so etwas wieder zu hören? Wie gehst du damit um?

Das ist natürlich nicht schön, aber was soll ich dazu sagen? Ich hoffe, dass sie mit fortschreitender Zeit vergeben und vergessen. Das wäre super. Ich habe mich entschuldigt. Mehr kann ich einfach nicht machen.

Es sind noch sechs Rennen zu fahren und du führst mit 22 Punkten Vorsprung. Gibt es einen bestimmten Zeitpunkt, an dem man eher auf die Weltmeisterschaft als auf Rennsiege schaut?

Das weiß ich nicht. Ich komme im Moment am besten zurecht, indem ich versuche, die Rennen zu gewinnen, die ich gerade fahre. So fühle ich mich am wohlsten. Schauen wir mal. Vielleicht sage ich Bescheid, wenn ich meine Denkweise ändere.

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