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Nico: “Ich führe noch immer und bin entschlossen, die Führung zu verteidigen”

Nico: “Ich führe noch immer und bin entschlossen, die Führung zu verteidigen”

In Monza lief es für mich nicht ganz wie erwünscht. Dennoch gab es viele positive Aspekte, die ich von diesem Rennen mitnehmen konnte. Unser Silberpfeil sah im Vergleich zu unseren Gegnern erneut sehr schnell aus. Hoffentlich bleibt das bis zum Ende der Saison so. Natürlich war ich enttäuscht, Punkte im WM-Kampf gegen meinen Teamkollegen verloren zu haben. Aber ich liege noch immer in Führung und bin fest entschlossen, diese zu verteidigen. Jetzt geht es zum Großen Preis von Singapur. Einem der Höhepunkte des Jahres. Dort herrscht stets eine fantastische Atmosphäre und die gesamte Stadt erwacht am Rennwochenende zum Leben. Es ist absolut unwirklich. Ich würde jedem empfehlen, sich das Rennen dort anzusehen, wenn er die Gelegenheit dazu erhält. Es ist eine fantastische Erfahrung. Die Strecke, die Stadt, die Atmosphäre - einfach alles! Es ist Wahnsinn, wie praktisch die gesamte Stadt für die Formel 1 stillgelegt wird. Es ist absolut unglaublich, wenn man an all die Arbeit denkt, die dafür notwendig sein muss. In der Saison 2008 habe ich mit Platz zwei in Singapur mein zweites Formel 1-Podium eingefahren. Normalerweise gefallen mir Straßenkurse sehr. Entsprechend hoffe ich, diesmal einen Platz besser abschneiden zu können.

Aus Fahrersicht ist Singapur ein richtig hartes Wochenende. Das liegt hauptsächlich am seltsamen Zeitplan und der Hitze. Wir reisen direkt aus der europäischen Phase der Saison nach Singapur. Uns erwartet also eine große Umstellung. Der Körper muss sich schnell daran gewöhnen, um das Beste aus dem Wochenende herauszuholen. Die wichtigsten Faktoren sind aber wahrscheinlich die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit. Man schwitzt während jeder Session so viel, dass es schwierig ist, konzentriert zu bleiben und auf jeder einzelnen Runde sein Bestes zu geben.

Als Fahrer müssen wir ein spezielles Trainingsprogramm absolvieren, um auf solche Rennen physisch vorbereitet zu sein. Man verliert bis zu vier Liter an Flüssigkeit während des Rennens. Das kann recht kritisch sein, da es sich auf deine Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Die Schlussphase des Rennens macht nie viel Spaß, da man überall Schmerzen hat. Singapur gehört auch zu den längsten Rennen des Jahres. Wir fahren fast in jedem Jahr bis an die Zwei-Stunden-Marke heran.

Die Strecke macht es einem auch nicht einfacher. Man ist am Lenkrad ständig beschäftigt, um das Auto auf der Strecke zu halten. Es gibt absolut keine Zeit zur Entspannung. Eine Kurve folgt auf die andere. Es gibt nur sehr wenige Geraden und der Kurs hat die meisten Kurven im Rennkalender. Das macht das Rennen selbst bei normalen Bedingungen zu einer riesigen physischen Herausforderung. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit ist Singapur eines der härtesten Rennen der Saison.

Auf einem Straßenkurs wie diesem kann selbst der kleinste Fehler weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Die Strecke ist sehr eng und die Mauern sind sehr nah. Es ist eine große Herausforderung, die ich aber sehr mag. Ein Nachtrennen auf einem Straßenkurs ist etwas Anderes und für die Zuschauer sicher spektakulär anzusehen. Es ist zwar dunkel, aber es gibt so viele Scheinwerfer rund um die Strecke, dass es für dich im Cockpit keinen Unterschied macht. Es ist so hell, dass es fast wie ein Rennen bei Tageslicht ist. Um nicht geblendet zu werden, verwenden wir hier spezielle Visiere. Aber die Wahrnehmung ist dadurch wahrscheinlich sogar besser als bei einem normalen Rennen am Tag. Bislang sind wir hier noch nie im Regen gefahren. Das könnte für etwas Würze sorgen. Denn es wäre nicht nur für alle Fahrer eine neue Situation. Die Reflexionen der Scheinwerfer könnten auch die Sicht erschweren.

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