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Nico: “Komm schon, komm schon. Das muss einfach gehen!”

Nico: “Komm schon, komm schon. Das muss einfach gehen!”

Nico, ein hartes Ende für ein starkes Wochenende. Wie fühlst du dich?

Das war definitive der härteste Tag des Jahres für mich. Sogar noch härter als in Silverstone. Es war wie eine Achterbahnfahrt. Eine Achterbahn, die nur bergab fährt!

Wann hast du gemerkt, dass es ein Problem gab?

Die Probleme mit meinem Lenkrad begannen in der Box, schon vor dem Rennen. Es war seltsam, da das Team vorher fünf Checks gemacht haben muss, bevor ich ins Auto gestiegen bin. Alles sah gut aus. Dann bin ich eingestiegen und es hat nicht funktioniert! Es war ein schwieriger Moment, als ich in der Startaufstellung nicht weggekommen bin. Das Auto kam nicht aus Neutral heraus und als ich aus der Boxengasse losgefahren bin, konnte ich nur die Gänge wechseln. In der Boxengasse statt in der Startaufstellung zu stehen, und zu sehen wie alle vorbeifuhren, war hart. Ich steckte in einem niedrigen Engine Mode fest und hatte fast keine Hybrid-Power. Beinahe nichts am Lenkrad funktionierte und ich konnte die Drehräder nicht betätigen. Ich hatte keinen Funk und kein DRS. Nur meine Schaltwippen funktionierten und selbst sie nicht richtig. Jedes Mal wenn ich schaltete, schaltete es zwei Gänge hoch anstatt nur einem. Es war seltsam, weil es irgendwie funktionierte, aber ich hatte keinen zweiten, vierten und sechsten Gang. Dadurch lag das Auto schlecht. Die Bremsbalance war ebenfalls nicht richtig eingestellt. Deshalb konnte ich nicht richtig bremsen. Es es sehr, sehr langsam. Das war eine extreme frustrierende Erfahrung, da ich niemanden überholen konnte.

Das Team schien alles Menschenmögliche zu unternehmen, um dich wieder rauszuschicken. Hattest du das Gefühl, dass es irgendwann vielleicht wieder funktioniert hätte?

Wir versuchten, das Problem mit einem weiteren Lenkradwechsel beim Boxenstopp zu beheben. Das hatten wir schon in der Box und in der Startaufstellung gemacht. Wir hofften, dass die Systeme danach wie der Funk wieder anspringen würden. So hätten wir das Blatt wenden können. Es ging an und aus. Somit gab es ein Fünkchen Hoffnung. Ich dachte: "Komm schon, es muss einfach gehen!" Wenn es geklappt hätte, hätte ich noch immer die Chance auf ein solides Ergebnis gehabt - dank Safety Car und Umständen. Aber leider hat es letztlich nichts genutzt. Beim Boxenstopp hatte ich keinen Pitlimiter und konnte Neutral nicht auswählen. Der Plan so vor, mich hochzuheben. Dann sollte ich Vollgas geben und sie wollten das Heck des Autos wieder herunterlassen. Wir versuchten es, aber das Team entschied sich dazu, dass es zu gefährlich war. Es war klar, dass es keinen Sinn machte, weiter zu fahren. Wie sich herausgestellt hat, war es ein Problem mit der Lenkstange. Die Verbindung zwischen dem Lenkrad und dem Auto. Ein Wechsel machte also keinen Unterschied.

Du bist da geblieben und hast dir das Rennen angesehen. Wie hart war das?

Es war insgesamt ein schwieriger Tag für mich. Aber ich bin glücklich für das Team, dass wir wenigstens mit einem Auto gewinnen konnten, obwohl das andere stehen geblieben ist. Es war wenigstens eine positive Nachricht für sie, dass Lewis das Rennen gewinnen konnte. Es bedeutet mir viel, dass das Team einen Grund zur Freude hat. Es war wichtig, nicht zu viele Punkte in der Konstrukteurs-WM auf Red Bull zu verlieren. Dass ich den Rest des Rennens von der Boxenmauer aus angesehen habe, gab mir auch die Chance, zu schauen, ob ich so etwas lernen konnte. Und es gibt immer etwas zu lernen.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir müssen analysieren, was heute passiert ist, es lösen und alles weiter optimieren. Die Zuverlässigkeit ist in diesem Jahr unser Hauptproblem und wir müssen unser Bestes geben, um zukünftig eine hundertprozentige Haltbarkeit zu erreichen. Ich weiß, dass das Team mit Volldampf daran arbeitet. Sie arbeiten rund um die Uhr, um uns das bestmögliche Auto zu geben. Wir haben alle das gleiche Ziel. Es ist schwierig nach solch einem Tag etwas Positives mitzunehmen. Es spielt keine Rolle, ob es dein Fehler war oder das Auto kaputt gegangen ist. Ein Ausfall ist immer schwer zu verarbeiten und in jedem Fall verliert man wertvolle Punkte, die am Ende kostspielig sein könnten. Aber das Wichtigste ist, dass die Performance eindeutig vorhanden ist. Ich bin überzeugt, dass wir in Suzuka wieder schnell sein werden. Ich werde das gesamte Wochenende und für den Rest der Saison über Vollgas geben. Es ist nicht meine Art, der Vergangenheit hinterher zu weinen. Natürlich bin ich im Moment enttäuscht, aber morgen schaue ich nach vorne und mache weiter. Ich bin immer noch sehr optimistisch.

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