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Nico & Lewis über das Monaco-Qualifying

Nico & Lewis über das Monaco-Qualifying

Nico, zum ersten Mal seit 2012 steht kein Mercedes hier in Monaco auf der Pole Position. Red Bull und Daniel haben euch heute stark unter Druck gesetzt. Du hast im Q2 die Leitplanke berührt, aber was hat heute den entscheidenden Unterschied ausgemacht?

NR: Ich denke nicht, dass ich es verloren habe. Ich hatte es nie. Daniel war heute einfach schnell und deshalb haben sie eine verdiente Pole Position eingefahren. Das ist alles. Ich war einfach nicht schnell genug.

Vielen Dank. Lewis, die Geschichte des Qualifyings war natürlich dein Motorproblem zu Beginn von Q3. Es waren dramatische Szenen, als du in die Box zurückgeschoben wurdest. Wie sehr hat das deinen Rhythmus gestört? Auf deinem letzten Run lagst du dann doch auf Pole-Kurs, aber im letzten Sektor hat es nicht ganz gestimmt.

LH: Yeah, es war ein schwieriges Qualifying. Ich weiß nicht genau, was ich sagen soll. Das Gute ist, dass ich zumindest eine Runde fahren konnte. So gesehen war es nicht so schlecht wie einige andere Rennen mit Motorenproblemen. Ich bin dankbar, Dritter zu sein. Klar, die Pole war möglich, aber nichtsdestotrotz werde ich im Rennen alles geben, um das Beste aus dem heutigen Ergebnis zu machen.

Nico, du hast in den vergangenen drei Jahren hier gewonnen. Bis du neben ihm in der Pressekonferenz gesessen hast, wusstest du nicht, dass Daniel seine Zeit im Q2 auf den superweichen Reifen gefahren ist. Jetzt hattest du etwas Zeit, um darüber nachzudenken. Was erwartest du vom Rennen und was hat er noch im Köcher?

NR: Ja, ich war sehr überrascht von seiner Zeit im ersten Anlauf in Q3. Ich dachte, dass es gut aussehen würde, aber dann sah ich auf die Zeitenliste und er war drei Zehntel vor mir. Ich wusste, dass es schwer werden würde, das zu schlagen. Ich gab alles, aber es reichte nicht ganz. Was morgen angeht, weiß ich nicht genau. Ich habe am Start mehr Grip, vielleicht kann mir das helfen. In China bin ich mit härteren Reifen gestartet als jeder andere – das war nicht gut. Wer weiß, vielleicht spielt mir das hier in die Karten. Und wenn nicht, vielleicht geht etwas bei der Strategie. Aber ich weiß es nicht. Warten wir es ab. Ich bin mit unserer Strategie zufrieden.

Vielen Dank, zurück zu Lewis. Du hast dein Motorproblem kurz angesprochen. Was war das genau? Schwebt das immer noch über dem Rennen oder glaubst du, dass es behoben ist?

LH: Ich weiß noch nicht, was das Problem war. Deswegen kann ich ehrlich gesagt nichts dazu sagen.

Was ist morgen drin?

LH: Wenn das Auto funktioniert, werde ich so hart wie ich kann gegen diese Jungs kämpfen. Man kann hier nicht überholen... Daniel hat potentiell die bessere Strategie, aber vielleicht regnet es ja! Das wäre echt klasse.

Lewis, es ist nicht ganz klar, hat dich das Problem auf deiner Runde behindert?

LH: Im Q3? Nein, ich hatte eine Runde, um eine Zeit zu fahren. Es macht einen großen Unterschied aus, wenn man eine Sicherheitsrunde hat und darauf aufbauen kann. Ich hatte nur eine Runde, also war es unvermeidbar, dass ich auf P3 stehen würde.

Nach den Wintertests habt ihr Ferrari als euren größten Gegner angesehen. Ist es eine Überraschung oder gar ein Schick, dass Red Bull jetzt so schnell ist?

NR: Sie haben bei den letzten Rennen sehr gute Arbeit geleistet. Sie haben sehr rasch Fortschritte erzielt und nun einen großen Schritt mit dem Motor gemacht. Wir haben immer erwartet, dass sie ein harter Gegner sein würden. Aber wir sahen Ferrari als unseren ärgsten Verfolger an. Jetzt müssen wir dies in Frage stellen. Monaco ist natürlich eine einzigartige Strecke. Deswegen sollten wir keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Aber es geht sicher zwischen ihnen, Ferrari und uns zur Sache. Wir scheinen hier alle sehr nah zusammenzuliegen. Aber hoffentlich sind wir beim nächsten Rennen wieder etwas weiter weg.

Was denkst du, Lewis?

LH: Ich sehe es genauso wie Nico.

Lewis, das war sicherlich ein frustrierender Tag für dich. Morgen erwartet dich ein wichtiges Rennen. Wie willst du die Balance zwischen kontrolliertem und aggressivem Fahren halten? Denn du musst viele Punkte holen...

LH: Heute war der entscheidende Tag... Morgen ist ein weiterer. Es kommt, wie es kommt. Ich werde mein Bestes geben. Es gibt noch viele Rennen. Ich erwarte morgen nicht allzu viel. Mein Ziel ist natürlich, die zwei Autos vor mir zu überholen, aber warten wir es ab.

Lewis, du willst die beiden Autos vor dir überholen. Könnten die Ereignisse von Spanien deine Herangehensweise dabei verändern?

LH: Ich denke nicht, aber es gibt ohnehin nur wenig Platz in Kurve eins. Ich bezweifle, dass dort viel Raum sein wird. Es ist mehr ein Wartespiel, ein langes Rennen. Ich werde mein Bestes geben und schauen, wie das in der gegebenen Zeit ausgeht.

Wie ist es für euch, dass ihr nun mit einem anderen Team kämpfen müsst? In den vergangenen beiden Jahren gab es das nicht.

LH: Was es bedeutet? Wir müssen Rennen fahren. Das ist denke ich großartig für den Sport.

Und für euch beide?

LH: Es ist noch besser, denn es könnte den Abstand zwischen uns verringern. Ich sehe es positiv.

NR: Ich genauso, es ist ein guter Kampf. Mehr nicht.

Lewis, ziehen wir einen Schlussstrich unter deine Probleme heute. Das Auto war in Q2 wahrscheinlich perfekt. Dann bist du darin gesessen, rausgefahren und hast angehalten. Was ist genau passiert?

LH: Ja, ich beschleunigte und verlor dann die Boxengasse hinunter Leistung. Ich wusste nicht, ob sie wieder kommen würde. Sie baten mich, ein paar Einstellungen am Lenkrad vorzunehmen, was ich machte, aber es half nicht. Sobald ich angehalten hatte, war es wie ein Schluckauf. Ich musste den Motor ausschalten. Das hat mich meinen ersten Run gekostet. Ich hatte bereits drei Warm-Up-Runden hinter mir, um in den Rhythmus mit den anderen zu kommen. Als ich dann auf meine gezeitete Runde gegangen bin, waren meine Reifen vielleicht nicht mehr ganz frisch. Und natürlich ist eine Sicherheitsrunde immer superhilfreich in Q3. Ich gab alles auf meiner Runde. Ich werde mir natürlich ansehen, ob ich etwas hätte besser machen können, aber ich kann es nicht mehr ändern.

Wir haben in dieser Woche wundervolle Runden gesehen. Nico, du bist dabei so aggressiv geflogen wie noch nie. Kannst du diese Runden genießen oder gibt es dafür unter Druck keine Zeit?

NR: Dies ist sicherlich das schönste Qualifying der gesamten Saison. Die Strecke ist aufregend und man ist die meiste Zeit am Limit. Mehr Grip gibt es am ganzen Wochenende nicht. Mehr Power, weniger Benzin, es ist spannend.

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