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Paddy Lowe: “Unser Vertrauen ins Auto wächst stetig weiter”

Paddy Lowe: “Unser Vertrauen ins Auto wächst stetig weiter”

Nach zwei aufeinanderfolgenden Doppelsiegen herrscht eine gute Stimmung innerhalb des Teams. Es war schön, in Bahrain gute Unterhaltung zu bieten und unser Vertrauen in die Performance des Autos wächst stetig weiter. Mit Lewis und Nico haben wir zwei hart kämpfende Piloten, genau so müssen Rennfahrer sein und genau das wollen die Fans sehen. Die Fans in China sind stets sehr begeisterungsfähig, also hoffen wir, dass wir ihnen an diesem Wochenende mehr solcher Unterhaltung bieten können. Mit dem Shanghai International Circuit verbindet das Team traditionell gemischte Gefühle. In der Saison 2012 erzielten wir dort den ersten Silberpfeil-Sieg seit unserer Formel 1-Rückkehr zwei Jahre zuvor, im Jahr darauf standen wir auf dem Podium. In beiden Jahren gab es aber auch Ausfälle für eines unserer Autos und im letzteren hätten wir angesichts unserer starken Qualifying-Leistung ein besseres Ergebnis erzielen müssen. Es ist eine anspruchsvolle Strecke - sowohl aus Sicht des Fahrers als auch jener des Technikers. Der Streckenverlauf ist anders als bei den bisherigen drei Strecken in dieser Saison. Dadurch werden die Vorderreifen stärker belastet. Die lange Gerade verlangt nach einer starken Motorleistung, aber es gibt auch einige enge Kurven, in denen eine gute Traktion wichtig ist. Trotz dieser Herausforderungen stimmen uns die Stärken unseres Pakets optimistisch und freuen wir uns auf ein weiteres gutes Wochenende.

Shanghai International Circuit: Am Kommandostand

Streckenverlauf

Der Shanghai International Circuit ist eine gänzlich andere Strecke als jene in Melbourne, Sepang und Sakhir: Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass der Kurs ebenfalls zur neuen Streckengeneration gehört, die sich durch lange Geraden und Überholzonen auszeichnen. Der größte Unterschied ist, dass der Streckenverlauf vor allem die Vorderreifen stark belastet - auf den ersten drei Strecken dieses Jahres war es umgekehrt. Dies ist deshalb so eine große Herausforderung, weil den Teams möglicherweise nicht die komplette Setup-Palette zur Verfügung steht, um die Fahrzeugbalance passend zur Strecke und den Temperaturen zu verlagern. Verantwortlich dafür sind die langgezogenen Kurven der Strecke, allen voran die Kurven 1 und 13. Dort wirken längere Zeit hohe g-Kräfte, die den linken Vorderreifen belasten und ihn über die Strecke schieben. Die Traktion ist nicht an vielen Stellen der Strecke gefordert, aber die Vorderreifen werden hohen Kräften ausgesetzt. Wie stark sich das auswirken wird, lässt sich in China aber erst sagen, wenn die Autos auf die Strecke gehen.

Überholen

Die Strecke in Sakhir bietet gute Überholmöglichkeiten, was sich im vergangenen Rennen zeigte. Gleiches gilt auch für Shanghai, wo die Überholmanöver allerdings anders geartet sein werden. Den Fahrern steht im Verlauf einer Runde nur eine begrenzte Menge an Energie zur Verfügung und die Gegengerade ist sehr lang. Deshalb wird es schwierig, sich dort über die gesamte Länge zu verteidigen. Die Fahrer können auf der restlichen Runde gut damit experimentieren, weshalb Überholmanöver nicht leicht sein werden. Dennoch ist es möglich. Letztlich wird es auf die Performance-Unterschiede auf der Geraden ankommen. Besonders Duelle zwischen Teamkollegen werden hierzu viele Gelegenheiten bieten, da die Fahrer das gleiche Material zu ihrer Verfügung haben. Zwischen unterschiedlichen Autos wird dies besonders auffällig sein. In Bahrain fuhren die Teams zeitweise in Reihenfolge der Performance und das wird wahrscheinlich auch in Shanghai der Fall sein. Die meisten Überholmanöver wird es ausgangs Kurve 13 oder in der folgenden DRS-Zone vor Kurve 14 geben. Die nächstbeste Überholstelle ist erwartungsgemäß Kurve 1 nach der zweiten DRS-Zone, eine weitere Überholmöglichkeit folgt in Kurve 6.

Power Unit

Beim vierten Saisonrennen spielt die Zuverlässigkeit wieder eine entscheidende Rolle. Eine weit verbreitete Fahrerlagerweisheit besagt, dass das Ausfallrisiko während der ersten Rennen am höchsten ist, weil dann die Lernkurve am steilsten ansteigt - angefangen in Melbourne bis nach Sepang. In Sakhir bleibt es auf einem Niveau, bevor es wieder ansteigt, weil die Komponenten das Ende ihrer Laufdauer erreichen. Mit den ihnen zur Verfügung stehenden Werkzeugen können die Formel 1-Teams jedoch erkennen, wo die Kurve ansteigt und entsprechend darauf reagieren, bevor der kritische Punkt erreicht wird. Zusammen mit dem steigenden Verständnis für die neuen Technologien im Feld sollte dies zu einer geringeren mechanischen Ausfallquote führen. Mit Blick auf die Performance sollte das Streckenlayout der Mercedes-Benz PU106A Hybrid Power Unit liegen. Mit 1,17 km Länge ist die Gegengerade die längste im aktuellen Formel 1-Rennkalender. Es gibt auch lange Volllastpassagen, was ebenfalls den Stärken dieses Pakets entgegenkommt.

Wetter

Die Temperaturen sind ein weiterer Einflussfaktor in China. Oft entstehen unvorhersehbare Wetterfronten, die in Shanghai schon für mehr als ein verregnetes Wochenende gesorgt haben. Seit dem Debüt 2004 gab es aber auch einige sehr warme Tag mit hoher Luftfeuchtigkeit. Normalerweise ist es jedoch recht kalt - vor allem im Vergleich zu den Temperaturen in Malaysia und Bahrain. Die Teams befinden sich in China also bei den Reifen und Autos in einem anderen Arbeitsfenster. Jedes Team, das das gleiche Paket wie in Bahrain einsetzt, wird sehr schnell Rückschritte machen. Es ist entscheidend, die Hinterreifen zu belasten und auf Temperatur zu bringen, denn bei den kühleren Bedingungen könnte Graining eine Rolle spielen. Erste Anzeichen davon waren in Melbourne zu sehen, in China dürfte es aber viel deutlicher zu bemerken sein.

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