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Paddy: “Wir könnten in Melbourne einige Überraschungen erleben”

Paddy: “Wir könnten in Melbourne einige Überraschungen erleben”

Sind Sie mit den Fortschritten während der Wintertestfahrten zufrieden?

Wir sind mit unseren Fortschritten bislang zufrieden, aber Testfahrten können immer noch besser verlaufen. Es gab hier und da einige Pausen und wir haben einige wirklich harte Tage erlebt. Ein gutes Beispiel hierfür war der letzte Testtag in Bahrain. Wir stellten um 4:00 Uhr morgens ein Problem mit dem Getriebe fest und kamen dann erst kurz vor der Mittagspause zum Fahren. Das zeigt, wie kompliziert diese neuen Autos sind. Die Fahrer waren beide mit dem Auto zufrieden, aber letztlich zählt die Performance im Vergleich zur Konkurrenz. Egal wie stark dein Auto aussieht, am Ende ist nur wichtig, wie es sich gegen die Konkurrenten schlägt. Was wir bei den Wintertests gesehen haben, sieht ermutigend aus, aber wir haben auch viele starke Gegner gesehen. Das Gesamtbild könnte sich vor Melbourne noch ändern. Es gibt viele gute Teams, die gut auf Herausforderungen reagieren können. Wir könnten einige Überraschungen erleben. Deshalb müssen wir weiter an allen Fronten hart arbeiten, um sicherzustellen, dass wir wettbewerbsfähig sind.

Was waren die Schlüsselelemente bei der Vorbereitung?

Ich muss den Ingenieuren in Brackley und Brixworth ein großes Lob aussprechen. Sie haben mit dem F1 W05 fantastische Arbeit abgeliefert. Dies ist mit Abstand das komplizierteste Auto, das wir je gebaut haben. Der Detailgrad ist unglaublich. Sowohl das Chassis als auch die Power Unit sind sehr gut umgesetzt worden. Unsere Saisonvorbereitung war ebenfalls stark – wir haben vor dem ersten Test viel im Werk gearbeitet und hatten auch einen Filmtag in Silverstone. Obwohl die Zuverlässigkeit an jenem Tag nicht so rühmlich war, konnten wir so einige der Kinderkrankheiten des neuen Pakets ausmerzen. Das war sicherlich nützlich, um in Jerez gleich loslegen zu können.

Wie sieht Ihre Gefühlslage zu diesem Zeitpunkt des Jahres aus?

Diese Jahreszeit kostet stets viele Nerven. Es ist sehr interessant und spannend, zu verfolgen, was sich jeder hat einfallen lassen, aber man hat genauso viel Angst, etwas zu entdecken, das einem selbst nicht eingefallen ist – entweder eine clevere Innovation oder eine andere Interpretation der Regeln. Wir sind erst am Anfang des Jahres. Jeder wird noch Upgrades haben, die man genau beobachten muss. Alles, was von einem Formel 1-Auto in den Luftfluss hineinragt, beeinflusst die Aerodynamik – und das normalerweise auf eine positive Art und Weise...

Das Gewicht scheint derzeit ein häufiges Gesprächsthema zu sein?

Das Gewicht war eine der großen Herausforderungen bei der Konstruktion der 2014er Autos. Wir stellen uns alle dieser Herausforderung, auch die Fahrer, die sichergestellt haben, dass sie beim Gewicht und der Fitness bestmöglich vorbereitet sind. Dieses Gebiet steht definitiv im Fokus, wenn man die bestmögliche Performance erreichen möchte.

Und dann gibt es natürlich noch das Thema Benzin...

Das Benzin-Management ist in diesem Jahr ganz anders. Im vergangenen Jahr ging es mehr um die Vorbereitung und Berechnung – darin sind die Ingenieure über die Zeit sehr gut geworden. Ich glaube nicht, dass wir in diesem Jahr Autos ohne Sprit stehen bleiben sehen werden, aber manchmal könnte es sein, dass man aggressivere Spritspar-Strategien einsetzen muss, als dies in der Vergangenheit der Fall gewesen ist. Wir tanken das Auto in der Box auf, fahren dann damit in die Startaufstellung, legen die Einführungsrunde zurück und müssen nach dem Rennen auch wieder zurückkommen. All das vor und nach der 100 kg Sprit-Begrenzung vom Start bis zur Flagge. Eine weitere interessante Regel, die gerade den Ratifikationsprozess durchläuft, besagt, dass jeder Fahrer die In-Lap beenden muss, um gewertet zu werden. In der Vergangenheit sind einige Autos mit sehr wenig Sprit gefahren und wurden dann direkt nach der Ziellinie abgestellt. Das wird dann nicht mehr möglich sein. Wir müssen also etwas nachdenken, um sicherzustellen, dass das Benzinlimit von 100 kg eingehalten wird, gleichzeitig aber auch die zusätzlichen Distanzen am Anfang und Ende des Rennens absolviert werden können.

Viele Beobachter fürchten, dass dies vom Spektakel der Formel 1 ablenken können. Sehen Sie das auch so?

Das Spritsparen wurde in den letzten Jahren immer bedeutender, genauso wie das Reifen-Management. Es gehört schon seit ewigen Zeiten zu unserem Sport. In der V8-Ära tankten einige Teams die Autos gar nicht voll auf, um auf jeder Runde Vollgas fahren zu können. Dies wäre nicht der schnellste Weg gewesen, um das Rennen zu beenden. Der schnellste Weg war, das Auto relativ zum vollen Potential des Motors aufzutanken und damit das Startgewicht zu reduzieren. Das Spritsparen wird auch 2014 ein wichtiger Faktor sein, der auf jeden Fall eine größere spielt als in den vergangenen Jahren, aber er wird hoffentlich nicht vom Spektakel ablenken.

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