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Ross im FOTA Fan Forum

Ross im FOTA Fan Forum

MERCEDES GP PETRONAS Teamchef Ross Brawn hat während des FOTA Fan Forums in der vergangenen Woche an einer breiten Diskussion über die Formel 1 teilgenommen. Hier sind einige Highlights der Diskussion…

Die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Formel 1 als technologische Spitze

Ross Brawn: Die F1 ist die Königsklasse des technischen und wirtschaftlichen Motorsports. Die Faszination der F1 für mich, ist die Kombination aus Fahrer und Technologie und der Fakt, dass Meisterschaften von guten Fahrern in großartigen Autos gewonnen werden können, aber nicht von guten Fahrern in schlechten Autos. Wir müssen diese Technologie haben, um diese Zutat zur F1 hinzuzufügen; wir müssen darauf achten, dass diese Technologie relevant bleibt.

Im Falle von Mercedes Benz ist KERS ein direkter Ableger unserer Straßenautos. Die großartige Sache an der F1 ist, dass sie die Entwicklungen beschleunigt. Der sportliche Krieg beschleunigt alle Technologien und wir finden und entwickeln Technologien innerhalb von Monaten, die sonst Jahre bräuchten, um einen Wettbewerbsvorteil zu finden. Schauen Sie sich die Batterie-Technologien an, die in der Tat von McLaren und Mercedes zusammen entwickelt wurde: Diese Technologien werden auch in Straßenautos eingesetzt und das macht es für uns Straßenautohersteller viel relevanter, sich zu engagieren.

Größere Offenheit in der Formel 1

Ross Brawn: Der Fahrerfunk-Kanal ist völlig offen und es liegt in der Entscheidung der Rechteinhaber, was gesendet wird. Die Teams haben alle zugestimmt, um sie für die Ausstrahlung und die Strecken erhältlich zu machen. Es gibt eine Vielzahl an Dingen, die wir verbessern müssen, sowohl in Bezug auf das Spektakel an der Strecke, als auch beim Gucken zu Hause.

Wir machen einige Fortschritte bei der Nutzung des Internets. Meine Frau schaut sich alle Zwischenzeiten an, wenn sie zuhause das Rennen schaut und das ist etwas, was wir vor ein paar Jahren noch nicht hatten. Sie gibt mir eine schwere Zeit, wenn sie etwas entdeckt, was ich nicht gesehen habe! Wir müssen Fortschritte in all diesen Gebieten machen.

Eines der Dinge, die wir überwinden müssen ist, dass die Exklusivität der F1 bei einigen Fahrern und Teammitgliedern einen Standpunkt hervorgebracht hat, den wir brechen müssen. Wenn man bei den NASCARs fährt, dann wird von den Fahrer erwartet, dass sie den Fans Zeit widmen; das ist Teil des Jobs. Wir müssen das in Hinsicht auf die F1 öffnen; wir müssen mit solchen Fahrern beginnen, dann brauchen wir sie später nicht mehr ändern.

Die Bedeutung von Umweltfragen für die Zukunft des Sports

Ross Brawn: Martin startete eine große Initiative, die die CO²-Bilanz betrachtet und Wege, wie wir sie verringern können. Es gibt einen großen Antrieb, die Geräte, die wir zu jedem Rennen mitnehmen zu reduzieren und es gibt kein Limit, wie viele Leute wir an die Strecke mitnehmen können. Wir betrachten alle Möglichkeiten, um unseren CO²-Ausstoß zu reduzieren und es ist fair zu sagen, dass die Autos nur ein kleiner Teil dieser Auswirkungen sind.

Der wichtigste Punkt an Rennwagen ist die Botschaft, die sie herausgeben können. Mit dem neuen Motor im Jahr 2014, der viel effizienter sein soll, ist die Botschaft die es gibt – und ich mag dieses Wort nicht in meinem Alter benutzen – cool, einen wirklich effizienten Motor zu haben. Das Rennen muss mit weniger Treibstoff funktionieren, weil wir dramatische Ziele für den Verbrauch in der Zukunft haben: dreißig, 40, 50 Prozent weniger als wir nun verbrauchen, aber mit der gleichen Kraft und Spannung, die wir nun haben. Wir wollen nicht treibstoffsparenden Rennsport, aber wir wollen die Ziele für Ingenieure festlegen.

Was getan wird, um mehr junge Leute in den Sport zu holen

Ross Brawn: Ich denke der Sport tut ziemlich viel. Wir unterstützen verschiedene Initiativen, zum Beispiel ‚F1 in der Schule‘, ein Wettbewerb für junge Schüler, die einen CO² angetriebenen Rennwagen bauen. Sie lernen das in der Schule, also versuchen wir die technische Herausforderung und das Teamwork schon früh zu fördern und es ist sehr erfolgreich.

Dann kommen wir zur ‘Formula Student’, eine Initiative wo viele Universitäten beteiligt sind. Ein Team aus Studenten entwickelt und baut einen Rennwagen und dann fahren sie gegeneinander. Das große Event ist bald in Silverstone und ich glaube 130 Universitäten nehmen teil.

Ich habe mit Studenten gesprochen, die mir erzählt haben, dass sie extra zu einer Universität gegangen sind, die die ‘Formula Student’ im Programm hatte. Es ist eine fantastische Initiative, weil es Maschinenbau beinhaltet und sie müssen ein kommerzielles Modell dazu machen, wie sie das verfügbare Budget einsetzen. Es gibt einen Teamaufbau und ein Fahrer-Management – es ist ein tolles Programm, das eine Menge Leute unterstützen. Unser Chef-Ingenieur aus dem Rennteam kommt aus diesem Programm.

Jedes Team in der Formel 1 nimmt Studenten auf und wir haben 10 bis 15 Absolventen in unserem Unternehmen. Sie sind großartig, weil sie günstig und begeistert sind. Es belebt viele unserer Mitarbeiter, weil sie junge Leute um sich herum haben und sich einen Einblick ins Leben verschaffen.

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