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São Paulo – Inside Line

São Paulo – Inside Line

Paddy's Blickwinkel

"In Austin haben wir ein weiteres großartiges Ergebnis eingefahren. Es ist fantastisch, dass wir den Rekord für Doppelsiege in einer Saison einstellen konnten. Amerika ist ein wichtiger Markt für die Formel 1. Aus diesem Grund war es großartig, am gesamten Wochenende die riesige Unterstützung der Fans in Texas zu erleben. Die Menschen kamen aus dem gesamten Land und sorgten für eine echte Karnevalsatmosphäre in der Stadt. Das war wirklich ermutigend, gerade in einem Land, in dem es ein so großes Angebot an Sportarten gibt. Auf der Strecke verlief das Wochenende nicht ganz nach Plan. Während der Trainings mussten wir zunächst verschiedene Probleme in den Griff bekommen. Aber als es darauf ankam, zeigten beide Autos eine starke Performance. Das Lob dafür gebührt dem Team für seine harte Arbeit. Auch die Fahrer waren in einer sehr starken Form. Sie fuhren auf gleichem Niveau und waren im Rennen nur durch einen Hauch voneinander getrennt. Es war spannend, das mit anzusehen. Es ist klar, dass beide Fahrer in großartiger Form sind und einen gesunden Wettkampf genießen. In Brasilien wurde ein Großteil der Strecke neu asphaltiert. Das wird im Verlauf des Wochenendes vor allem mit Blick auf die Performance der Reifen sehr wichtig sein. Die Strecke behält mit der Höhenlage, den starken Höhenunterschieden und der Regenwahrscheinlichkeit einige knifflige Herausforderungen bereit. Die Wettervorhersage sieht für alle drei Tage Gewitter vor! Das wird sicher ein spannendes Wochenende und eine gute Einstimmung auf die Titelentscheidung in Abu Dhabi."

Interlagos - Am Kommandostand

Eine gute Mischung

Interlagos ist eine fordernde Strecke, die stets einige Überraschungen parat hält. In der Vergangenheit fand hier oft das Saisonfinale statt, was zu ungewöhnlichem Verhalten bei den Fahrern führen kann. Normale Vorgänge wie die Einfahrt in die Boxengasse können dann einige Fahrer eiskalt erwischen. Sie kennen natürlich das Reglement, dennoch ist es nicht ungewöhnlich, dass Strafen für wiederholtes Fehlverhalten bei der Boxeneinfahrt ausgesprochen werden. Denn diese ist auf dieser Strecke etwas ungewöhnlich. Aber auch abseits des Cockpits trägt eine Vielzahl an einzigartigen Charakteristiken zur Unvorhersehbarkeit in São Paulo bei. Das Wetter ist sehr variabel. Oft regnet es stark während der Trainings und ist dann am Sonntag komplett trocken. Das hat uns in den vergangenen Jahren einige faszinierende Rennen beschert, in denen sich die Fahrer und Teams schnell an unbekannte Bedingungen gewöhnen mussten. Aufgrund der Höhenunterschiede läuft das Wasser zu bestimmten Zeitpunkten über die Strecke. Das kann dazu führen, dass die Session unterbrochen wird. Die Streckentemperaturen können ebenfalls stark variieren. Sie können bis zu 48 Grad heiß werden, aber auch bis auf niedrige Werte um die 20 Grad fallen. Diese Schwankungen können nicht nur von Jahr zu Jahr auftreten, sondern auch von Tag zu Tag. Dadurch ist es schwierig, die richtige Setuprichtung für jede Session vorherzusagen.

Streckenoberfläche

Die Strecke wurde gerade erst beinahe komplett neu asphaltiert. Das bedeutet eine nicht zu unterschätzende Unbekannte für das Wochenende. Das hat sich bereits in Sotschi gezeigt. Dort verhielten sich die Reifen vor allem während des Rennens ungewöhnlich. Das Ausmaß hängt von der Qualität der Streckenoberfläche ab, wie lange sie schon benutzt wird und welche Materialien verwendet wurden. Ein weiterer Faktor wird sein, wie glatt der Belag ist. Denn dadurch könnten die bisher immer recht starken Bodenwellen ausgeglichen worden sein. Auch das Gripniveau, sowohl zu Beginn des Wochenendes als auch im Verlauf dessen, wird Einfluss darauf haben, wie viele Einstellungen von Run zu Run vorgenommen werden müssen, um mit der Weiterentwicklung der Strecke Schritt zu halten. All diese Fragen müssen so schnell wie möglich beantwortet werden. Dabei könnte es einige Überraschungen geben, ganz besonders mit Blick auf die weichere Reifenwahl mit der weichen und der mittleren Mischung.

Höhenlage

Die Höhenlage der Strecke hat schon seit jeher Einfluss auf die Motorleistung. Elektrische Leistung ist davon jedoch nicht betroffen. Das macht die Hybrid-Elemente der Power Unit umso stärker auf diesem Kurs. Eine Runde ist mit gerade einmal 4,309 km Länge recht kurz. Auch das steigert den Einfluss der elektrischen Leistung. Vor allem im letzten Sektor, dem langen Anstieg in Richtung Start/Ziel, müssen die Fahrer sicherstellen, dass sie ausreichend Hybrid Power aufgehoben haben, um ihre Geschwindigkeit zu optimieren. Wer an diesem Punkt zu wenig elektrische Leistung zur Verfügung hat, ist für einen Angriff eines anderen Fahrers anfällig. Das sollte Runde für Runde zu faszinierenden Zweikämpfen führen, indem sich Autos auf den beiden DRS-Geraden fortwährend gegenseitig überholen.

Überholen

In Brasilien erleben wir häufig eine hohe Anzahl an Überholmanövern - und das nicht immer in Kurven, in denen man es erwarten würde. Die DRS-Zonen vor den Kurven eins und vier sind die offensichtlichsten Überholstellen. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass die Fahrer ein mutiges Manöver an einer unerwarteten Stelle probieren. Das wird in diesem Jahr mit Blick auf den frischen Asphalt besonders interessant. Denn jetzt müssen die Fahrer das Gripniveau rund um die Strecke neu herausfinden. In der ersten Kurve kommt es zudem häufig zu Berührungen, ganz besonders auf der ersten Runde. Auch dieser Faktor könnte durch das fehlende Wissen über das Gripniveau gesteigert werden.

Erschöpfung

Nachdem die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft entschieden ist, wird ein Großteil der Teams sich nun auf die Saison 2015 konzentrieren. Dies gilt allerdings nicht für alle. Denn noch ist der Kampf um die Fahrer-WM offen und auch einige interne Teamduelle sind noch nicht entschieden. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass viele Teams zu diesem Zeitpunkt der Saison noch grundlegende Veränderungen vornehmen werden. Gegen Ende eines langen und anstrengenden Jahres wird zunehmend auch die Müdigkeit der Teammitglieder ein Thema. In Brasilien zeigen sich normalerweise die ersten Anzeichen physischer Erschöpfung. Davon sind auch die Fahrer nicht ausgenommen. Es war eine lange Saison, in der zu diesem Zeitpunkt die Weltmeisterschaft und sogar ganze Karrieren auf dem Spiel stehen. Das belastet Körper und Geist noch einmal mehr, als dies nach einem harten Jahr ohnehin schon der Fall ist.

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