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Schutz vor der Hitze

Schutz vor der Hitze

Die Formel 1 geht erst in ihre zweite Runde, doch schon beim Großen Preis von Malaysia steht den Piloten eines der härtesten Rennen des Jahres ins Haus. Nicht umsonst wird der Sepang International Circuit als Glutofen bezeichnet. Aber was bedeutet das für Nico und Michael?

1. Die Fahrer erwarten in Malaysia Temperaturen von deutlich über 40 Grad Celsius, im Cockpit kann es zwischen 50 und 60 Grad heiß werden. Hinzu kommt die enorm hohe Luftfeuchtigkeit.

2. Bei einem normalen Rennen verliert ein Fahrer durchschnittlich 2 kg Gewicht. Er verbrennt dabei etwa 3.000 Kilokalorien und seine Herzfrequenz erreicht im Rennen Spitzen von 190 Schlägen pro Minute. "Wusstest Du, dass wir bis zu drei Kilogramm an Flüssigkeit verlieren können?", fragt Nico. In Malaysia sind es manchmal aber drei bis vier - das ist mehr, als er während des Rennens an Flüssigkeit zu sich nehmen kann. Nicos Tipp: "Deswegen ist es super wichtig, vor und nach dem Rennen viel Wasser zu trinken."

3. Schließlich erwartet die Fahrer im Cockpit Schwerstarbeit: 30 kg zerren am Nacken des Piloten, wenn sein Kopf samt Helm bei einem harten Bremsmanöver mit 4,5g nach vorne gerissen wird - das entspricht dem Gewicht eines schweren Reisekoffers.

4. Um sich gegen die Hitze zu schützen, stehen überall in der Box und im Fahrerlager große Ventilatoren. Zudem verwenden einige Fahrer vor dem Start Kühlwesten, welche die Körpertemperatur herunterkühlen sollen. Andere setzen traditionell auf ein nasses Handtuch um den Nacken oder auf dem Kopf.

5. Bei der Vorbereitung raten einige Betreuer dazu, so früh wie möglich anzureisen, um dann unter den extremen Bedingungen vor Ort zu trainieren und den Körper so daran zu gewöhnen. Andere Fahrer gehen es etwas ruhiger an und nutzen die Tage vor dem Rennwochenende auch zur Regeneration. "Denn der Körper verbessert seine Fitness während der Erholungsphase", verrät Nico.

6. Neben den Fahrern leiden bei der Hitzeschlacht von Malaysia auch die Autos. Die Aufgabe für die Techniker ist einfach umschrieben, aber nicht so einfach umzusetzen: Die Autos und deren Motoren müssen ausreichend gekühlt sowie die heiße Luft problemlos wieder abgeführt werden. Schließlich kommt zu den hohen Temperaturen noch eine Schlüsselcharakteristik der Strecke hinzu: Über zwei Drittel einer Runde werden unter Volllast gefahren.

Ihr möchtet selbst herausfinden, was Nico und Michael am Sonntag über 56 Runden aushalten müssen? Kein Problem: Setzt euch an einem schwülen Sommertag (alternativ geht auch eine heiße Sauna) mit einem feuerfesten Rennanzug samt Unterwäsche und einem Helm in euer Auto, dreht die Heizung voll auf und lasst anderthalb Stunden ein paar Freunde von links und rechts an eurem Kopf zerren. Nichts für euch? Dann lasst das lieber sein, schaut euch das Rennen im Fernsehen an und verfolgt parallel die Live-Daten von Nico und Michael (inklusive der wirkenden Kräfte) hier auf der Website...

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