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Serita Shone: Der Kampf zurück nach Sochi

Serita Shone: Der Kampf zurück nach Sochi

Die meisten Formel 1-Fahrer hatten ihn. Diesen einen großen Unfall mit voller Geschwindigkeit in einen Reifenstapel oder ein anderes Auto, diesen Sekundenbruchteil, als ihnen bewusst wurde, dass Motorsport wirklich gefährlich ist. Sie haben es alle schon erlebt. Aber die meisten gingen davon, fühlten sich durchgeschüttelt, mussten eventuell ein paar blaue Flecken fürchten. Ihr "Realitätscheck", wie sie ihn nennt, hätte Serita beinahe umgebracht.

Rückblick in den vergangenen Oktober. Die britische Bobfahrerin Serita Shone trainiert in Winterberg, in den deutschen Bergen. Und dann, aus dem Nichts, passierte er. DER Crash. Als Serita im Krankenhaus aufwachte, sagte man ihr, dass ihr Rücken gebrochen sei, ihr erster und zweiter Wirbel zersplittert und ihre Wirbelsäule um lebensbedrohliche 15 Millimeter verschoben... Das war nicht die Art von Neuigkeit, die sie hören wollte, als sie sich einen Startplatz in der Auswahl für die Olympischen Winterspiele 2014 sichern wollte.

Zwei Operationen später, die ihren Rücken wiederherstellten und ihr das Leben retteten, nahm sich Serita eine Auszeit vom Training, um uns zu besuchen und ihrer anderen Leidenschaft nachzugehen, der Formel 1.

"Das ist eine unglaubliche Gelegenheit", sagte sie am Freitag, als sie unsere Garage beim Großbritannien Grand Prix besuchte. "So nah an die Autos heranzukommen, Insiderwissen über etwas zu erlangen, was normalerweise so weit weg ist, ist genial." Serita ist ein großer Formel 1-Fan und hat bereits Rennen in Deutschland, Ungarn und Valencia besucht... "aber erstaunlicherweise ist das mein erster Großbritannien Grand Prix!" sagt sie, ehe sie zugibt, dass eine Größe auf ihrer Liste noch fehlt: "Brasilien... Ich würde wirklich gerne den Brasilien Grand Prix erleben."

"Das Leben wirft dir Dinge zu... Man lernt, sich anzupassen"

Der Unfall ist nun acht Monate her und es scheint, als würde für Serita alles gut laufen. "Es ist anders", sagt sie über ihr "neues" Leben nach dem Unfall. "Man muss lernen, sich anzupassen, wenn das Leben einem derartige Dinge zuwirft." Nachdem sie sich nun wieder "so funktional wie möglich" bewegen kann, trainiert sie wieder - noch nicht auf der Bahn, aber das ist das nächste Ziel. "Wenn etwas, was man so sehr liebt, einem einfach so weggenommen wird, dann verstärkt das umso mehr, was man will", sagt sie.

Ihr Ziel, ihre Vorgabe war nie klarer. "Die Olympischen Spiele!", fügt sie an, mit dieser Mischung aus Leidenschaft, Entschlossenheit und Sicherheit, die alle Menschen, die im Formel 1-Paddock arbeiten, verstehen würden. "Was passiert ist, hat mich darin bestärkt, was ich will. Ich will es mir UND anderen beweisen, dass ich es schaffen kann."

Vor dem großen Tag ist ein näheres Datum auf Seritas Agenda rot markiert. "Die Bob-Junioren-Weltmeisterschaften 2013." Serita trainiert hart, um alle sich bietenden Gelegenheiten zu ergreifen. "Ich trainiere momentan wieder mit Gewichten." Als nächstes steht die Fliehkrafttoleranz auf dem Programm, denn zwei, drei oder vier G sind im Bobsport nicht selten. Das alles tut sie mit nur einem Gedanken im Kopf: "Medaillen!" Viel Glück, Serita!

Hier könnt ihr Serita auf Twitter folgen.

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